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für den 29.09.2016

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Jesaja 55,2

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BUCH-TIPP des Monats:

An den Grenzen des Lebens

Von der bekannten Bonner Dialogreihe „Medizin und Theologie im Gespräch“ gibt es nun zentrale Beiträge erstmals zusammengestellt in einem bemerkenswerten Buch. Lesen Sie hier eine Besprechung:

Ein Buch, das anregt und nachdenklich macht: "An den Grenzen des Lebens", herausgegeben von Bonner Klinikseelsorgern LupeEin Buch, das anregt und nachdenklich macht: "An den Grenzen des Lebens", herausgegeben von Bonner Klinikseelsorgern

Das Leben ist nicht eindeutig. Am Krankenbett, besonders am Bett eines sterbenden Menschen, gibt es viele offene Fragen. Es ist ein großer Verdienst der evangelischen und katholischen Krankenhausseelsorge in Bonn, dass sie an dieser Schnittstelle zwischen Medizin und Theologie nicht nur seit jeher im Verborgenen seelsorgerlichen Dienst tut, sondern auch die brisanten Fragen öffentlich stellt. Seit zwölf Jahren initiiert sie am Uniklinikum Bonn die Diskussionsreihe „Medizin und Theologie im Gespräch“. Ausgewählte Vorträge dieser weit über Bonn hinaus sehr populären Reihe sind nun veröffentlicht. „An den Grenzen des Lebens“ heißt das Werk. Es geht um die Chancen und Grenzen der neuesten Medizin, um Euthanasie und Schmerzbehandlungen. Es geht um Krankheit und Spiritualität, wenn mancher sagt „Jetzt hilft nur noch beten“. Es geht um die Wahrheit am Krankenbett, um Heil und Heilung, um Ängste, Zweifel und Hoffnung. Die Autorenauswahl schlägt einen weiten Bogen: von so profilierten Ärzten wie dem Palliativmediziner Eberhard Klaschik, dem Neuropsychologen Christian Hoppe über den langjährigen Präsidenten der Bundesärztekammer Jörg-Dietrich Hoppe bis zu Heiner Koch, derzeit Bischof von Dresden, und dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland Nikolaus Schneider. Herausgeber sind der evangelische Pfarrer Andreas Bieneck und seine beiden katholischen Klinikseelsorgerkollegen in Bonn, Hans-Bernd Hagedorn und Walter Koll. „Die stets fortschreitenden Möglichkeiten und sich wandelnden Rahmenbedingungen der Medizin sind auf einen breit angelegten ethischen Diskussionsprozess angewiesen“, heißt es im Buch programmatisch. „An den Grenzen des Lebens“ – und es ist eben nicht nur eine Grenze, sondern es sind viele – leistet zu dieser Diskussion anregend wie nachdenklich einen eminent wichtigen Beitrag.

Andreas Bieneck, Hans-Bernd Hagedorn. Walter Koll (Hg.): An den Grenzen des Lebens – Theologische, medizinethische und spirituelle Zugänge, Neukirchen 2013, 169 S., 19,99 €

Die Reihe „Medizin und Theologie im Gespräch“ wie auch die Herausgabe des Buches dazu werden unterstützt von der Stiftung Krankenhausseelsorge in Bonn.

 

Joachim Gerhardt / 19.09.2013



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