Partnerschaftstreffen

 

„Wege zum Glauben“

Partnerschaftstreffen Rangsdorf – Brück/Merheim
20.-23.. Oktober 2011 in Rangsdorf

Unser Partnerschaftstreffen mit der Evangelischen Kirchengemeinde Rangsdorf fand in diesem Jahr in Rangsdorf statt und stand unter dem Leitthema „Wege zum Glauben“.
Wir haben uns in diesem Jahr nur mit einer kleineren Delegation auf den Weg gemacht, doch der Empfang war wie immer freudig und herzlich.
Unsere Treffen sind immer so gestaltet, dass an einem Tag eine Besichtigung oder Unternehmung vorgesehen ist und der zweite Tag voll der thematischen Arbeit gewidmet ist.
So fuhren wir am Freitag alle zusammen nach Frankfurt/Oder, der Geburtsstadt  des Heinrich von Kleist und der heutigen Grenzstadt zum Nachbarland Polen.
Für uns Kölner war alles neu. Wir erfuhren in einer interessanten Stadtführung vieles über die Geschichte der Stadt, wir besichtigten die Marienkirche, die im Krieg völlig zerstört worden ist und zur Zeit mühsam wieder aufgebaut wird.
Für mich war es beeindruckend, wie frei und unbekümmert der Fußgänger- und Autoverkehr
über die Brücke  zum polnischen Teil der Stadt, der heute Slubice heißt, geht. Die Grenze wird einem nicht bewusst,  ein schönes Zeichen von Versöhnung und einem neuen vereinten Europa.
Den Sonnabend haben wir unserem Thema „Wege zum Glauben“ oder auch „Wege des Glaubens“ gewidmet.
Jedem der Teilnehmer wurde ein DIN A  3 Zeichenbogen und Farben ausgehändigt, und wir hatten ca. 1 Std. Zeit, in einer Zeichnung unseren ganz persönlichen Weg  zum Glauben zeichnerisch darzustellen. Das schien natürlich erst einmal schwierig, einige fingen jedoch sofort an, andere brauchten etwas Zeit zum Überlegen, aber zum Schluss lagen wirklich beeindruckende Ergebnisse
vor. So haben wir dann in zwei Gruppen über unseren persönlichen  Glauben und die verschieden Wege zum Glauben diskutiert. Übereinstimmend wurde festgestellt, dass in den Gemeinden bisher in dieser Art noch nicht über den eigenen Glauben gesprochen worden ist. Aber die Glaubensgeschichte des anderen zu hören, stärkt die eigene Gewissheit.
Abends gab es dann ein gemütliches Beisammensein. Bei dieser Gelegenheit übergab Frau Pfarrerin  Falk-van Rees für das Rangsdorfer Projekt „Verein-HilfsWaisen e.V.“ an Frau Pfarrerin i.R. Erdmuthe Krafft einen Scheck in Höhe von 300 Euro des Tanzkreises unserer Gemeinde. Das hat natürlich viel Freude ausgelöst und Frau Krafft hat sich herzlich bedankt, auch das ist ein schönes Zeichen für das gewachsene Zusammengehörigkeitsgefühl unserer Gemeinden.
Am Sonntag feierten wir einen stimmungsvollen Abendmahlgottesdienst, und gegen Mittag kamen aus allen Richtungen Gemeindemitglieder, bepackt mit Töpfen und Pfannen, und im Nu war ein herrliches Buffet hergerichtet.
Für die Rückfahrt waren wir also gut gestärkt. Bei der Abfahrt schwenkten ca. 30 Leute ihre Tücher und wünschten uns eine gute Heimfahrt. Es war ein Abschied von Freunden, es war schön.


Detlef Dorn
 



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