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Aus der Reihe „Dialogversuche: Medizin & Theologie im Gespräch“:

„Wirtschaftlichkeit und/oder Menschlichkeit? – Das moderne Krankenhaus im Spannungsfeld“

Unter dem brisanten Motto „Wirtschaftlichkeit und/oder Menschlichkeit? – Das moderne Krankenhaus im Spannungsfeld“ lädt die Klinikseelsorge am Uni-Klinikum Bonn Donnerstag, 12. November 2015, 18 Uhr zur Diskussion ein.

Die moderne Medizin eröffnet viele Chancen, aber auch viel Umsatz. Die Debatte, wo die Grenzen der Wirtschaftlichkeit liegen, ist hochaktuell. (Foto: Meike Böschemeyer) LupeDie moderne Medizin eröffnet viele Chancen, aber auch viel Umsatz. Die Debatte, wo die Grenzen der Wirtschaftlichkeit liegen, ist hochaktuell. (Foto: Meike Böschemeyer)

Es sprechen Prof. Walter Möbius, ehemaliger Chefarzt des Johanniterkrankenhauses Bonn, mit Prof. Alexander Dietz, Lehrstuhl für Diakoniewissenschaft und Theologie an der Hochschule Hannover, sowie Prof. Dr. h.c. mult. Wolfgang Holzgreve, MBA, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikum Bonn.

„Die sogenannte Ökonomisierung des Gesundheitswesens schreitet voran“, erklärt der evangelische Klinikseelsorger, Pfarrer Andreas Bieneck, der eine Einführung geben wird. Krankenhäuser, besonders Universitätskliniken, klagten laut Bieneck über zu geringe Mittelzuweisungen. Ärzte, Pflegende und andere Mitarbeiter litten unter „stetigem Personalabbau bei gleichzeitiger sogenannter Leistungsverdichtung“. Die Liegezeiten der Patienten würden immer kürzer, immer mehr Behandlungen ambulant durchgeführt. Krankenhäuser fusionierten oder gingen in private Trägerschaften über.

„Dabei fühlen sich die Patienten oftmals nur als Nummer, und mit ihren Ängsten und ihren Fragen nicht wirklich wahrgenommen und ernst genommen“, so die Erfahrung von Pfarrer Bieneck. Infolge hegten Patienten zuweilen das Misstrauen, „ob diese oder jene Behandlung nur aus Kostengründen gemacht und eine andere, vielleicht sinnvollere, aus dem gleichen Grund unterlassen wird“.

Sind eine menschliche Medizin und Pflege aufrecht zu erhalten?

Die Diskussion soll nun zeigen: Welche Wege gibt es, angesichts der unstrittigen ökonomischen Zwänge eine menschliche Medizin und Pflege aufrecht zu erhalten? Kann der Sparzwang auch heilsam sein und zu einem Verzicht auf unnötige oder gar schädliche Behandlungen führen? Welches kann die Rolle der Krankenhausseelsorge in diesem Prozess sein?

Es moderiert Dr. Johannes Sabel, Leiter des katholischen Bildungswerks Bonn. Veranstalter des Abends ist die katholische und evangelische Klinikseelsorge am Universitätsklinikum. Die Diskussion ist Teil der Reihe „Dialogversuche: Medizin & Theologie im Gespräch“, die gefördert wird von der Stiftung Krankenhausseelsorge des Evangelischen Kirchenkreises Bonn. Der Eintritt ist frei.

ZEIT: Donnerstag, 12. November 2015, 18.00 Uhr

ORT: Hörsaal an der Dermatologie, Uni-Kliniken 53127 Bonn-Venusberg
Buslinien 600 und 601 Haltestelle "Kliniken Nord" / mit PKW: "Parkhaus Nord"

 

EB/Joachim Gerhardt / 22.06.2015



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