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Abschlussbericht Flutopferhilfe Abu Riisch |
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Im Januar 2010
verursachten starke Regenfälle in dem Assuaner Vorort Abu Riisch schwere
Schäden. Abu Riisch liegt in einem Wadi. Als das Wasser von den umliegenden
Hügeln herunterströmte, wurden 175 aus Lehmziegeln gebaute Häuser völlig
zerstört, 230 Häuser waren einsturzgefährdet und
750 Häuser wurden unterschiedlich stark beschädigt. Die Bewohner der
beschädigten Häuser waren von jeglicher staatlicher Hilfe ausgeschlossen.
Die daraufhin durch die in Assuan ansässige Evangeliumsgemeinschaft
Mittlerer Osten (EMO) und die Deutsche Evangelische Gemeinde (DEG) in Kairo
initiierte Spendenaktion fand ein breites Echo.
Durch die DEG in Ägypten, eine Kirchengemeinde in Deutschland, private
Personen und das Komitee des Europa Bazars wurden Spenden in Höhe von
68.165,50 EGP für die Flutopferhilfe gesammelt.
Ein Komitee der EMO unter der Leitung von Pastor Victor Sadek wurde
beauftragt, die Hilfsaktion ehrenamtlich zu koordinieren. Im Verlauf der
Aktion stellte sich heraus, dass eine Kombination von Materialbeschaffung
und eine Eigenbeteiligung der betroffenen Familie wohl die sinnvollste und
effektivste Hilfe darstellt. Deshalb wurden durch die Spendenmittel Zement,
Sand, Ziegelsteine und Transportkosten finanziert, während die Familien für
die Beauftragung der Bauarbeiter und deren Arbeitslöhne zuständig waren.
Auf diese Weise konnte 73 Familien in Abu Riisch wirkungsvoll und angemessen
geholfen werden.
Zwei Familien wurde ermöglicht, stark beschädigte Räume umfassend zu
erneuern, 24 Familien konnten kollabierte Mauern wieder errichten und Räume
verputzen und 47 Familien konnten Risse in den Wänden ihrer Häuser
reparieren und die betroffenen Räume neu verputzen.




Im
Namen der Hilfeempfänger und der EMO, die Ihre Hilfe vor Ort zielgerichtet
kanalisiert hat, danke ich allen Menschen, die sich an der Flutopferhilfe
für Abu Riisch so großzügig beteiligt haben.
Dokki, den 03.01. 2012
Gerald Lauche, Pastor
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Gefängnisarbeit in der DEG Kairo |
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Seit 20 Jahren wird in der Deutschsprachigen Evangelischen Gemeinde aktiv
Gefängnisarbeit gemacht. Wöchentlich werden von einer internationalen Gruppe
aus unterschiedlichen Kirchen und Gemeinden in Kairo ausländische
christliche Gefangene besucht. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter wechseln
recht häufig, da es sich fast immer um Ausländer handelt, die nur für eine
gewisse Zeit in Ägypten weilen.
Aber es haben sich in den letzten Jahren auch einige Ägypter dieser Gruppe
angeschlossen.
Die Gefangenen sind Frauen und Männer, die zwischen wenigen Monaten und
lebenslang in ägyptischen Gefängnissen ihre Haftstrafe absitzen müssen. Ihre
Vergehen sind Drogendelikte, Mord, Betrügereien, Diebstahl, Prostitution
oder illegaler Aufenthalt in Ägypten. Sie kommen aus aller Welt, die meisten
aus afrikanischen Staaten, aber viele auch aus Fernost und Südamerika, und
Europäer sind auch hinter ägyptischen Gittern zu finden. Eine spezielle
Gruppe ausländischer Insassen sind die vielen Flüchtlinge, die zum größten
Teil aus den afrikanischen Staaten kommen und Europa als Ziel haben.
Dieser Weg über Land führt oft durch Ägypten, und wenn hier ein Flüchtling
ohne Papiere festgenommen wird, landet er im Gefängnis. Bis vor kurzem hatte
die UNHCR keine Erlaubnis vom ägyptischen Staat, die Flüchtlinge in den
vielen Gefängnissen landesweit zu besuchen. Jetzt endlich bekam sie zum
ersten Mal die Genehmigung, sich mit einigen dieser Ärmsten der Armen zu
treffen.
Zu den wöchentlichen Besuchen werden Lebensmittel, Sanitärartikel, Kleidung,
Schuhe, Medikamente, Brillen und andere benötigte Dinge mitgebracht.
