
Nach langen Überlegungen kamen wir zu dem Schluß, ...
Wir waren ahnungslos, wieviele Jahre Arbeit vor uns liegen würden. Sie begann mit dem Weben kleinerer Läppchen aus gespendeter Wolle in vielen Farben und zumeist in Heimarbeit. Sie bildeten den auf Jute aufgenähten Hintergrund. Wir brauchten drei Dinge, die farblich abzustimmen waren:
1.Erde für Pflanzen, Tiere und die Familie Noah,
2.Wasser, auf dem die Arche und die Fische Platz fanden und
3.Himmel für den Regenbogen, die Sonne und die Taube mit dem Ölzweig, die für uns nach theologischer Belehrung wichtig geworden war.
Ganz einfach war das alles nicht. Wir mußten immer wieder ausprobieren und manches aussortieren. Es wurde noch schwieriger, die richtige Technik zu finden, um alle Figuren und Gegenstände darzustellen und sie in passenden Farben und Größen zur Geltung zu bringen. Bei dieser Tätigkeit gab es bisweilen lange Diskussionen.
Ein ganz neues, positives Bild bot sich uns, als wir mit unseren Arbeiten in die „Arche“ umzogen. Hier hatten wir Platz und konnten endlich auf einem zusammengenähten Teppich übersichtlich arbeiten. Bis dahin bestand unser Teppich aus vier einzelnen Bahnen.
Diese neue Perspektive machte uns klar: „Der Wandbehang braucht einen Abschluß – einen Rahmen.“ dazu fügten wir den Vers aus „Mose 2, 22“ zu einem Spruchband zusammen. Derselbe wurde aufgestickt und bildete dann den äußeren Abschluß des Teppichs.
Vier geschickte Männer übernahmen das Aufhängen des Wandbehanges. Der Frauenabendkreis feierte nach fünf Jahren Mühe und Arbeit im August 1997 die Einweihung in fröhlicher Runde. Alle waren froh, das Werk geschafft zu haben. Sie waren mit dem Ergebnis zufrieden.
Bergheim, den 19.10.1997 Christel Schwitte