Losung

für den 18.10.2017

Warum hast du denn das Wort des HERRN verachtet, dass du getan hast, was ihm missfiel?

2.Samuel 12,9

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Service

Stiftung Krankenhausseelsorge

Mit Klängen Sternenstaub in den Alltag von Palliativpatienten streuen

Finanziert durch die Stiftung Krankenhausseelsorge besucht die Klangtherapeutin Catharina Scheuvens seit Juli 2016 regelmäßig die Palliativstation in der Bonner Universitätsklinik. Hier schildert sie ihre Eindrücke:

„Ah, da sind Sie ja! Wir haben uns schon gefragt, wann Sie wieder mal kommen!“ So werde ich oft von Patienten oder Angehörigen auf der Station Saunders in der Universitätsklinik Bonn begrüßt, wenn ich montags dort mit meinen besonderen Instrumenten vorbeischaue. Kaum jemand hat bisher eine „Tambura“ oder „Sansula“  gesehen oder gehört – aber viele, die ich auf der Palliativstation besuche, sind auf Anhieb fasziniert und angerührt.

Die Tambura ist ein indisches Saiteninstrument, das einen zarten Klangteppich mit vielen Obertönen zaubert. Das zweite Instrument hat Ähnlichkeit mit der afrikanischen „Kalimba“, also einem „Daumenklavier“, und ermöglicht durch einen besonderen Resonanzkörper entspannende oder auch erfrischende kleine Melodien. Nach einer kurzen Erläuterung dazu und der Frage nach dem Interesse an einer solchen kurzen Klangreise, lade ich die Patienten und Besucher ein, es sich möglichst bequem zu machen, vielleicht die Augen zu schließen, und sich dem Hören zu überlassen. Und dann  erleben wir manche Überraschung!

„Ich habe dabei irgendwie ganz viele Kirchenglocken gehört, das war total tröstlich“ sagte mal ein Sterbender. „Mit diesem Klang fällt es mir leichter, zu meditieren und die Schmerzen zu vergessen“, so eine strenggläubige Buddhistin, die auf sämtliche Medikamente verzichtete und nur mit der Kraft ihres Geistes den Abschied gestaltete. „Ich habe schon vieles ausprobiert, autogenes Training und so, das hat nie geklappt, aber mit der Tambura komme ich in eine tiefe innere Ruhe. Und habe mich an meine Bergwanderungen in Tirol früher erinnert, und an die Pension, in der ich mich immer so wohl gefühlt habe.Wie hieß sie gleich? Ach ja, Pension Himmelreich!“

Solche Aussagen sind für mich als Körper-/Klangtherapeutin sehr ermutigend: mir kommt es manchmal vor, als dürfte ich mit dem Klang ein wenig Schönheit, ein wenig Sternenstaub in die besondere Situation der Patienten streuen.

Die Arbeit von Catharina Scheuvens wird von der Stiftung Krankenhausseelsorge aus Spendenmitteln ermöglicht. Wir freuen uns sehr, wenn Sie durch eine Spende helfen, diese Arbeit auch weiterhin zu finanzieren.

 

kju / 27.03.2017



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