Finanziert wird die Gefängnisarbeit aus privaten Spenden, die aus der ganzen
Welt eintreffen, und auch aus Mitteln der evangelischen Kirche in
Deutschland.
Eva Schmitz
Bei Interesse steht auch Axel Matyba (010-9510847) für Rückfragen zur
Verfügung.
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Köln, Kairo, Dresden und ein Clown im Mädchenheim
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Dresden, Kirchentag 2011: Kölner
und Kairoer Jugendliche machen gemeinsam einen Stand zum
christlich-islamischen Dialog. Auf spielerische Art vermitteln sie, wie sie
sich für ein friedliches Zusammenleben von Christen und Muslimen in Ägypten
einsetzen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse wurde die Brisanz,
aber auch Notwendigkeit eines solchen Engagements deutlich
- doch wie kam es zu diesem
außergewöhnlichen Treffen?
Wir, das heißt junge Erwachsene aus der Evangelischen Kirchengemeinde
Kalk-Humboldt in Köln,
kooperieren seit Anfang 2008 mit der
deutschen Gemeinde in Kairo zur gemeinsamen Unterstützung von Sozialarbeit.
Zwei Projekte liegen uns dabei besonders am Herzen: Zum einen das
Mädchenheim im Kairoer Stadtteil Agouza. Den tristen, lieblosen Alltag der
Mädchen (schlecht bezahlte Betreuerinnen, Ausgangsverbot) wollen wir
lebenswerter gestalten. So ermöglichten unsere Spenden den Aufbau eines
Spiel- und Sportplatzes und unterstützen die jährlichen Sommerfahrten ans
Rote Meer.
Im
Herbst 2010 selbst vor Ort, bildete eine Schifffahrt auf dem Nil mit
den Mädchen den Höhepunkt unserer Fahrt. Das gemeinsame Singen, Spielen,
Lachen machte augenfällig: Grenzen zwischen arm und reich, Christen und
Muslimen können überwunden werden. Wir sind froh und dankbar um das
bewundernswerte und beharrliche Engagement von Frau Hanna Hartmann und dem
Sozialkomitee an der DEO.
Auf die Notsituation sudanesischer Flüchtlinge durch Pfarrer Matyba
aufmerksam geworden, möchten wir in Zukunft auch die St. Andrews Refugee
School im Zentrum Kairos unterstützen. Die Sudanesen finden nur schwer
Arbeit, sind wenig angesehen, den Kindern ist der Besuch staatlicher Schulen
untersagt. Momentan stehen wir gerade in Verhandlungen, wie wir die wichtige
Schularbeit der Einrichtung sinnvoll unterstützen können.
So
wie wir uns in Köln in enger Zusammenarbeit mit Grund- und weiterführenden
Schulen für diese Menschen einsetzen, so engagieren sich auch die
Schülerinnen und Schüler der DEO in Kairo für den ärmeren Teil ihres Landes.
Als Begegnungsschule hat sie sich den christlich-islamischen Dialog
auf die Fahne geschrieben, im
kooperativen Religionsunterricht werden beide Religionen gemeinsam
unterrichtet.
Aus der 11. Jahrgangsstufe unter der Leitung von Deborah Helmbold und Axel
Matyba kamen 15 Jugendliche anlässlich des Kirchentags nach Dresden – und
dort trafen wir uns gemeinsam!
Die Standbetreuung und der Austausch mit den Besuchern boten viele besondere
und anregende Momente. Unsere muslimischen Freunde erfuhren, was es mit
einem Beffchen auf sich hat, während wir lernten, den islamischen
Gebetskalender richtig zu lesen. Beim Nachtrommeln vertrackter Tabla-Rhythmen
konnten die Deutschen dann aber nicht mehr mithalten…. Das
Wiedersehen nutzten wir natürlich auch zum gemeinsamen Pläne schmieden,
abschließend ein kleiner Ausblick: Das nächste große Highlight, was uns
wieder zusammen führen wird, ist das 100-jährige Jubiläum der Deutschen
Evangelischen Kirche in Kairo. Unsere Reisegruppe formiert sich gerade, über
die Jugendlichen hinaus sind auch weitere Gemeindemitglieder,
Multiplikatoren unserer Schulen sowie Mitarbeiter unseres Zirkus miniMUMM
eingeladen. Die Zukunft wird zeigen, was sich von der Idee einer
gemeindeübergreifenden Zirkusarbeit realisieren lässt - den Startschuss
wollen wir mit unserem Besuch Ostern 2012 setzen!
