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Neue Antependien für die Johanneskirche

Ein Jahr nach dem 75. Jubiläum sind sie fertig, die neuen liturgischen Kleider für die Johanneskirche.

Das Antependium ist ein lateinischer Begriff, der sich aus ante = vor und pendere = hängen zusammensetzt, also zu deutsch: Vorhänge. Seit dem 4.Jhd., als sich das Christentum gefestigt hatte, sind Antependien bekannt als reich verzierte und bestickte Stoffvorhänge, erst nur am Altar, später dann auch an der Kanzel und am Taufbecken. In der Johanneskirche ist nur das Kanzelantependium gebräuchlich.

In der Andacht zum Herbstfest am 21. September 2013 werden sie der Gemeinde vorgestellt und in Dienst genommen. Mit Margret Riedl haben wir eine Künstlerin gefunden, die sich auf die Herausforderung, theologische Inhalte in Bilder umzusetzen, eingelassen und mit der von ihr weiterentwickelten Filztechnik wunderbar umgesetzt hat. So hat sie für uns fünf ganz unterschiedliche Antependien entworfen, die unsere vertrauten Sehgewohnheiten durchbrechen und uns zu neuen Perspektiven ermutigen. Die Aussagen sind nicht von vorneherein eindeutig und klar – sie müssen neu bedacht und aufgeschlossen werden. Vertraute Worte werden nun mit ganz anderen Bildern in Verbindung gebracht und das fordert Widerstände heraus, ist nicht so eingängig, wie wir das vielleicht manchmal gerne hätten.

Aber ist es mit dem Wort Gottes anders?

Antependien schmücken nicht nur den Kirchraum, sondern sie lenken den Blick auch auf die Orte des Geschehens; dort, wo das Wort Gottes verkündigt wird, wo der Bund Gottes mit den Menschen geschlossen wird, wo das Mahl gefeiert wird.

Sie erschließen uns die Botschaft Gottes noch einmal mit einem anderen Sinn, dem Auge. Sie bebildern, erschließen und erinnern uns an Vertrautes und nehmen uns in den Rhythmus des Kirchenjahres mit hinein.

Das violette oder lila Antependium erscheint dreimal im Kirchenjahr, in der Adventszeit, in der Passionszeit und am Buß-und Bettag. Die Farbe Lila/Violett entsteht durch die Mischung der Farben Blau und Rot, dabei steht Blau für das Himmlische und Rot für das Blut, die Lebenskraft, das Irdische. So verbindet sich im Lila, das Himmlische mit dem Irdischen und wird dem Raum der Spiritualität zugeordnet. Advent und Passionszeit sind Vorbereitungszeiten – es sind herausgehobene Wochen im Kirchenjahr, die einstimmen wollen auf das Eingreifen Gottes in unsere Menschenwelt, die einladen über das eigene Leben und das Verhältnis zu Gott nachzudenken.

Weiß ist die Farbe des Lichts und der Gegenwart Gottes. Es gilt als Summe der Spektrumsfarben des Lichtes und steht für die Vollkommenheit, die Wahrheit, für die göttliche Kraft und kann mit Gold/Gelb kombiniert werden.
„Gott ist Licht“, heißt es in 1. Johannesbrief 1,5. Und Christus wird im Johannesevangelium das Licht der Welt genannt. Daher ist
Weiß die Christusfarbe. An allen Festen, an denen die Freude über Christi Kommen und das in ihm geschehen
Heil im Mittelpunkt steht, wird darum das weiße Antependium aufgehängt: so an Weihnachten, Epiphanias und Ostern.

Rot ist die Farbe des Feuers und des Blutes. Rot steht für das Feuer des Heiligen Geistes, das die ersten Christinnen und Christen ermutigt hat, sich zu Christus zu bekennen und dadurch die Kirche entstanden ist. Ebenso steht die Farbe Rot für das Blut der Glaubenszeugen, die Christus nachfolgten und dabei ihr eigenes Leben hingaben.

Daher ist Rot die Farbe der Kirche. Sie wird an Pfingsten, am Reformationsfest, bei der Konfirmation und beim Kirchweihtag aufgelegt.

Das grüne Antependium begleitet uns die längste Zeit im Jahr. Es begegnet uns im Kirchenjahr zum ersten Mal in der Zeit nach Weihnachten, die mit dem Fest Epiphanias endet und begleitet uns bis zum Beginn der Passionszeit. Im weiteren Lauf des Kirchenjahres führt es uns dann durch die Sonntage nach dem Trinitatisfest bis zum Ende des Kirchenjahres. Das können bis zu 24 Wochen sein.
Es ist die Zeit, die nicht durch Hoch-Zeiten und Feste geprägt ist, sondern den christlichen Alltag widerspiegelt.

In dieser Zeit werden wir durch die biblischen Texten daran erinnert, wie wir als christliche Gemeinde den Glauben an Gott in unserem Alltag leben können. Die Farbe dieser Zeiten ist das Grün. Es ist die Farbe der aufgehenden Saat, die Grundfarbe der Schöpfung.

Das Schwarz betont das Fehlen aller Farben und ist die Farbe der Trauer und des Todes. Im Gedenken an Jesu Kreuzestod wird es an Karfreitag aufgelegt und bei Trauergottesdiensten verwandt.

Das war noch einmal ein kurzer Abriss der liturgischen Farben
und ich bin gespannt, wie Ihnen unsere neuen Antependien in der Johanneskirche gefallen werden.

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Pfrin. Wilma Falk-van Rees / 18.03.2015



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