Hier ein paar wenige Eindrücke von den Besuchen, die ich mit Physiotherapeutin Lilli aus Metzingen in den letzten 10 Tagen bei den Verletzten des Neujahrsanschlags machen durfte.
Wir sind beide ziemlich "fertig" jetzt, aber es hat sich gelohnt!
Mehrere Patienten wie etwa Tharwat hier, waren so berührt von Lillis Kompetenz und Einfühlungsvermögen, dass sie mit großem Eifer begannen, ihr Befinden in die eigenen Hände zu nehmen.
Tharwat macht wieder Witze, steigt die vier Stockwerke zu seiner Wohnung herauf und herunter und wird demnächst - an Stöcken - zu Fuß einen anderen Kranken besuchen.
Birgit Hämmerle, Alexandria

Dort leben zur Zeit 75 christliche Mädchen zwischen 3 und 20 Jahren. Schwester Maria leitet das Heim mit sehr wenig personeller Unterstützung. Das funktioniert erstaunlich gut, weil das Zusammenleben wie in einer Großfamilie organisiert ist: die Älteren übernehmen Verantwortung für die Jüngeren; alle helfen mit beim Kochen, Putzen und Waschen. Finanziell ist die Lage oft schwierig, weil zu den laufenden Kosten für fast 80 Kinder und Jugendliche noch Schulgebühren, Arztkosten, Ausgaben für Mitgift bei einer Hochzeit, etc. anfallen. Wir unterstützen das Heim durch viele Sachspenden (Kleidung, Schulmaterial, Spielzeug oder Lebensmittel) und haben auch schon einen Ausflug ans Meer für die Mädchen organisiert.

     
       
 
Abschlussbericht Flutopferhilfe Abu Riisch
   
 

Im Januar 2010 verursachten starke Regenfälle in dem Assuaner Vorort Abu Riisch schwere Schäden. Abu Riisch liegt in einem Wadi. Als das Wasser von den umliegenden Hügeln herunterströmte, wurden 175 aus Lehmziegeln gebaute Häuser völlig zerstört, 230 Häuser waren einsturzgefährdet und
750 Häuser wurden unterschiedlich stark beschädigt. Die Bewohner der beschädigten Häuser waren von jeglicher staatlicher Hilfe ausgeschlossen.      
Die daraufhin durch die in Assuan ansässige Evangeliumsgemeinschaft Mittlerer Osten (EMO) und die Deutsche Evangelische Gemeinde (DEG) in Kairo initiierte Spendenaktion fand ein breites Echo.
Durch die DEG in Ägypten, eine Kirchengemeinde in Deutschland, private Personen und das Komitee des Europa Bazars wurden Spenden in Höhe von 68.165,50 EGP für die Flutopferhilfe gesammelt.      
Ein Komitee der EMO unter der Leitung von Pastor Victor Sadek wurde beauftragt, die Hilfsaktion ehrenamtlich zu koordinieren. Im Verlauf der Aktion stellte sich heraus, dass eine Kombination von Materialbeschaffung und eine Eigenbeteiligung der betroffenen Familie wohl die sinnvollste und effektivste Hilfe darstellt. Deshalb wurden durch die Spendenmittel Zement, Sand, Ziegelsteine und Transportkosten finanziert, während die Familien für die Beauftragung der Bauarbeiter und deren Arbeitslöhne zuständig waren. 
Auf diese Weise konnte 73 Familien in Abu Riisch wirkungsvoll und angemessen geholfen werden.
Zwei Familien wurde ermöglicht, stark beschädigte Räume umfassend zu erneuern, 24 Familien konnten kollabierte Mauern wieder errichten und Räume verputzen und 47 Familien konnten Risse in den Wänden ihrer Häuser reparieren und die betroffenen Räume neu verputzen.