Aus der Kölner Gemeinde: Ricarda Paas
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Hier ein paar wenige Eindrücke von den Besuchen, die ich mit
Physiotherapeutin Lilli aus Metzingen in den letzten 10 Tagen bei den
Verletzten des Neujahrsanschlags machen durfte.
Wir sind beide ziemlich "fertig" jetzt, aber es hat sich gelohnt!
Mehrere Patienten wie etwa Tharwat hier, waren so berührt von Lillis
Kompetenz und Einfühlungsvermögen,
dass
sie mit großem Eifer begannen, ihr Befinden in die eigenen Hände zu
nehmen.
Tharwat macht wieder Witze, steigt die vier Stockwerke zu seiner Wohnung
herauf und herunter und wird demnächst - an Stöcken - zu Fuß einen
anderen Kranken besuchen.
Birgit Hämmerle, Alexandria
Dort leben zur Zeit
75 christliche Mädchen zwischen 3 und 20 Jahren. Schwester Maria leitet
das Heim mit sehr wenig personeller Unterstützung. Das funktioniert
erstaunlich gut, weil das Zusammenleben wie in einer Großfamilie
organisiert ist: die Älteren übernehmen Verantwortung für die Jüngeren;
alle helfen mit beim Kochen, Putzen und Waschen. Finanziell ist die Lage
oft schwierig, weil zu den laufenden Kosten für fast 80 Kinder und
Jugendliche noch Schulgebühren, Arztkosten, Ausgaben für Mitgift bei
einer Hochzeit, etc. anfallen. Wir unterstützen das Heim durch viele
Sachspenden (Kleidung, Schulmaterial, Spielzeug oder Lebensmittel) und
haben auch schon einen Ausflug ans Meer für die Mädchen organisiert.
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Mädchenheim Agouza
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In dem staatlichen
Heim sind ca. 80 Mädchen im Alter von 6 bis17 Jahren untergebracht. Sie
wurden meistens von der Polizei auf der Straße aufgegriffen oder von
ihren Familien verstoßen. Das Sozialkomitee der DEO finanziert zwei
Lehrerinnen, die den Mädchen Unterricht erteilen und sie auf einen
Schulabschluss vorbereiten. Hierzu wurden in den letzten Jahren
ebenfalls zwei Klassenräume ausgebaut.
Hanna Hartmann vom Sozialkomitee besucht regelmäßig mit Schülerinnen der
DEO die Mädchen, hört sich ihre Sorgen und Nöte an und bringt jedesmal
Kleidung oder auch Kosmetikartikel mit. Regelmäßig wird sie dabei auch
von Gemeindegliedern begleitet, die ebenfalls Sachspenden mitbringen.
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Ein Lepradorf
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Die Leprakolonie
Abu Zabaal liegt in der Wüste im Nordosten von Kairo. Sie besteht aus
einem Krankenhaus für akute Fälle, in dem ca. 300 Patienten behandelt
werden. Ferner gibt es eine Frauenabteilung mit ebenfalls ca. 300
Frauen, bei denen die Krankheit zum Stillstand gekommen ist, die aber
weiterhin eine Therapie benötigen. Drei bis vier Frauen teilen sich hier
einen Raum und verpflegen sich selbst. Entsprechend gibt es eine
Männerabteilung.
Im Dorf der Kolonie
leben und arbeiten die als geheilt Entlassenen. Durch ihre sichtbare
Verstümmelung ist für sie eine Eingliederung in die Gesellschaft nicht
möglich. Die Kinder im Dorf können einen Kindergarten und die Schule
besuchen. Ausbildungen in Elektrotechnik und Holzverarbeitung sowie
Müllrecycling bieten die Möglichkeit, den eigenen Lebensunterhalt zu
verdienen.
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Gemeinsam ... |
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Unsere Gemeinde freut sich, wenn Sie unsere diakonischen Aktivitäten mit
einer Spende unterstützen:
Bank für Kirche und Diakonie Dortmund
Kontonummer 10 10 99 60 11
BLZ
350 601 90
Unter Verwendungszweck nennen Sie uns bitte das
Projekt, das Sie unterstützen wollen,
zum Beispiel Fagalla ODER Gefängnisarbeit
ODER Sudanesenschule ODER ...
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