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Kreuzkirche am Kaiserplatz
Zur Besinnung und Besichtigung geöffnet
Dienstag bis Samstag: 09.00 bis 17.00 Uhr, Sonntag: 09.00 bis 14.30 Uhr
Gottesdienste
samstags 18 Uhr in der Krypta sonntags 10 Uhr mit anschließendem „Kirchenkaffee“
Die Kreuzkirche ist die größte evangelische Kirche in Bonn. Sie bietet Platz für 1.200 Personen und hat eine doppelte Aufgabe. Zum einen versammelt sich hier seit 1871 die Kreuzkirchengemeinde zu ihren Gottesdiensten, zum anderen ist sie durch ihre Größe und zentrale Lage die evangelische Stadtkirche, die zu ihren kulturellen Veranstaltungen Menschen aus der gesamten Region anzieht. In beider Hinsicht will die Kreuzkirche offen, einladend und anziehend sein – entsprechend dem Wort Christi aus dem Johannesevangelium (Kapitel 12 Vers 32), das als Motto über dem Eingang steht:
"Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen."
Aus der Geschichte der Evangelischen Gemeinde Bonn und der Kreuzkirche
1815 Die Rheinlande werden preußisch.
1816 Gründung der evangelischen Gemeinde aller evangelisch-lutherischen und evangelisch-reformierten Bürger (170).
1817 König Friedrich Wilhelm III. überlässt der Gemeinde die Schlosskapelle.
1818 Eröffnung der evangelischen Schule.
1848 Bonner Aufruf zum ersten deutschen Evangelischen Kirchentag.
1849 Begründung des Rheinischen Provinzial-ausschusses für Innere Mission in Bonn.
1854 Einführung der Kirchensteuerpflicht. Errichtung der Friedrich-Wilhelm- Stiftung, einer Armen-, Kranken- und Waisenanstalt am Bonner Talweg. Gründung der ersten Herberge zur Heimat durch Clemens Theodor Perthes.
1866 Grundsteinlegung für die Kirche am Kaiserplatz.
1870 Die Gemeinde ist auf über 2600 Glieder angewachsen.
1871 Indienstnahme der Kirche am 16. Dezember. Gesamtkosten 141.000 Thaler.
1897 Erste Renovierung der Kirche am Kaiserplatz.
1898 Erwerb eines Gemeindehauses in der Rathausgasse.
1928 Einbau einer großen Orgel mit elektrischer Traktur.
1933 Neubildung des Presbyteriums. Die Liste der Deutschen Christen wird zwar stärkste Fraktion, erringt aber keine Mehrheit. Über die Liste für die Freiheit des Evangeliums kommt Prof. Karl Barth ins Presbyterium.
1934 Das Bonner Bekenntnis, ein Vorläufer der Barmer Theologischen Erklärung, wird Gemeindebekenntnis. Das Presbyterium verabschiedet ebenfalls Erklärungen gegen die Einführung des Führerprinzips und des Arierparagraphen in die Kirche.
1935 Renovierung der Kirche, Entfernung des gotischen Zierrates.
1944 Zerstörung der Kirche am 18. Oktober und 21. Dezember bei Luftangriffen.
1945 Erste Nachkriegssitzung des Presbyteriums am 12. April.
1946 Einrichtung der Krypta als Notkirche.
1947 Die Kirche erhält den Namen Kreuzkirche.
1950 Baurat Vogel, Trier, gewinnt den Wettbewerb für den Wiederaufbau der Kirche.
1951 Einmauerung des Schlusssteins am 24. September.
1954 Einweihung der Kreuzkirche am 28. März.
1955 Teilung der Kirchengemeinde (inzwischen auf 48.000 Gemeindeglieder gewachsen).
1956 Einbau einer Orgel der Firma Ott, Göttingen.
1961 Renovierung des Turmes.
1964 Indienstnahme des neuerrichteten Melanchthonhauses.
1966 Einbau eines neuen Geläutes mit fünf Glocken a° -c` -d` -f` -g`.
1967 Abschluss des Umbaus der Krypta zum Gottesdienstraum.
1979 Renovierung des Innenraumes der Kreuzkirche.
1984 Abschluss der Restaurierung der Orgel durch die Firma Walker.
1988 Gründliche Außenrenovierung.
2001 Restaurierung der Orgel mit Einbau einer elektrischen Registertraktur und Setzeranlage durch Firma Schuke, Berlin.
Chorfenster
von Hans Gottfried von Stockhausen (Professor an der Stuttgarter Akademie der Künste; schuf bedeutende Werke in Deutschland, Großbritannien und den USA)
Mitte - Thronender Christus als Weltenrichter; Michael besiegt den Drachen, Bilder der Apostel
Links - Jesu Leben von unten nach oben: Wurzel Jesse, Geburt, Taufe, Gethsemane, Kreuzestod, Auferstehung.
Rechts - Pfingsten und 4 Gleichnisse von unten nach oben: Rose als Symbol der Liebe; Der barmherzige Samariter; Der verlorene Sohn; Die bösen Weingärtner; Das große Abendmahl, Pfingsten.
Altar und Kreuz
von Arnold Rickert entworfen.
Altar aus Graubüttelbrunner Muschelkalk. Kreuz über dem Altar aus Eiche, kupferbeschlagen, im Mittelpunkt: das Lamm Gottes mit dem Kreuz.
Rote Halbedelsteine als Zeichen für die Wundmale Jesu. An den Balkenenden die vergoldeten Zeichen der 4 Evangelisten, Engel, Löwe, Stier, Adler.
12 weiße Tauben auf blauem Grund als Zeichen für die 12 Apostel.
Kanzel
von Rolf Scheibner.
Fuß und Stufen aus Eifel-Basalt. Treibarbeit in Messing.
Rechts und links: Moses und Elia,
Mitte: der verklärte Jesus
Plastik im Vierungsgewölbe
von Paul Siegert
Mitte
Pelikan, die Jungen mit seinem Blut fütternd, als Symbol für Christus, der sein Blut für uns gab.
In 4 Himmelsrichtungen: Cherubim mit Posaunen zum Weltgericht blasend.
Orgel
von Baurat Vogel entworfen, ausgeführt 1956 von Paul Ott. Sie hat 4 Manuale und Pedalwerk, 64 Register. Flügeltüren von Hans Gottfried von Stockhausen bemalt.
Linke Seite: David spielt Harfe vor König Saul.
Rechte Seite: Die Posaunen von Jericho.
Taufstein
von Eugen Keller.
Sockel aus Basalt; Darstellung von besiegten Dämonen; Schale mit Goldmosaik ausgelegt.
Fenster in der Taufkapelle
Taube als Symbol für den Heiligen Geist, die auf das Kreuz herabfährt.
Fensterrose im Westfenster über dem Hauptportal
Hauptportal
Relief über der Tür (Tympanon, außen) von C. Afinger entworfen und von Custodis ausgeführt. Christus auf dem himmlischen Thron, zu dem die Mühseligen und Beladenen emporsteigen.
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