    
    
    
    

 

Im Namen der Hilfeempfänger und der EMO, die Ihre Hilfe vor Ort zielgerichtet kanalisiert hat, danke ich allen Menschen, die sich an der Flutopferhilfe für Abu Riisch so großzügig beteiligt haben.
Dokki, den 03.01. 2012                                                                         Gerald Lauche, Pastor
 

   
       
 
Gefängnisarbeit in der DEG Kairo
   
 

Seit 20 Jahren wird in der Deutschsprachigen Evangelischen Gemeinde aktiv Gefängnisarbeit gemacht. Wöchentlich werden von einer internationalen Gruppe aus unterschiedlichen Kirchen und Gemeinden in Kairo ausländische christliche Gefan­gene besucht. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter wechseln recht häufig, da es sich fast immer um Ausländer handelt, die nur für eine gewisse Zeit in Ägypten weilen.
Aber es haben sich in den letzten Jahren auch einige Ägypter dieser Gruppe ange­schlossen.
Die Gefangenen sind Frauen und Männer, die zwischen wenigen Monaten und lebenslang in ägyptischen Gefängnissen ihre Haftstrafe absitzen müssen. Ihre Vergehen sind Drogendelikte, Mord, Betrügereien, Diebstahl, Prostitution oder illegaler Aufenthalt in Ägypten. Sie kommen aus aller Welt, die meisten
aus afrikanischen Staaten, aber viele auch aus Fernost und Südamerika, und Europäer sind auch hinter ägyptischen Gittern zu finden. Eine spezielle Gruppe ausländischer Insassen sind die vielen Flüchtlinge, die zum größten Teil aus den afrikanischen Staaten kommen und Europa als Ziel haben.
Dieser Weg über Land führt oft durch Ägypten, und wenn hier ein Flüchtling ohne Papiere festgenommen wird, landet er im Gefängnis. Bis vor kurzem hatte die UNHCR keine Erlaubnis vom ägyptischen Staat, die Flüchtlinge in den vielen Gefängnissen landesweit zu besuchen. Jetzt endlich bekam sie zum ersten Mal die Genehmigung, sich mit einigen dieser Ärmsten der Armen zu treffen.
Zu den wöchentlichen Besuchen werden Lebensmittel, Sanitärartikel, Kleidung, Schuhe, Medikamente, Brillen und andere benötigte Dinge mitgebracht. Finanziert wird die Gefängnisarbeit aus privaten Spenden, die aus der ganzen Welt eintreffen, und auch aus Mitteln der evangelischen Kirche in Deutschland.                                                                                                                      Eva Schmitz



Bei Interesse steht auch Axel Matyba (010-9510847) für Rückfragen zur Verfügung.

   
       
 

Köln, Kairo, Dresden und ein Clown im Mädchenheim

   
 

Dresden, Kirchentag 2011: Kölner und Kairoer Jugendliche machen gemeinsam einen Stand zum christlich-islamischen Dialog. Auf spielerische Art vermitteln sie, wie sie sich für ein friedliches Zusammenleben von Christen und Muslimen in Ägypten einsetzen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse wurde die Brisanz, aber auch Notwendigkeit eines solchen Engagements deutlich  - doch wie kam es zu diesem außergewöhnlichen Treffen?
Wir, das heißt junge Erwachsene aus der Evangelischen Kirchengemeinde Kalk-Humboldt  in Köln,  kooperieren seit Anfang 2008 mit der deutschen Gemeinde in Kairo zur gemeinsamen Unterstützung von Sozialarbeit. Zwei Projekte liegen uns dabei besonders am Herzen: Zum einen das Mädchenheim im Kairoer Stadtteil Agouza. Den tristen, lieblosen Alltag der Mädchen (schlecht bezahlte Betreuerinnen, Ausgangsverbot) wollen wir lebenswerter gestalten. So ermöglichten unsere Spenden den Aufbau eines Spiel- und Sportplatzes und unterstützen die jährlichen Sommerfahrten ans Rote Meer. Im Herbst 2010  selbst vor Ort, bildete eine Schifffahrt auf dem Nil mit den Mädchen den Höhepunkt unserer Fahrt. Das gemeinsame Singen, Spielen, Lachen machte augenfällig: Grenzen zwischen arm und reich, Christen und Muslimen können überwunden werden. Wir sind froh und dankbar um das bewundernswerte und beharrliche Engagement von Frau Hanna Hartmann und dem Sozialkomitee an der DEO.
Auf die Notsituation sudanesischer Flüchtlinge durch Pfarrer Matyba aufmerksam geworden, möchten wir in Zukunft auch die St. Andrews Refugee School im Zentrum Kairos unterstützen. Die Sudanesen finden nur schwer Arbeit, sind wenig angesehen, den Kindern ist der Besuch staatlicher Schulen untersagt. Momentan stehen wir gerade in Verhandlungen, wie wir die wichtige Schularbeit der Einrichtung sinnvoll unterstützen können.
So wie wir uns in Köln in enger Zusammenarbeit mit Grund- und weiterführenden Schulen für diese Menschen einsetzen, so engagieren sich auch die Schülerinnen und Schüler der DEO in Kairo für den ärmeren Teil ihres Landes. Als Begegnungsschule hat sie sich den christlich-islamischen Dialog  auf die Fahne geschrieben, im kooperativen Religionsunterricht werden beide Religionen gemeinsam unterrichtet.
Aus der 11. Jahrgangsstufe unter der Leitung von Deborah Helmbold und Axel Matyba kamen 15 Jugendliche anlässlich des Kirchentags nach Dresden – und dort trafen wir uns gemeinsam!
Die Standbetreuung und der Austausch mit den Besuchern boten viele besondere und anregende Momente. Unsere muslimischen Freunde erfuhren, was es mit einem Beffchen auf sich hat, während wir lernten, den islamischen Gebetskalender richtig zu lesen. Beim Nachtrommeln vertrackter Tabla-Rhythmen konnten die Deutschen dann aber nicht mehr mithalten…. Das Wiedersehen nutzten wir natürlich auch zum gemeinsamen Pläne schmieden, abschließend ein kleiner Ausblick: Das nächste große Highlight, was uns wieder zusammen führen wird, ist das 100-jährige Jubiläum der Deutschen Evangelischen Kirche in Kairo. Unsere Reisegruppe formiert sich gerade, über die Jugendlichen hinaus sind auch weitere Gemeindemitglieder, Multiplikatoren unserer Schulen sowie Mitarbeiter unseres Zirkus miniMUMM eingeladen. Die Zukunft wird zeigen, was sich von der Idee einer gemeindeübergreifenden Zirkusarbeit realisieren lässt - den Startschuss wollen wir mit unserem Besuch Ostern 2012 setzen!
Aus der Kölner Gemeinde: Ricarda Paas

   
       
   
       
 
Mädchenheim Agouza
 
   
 

In dem staatlichen Heim sind ca. 80 Mädchen im Alter von 6 bis17 Jahren untergebracht. Sie wurden meistens von der Polizei auf der Straße aufgegriffen oder von ihren Familien verstoßen. Das Sozialkomitee der DEO finanziert zwei Lehrerinnen, die den Mädchen Unterricht erteilen und sie auf einen Schulabschluss vorbereiten. Hierzu wurden in den letzten Jahren ebenfalls zwei Klassenräume ausgebaut.
Hanna Hartmann vom Sozialkomitee besucht regelmäßig mit Schülerinnen der DEO die Mädchen, hört sich ihre Sorgen und Nöte an und bringt jedesmal Kleidung oder auch Kosmetikartikel mit. Regelmäßig wird sie dabei auch von Gemeindegliedern begleitet, die ebenfalls Sachspenden mitbringen.

   
       
 
Ein Lepradorf
   
 

Die Leprakolonie Abu Zabaal liegt in der Wüste im Nordosten von Kairo. Sie besteht aus einem Krankenhaus für akute Fälle, in dem ca. 300 Patienten behandelt werden. Ferner gibt es eine Frauenabteilung mit ebenfalls ca. 300 Frauen, bei denen die Krankheit zum Stillstand gekommen ist, die aber weiterhin eine Therapie benötigen. Drei bis vier Frauen teilen sich hier einen Raum und verpflegen sich selbst. Entsprechend gibt es eine Männerabteilung.

Im Dorf der Kolonie leben und arbeiten die als geheilt Entlassenen. Durch ihre sichtbare Verstümmelung ist für sie eine Eingliederung in die Gesellschaft nicht möglich. Die Kinder im Dorf können einen Kindergarten und die Schule besuchen. Ausbildungen in Elektrotechnik und Holzverarbeitung sowie Müllrecycling bieten die Möglichkeit, den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen.

   
       
 
Gemeinsam ... 
   
 

Unsere Gemeinde freut sich, wenn Sie unsere diakonischen Aktivitäten mit einer Spende unterstützen:

Bank für Kirche und Diakonie Dortmund
Kontonummer    10 10 99 60 11

BLZ                        350 601 90

Unter Verwendungszweck nennen Sie uns bitte das Projekt, das Sie unterstützen wollen,
zum Beispiel Fagalla   ODER   Gefängnisarbeit   ODER   Sudanesenschule   ODER   ...

   
       
       
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