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Seit dem 31.
Januar 2012 steht fest, wer nach dem Vertragsende von Pfarrehepaar
Busse/Matyba die Pfarrstelle in Kairo übernehmen wird. Die Gemeinde
hatte die Wahl zwischen zwei sehr gut qualifizierten Bewerbern und hat
sich auf der – übrigens sehr gut besuchten – Gemeinde-versammlung mit
einer klaren Mehrheit für das Pfarrehepaar Nadia und Stefan El Karsheh
ausgesprochen. Da das Ehepaar noch in einem Adoptionsverfahren steckt
und während
dieser Zeit nicht mit dem Adoptionspflegekind ins Ausland ziehen darf,
muss die Gemeinde
eine bis zu halbjährige Vakanz mit einer Vertretung überbrücken.
Wir bemühen uns um eine gute Lösung.
Es folgt
ein Brief, mit
dem sich das frisch gewählte Pfarrehepaar an die Gemeinde wendet,
so wie eine Vorstellung.
Liebe Gemeinde in Kairo,
liebe Mitglieder des Kirchenvorstandes, liebe Andrea, lieber Axel,
die Nachricht von unserer Wahl hat bei uns große Freude ausgelöst.
Natürlich haben wir am 31. Januar den ganzen Tag mit Spannung auf die
Uhr geschaut! Und als dann abends das Handy klingelte, und Axel Matyba
uns "Mabruk" wünschte, konnten wir es kaum fassen! Für uns erfüllt sich
damit nach dem lang ersehnten zweiten Kind nun auch der zweite große
Wunsch. Unglaublich aber wahr!
Wir danken Ihnen und Euch für das Vertrauen und die Bereitschaft, gerade
in diesen Tagen eine Vakanz in Kauf zu nehmen. Wir verstehen die Wahl
auch als Auftrag, die guten Wege, die mit den jetzigen Stelleninhabern
eingeschlagen wurden, in Zukunft weiterzugehen und mit Ihnen zusammen
weiterzuentwickeln. Darauf freuen wir uns sehr!
Was den Zeitraum des Adoptionsverfahrens angeht, haben wir bereits
Kontakt mit dem vermittelnden Verein aufgenommen. Wir brauchen jetzt vor
allem Transparenz, damit wir gemeinsam daran arbeiten können, die
Adoption nicht länger dauern zu lassen als nötig. Wir sind auf einem
guten Weg.
Nochmals ein großes Dankeschön für die herzliche Aufnahme des einen
Teils der El Karsheh-Familie, der andere Teil wird sehr gerne folgen.
Vielleicht bietet sich in diesem Jahr die Möglichkeit zu einem
Vorabbesuch - aber diesmal mit der ganzen Familie!
Wir wünschen Ihnen und Euch von hier aus viel Kraft und alles, was nötig
ist, in dieser besonderen Situation. Falls es etwas gibt, das wir von
hier aus tun können, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf!
Es grüßen Sie herzlich und wünschen Ihnen Gottes Segen
Ihre Nadia und Stefan El Karsheh
mit Junis und Lia
Nadia
und Stefan El Karsheh
An der St.-Johanniskirche 9
29439 Lüchow
Tel.: 05841-6826
Mobil: 0160-2442521
Email:
el_karsheh@freenet.de
Vorstellung:
Stefan El Karsheh
Biographie:
(Geburtsname: Tütken).
Geboren am 14. September 1972 in Oldenburg/Oldb., Abitur 1992,
Studium in Münster und Heidelberg bis 2000, Vikariat im südlichen
Hamburger Raum.
Am 19. August 2000 Heirat mit Nadia
El Karsheh in der Peterskirche zu Heidelberg.
2007 Adoption von Junis El Karsheh,
29. 12. 2011 kommt Lia zu uns in Adoptivpflege.
Am 24. Mai 2003 wurden wir gemeinsam in der St.-Johannis-Kirche Lüchow
(Landkreis Lüchow-Dannenberg, Ostniedersachsen, bekannt durch Gorleben)
ordiniert. Wir arbeiten seit über acht Jahren als stellenteilendes
Pfarrehepaar auf 1,25 Stellen (ein Viertel gehört zur
Kreisjugendpastorin).
Theologisches Interesse:
Rudolf Bultmann, Wilfried Härle und Gerhard Ebeling, in der Ökumene:
Dietrich Ritschl. Altes Testament
und sein religionsgeschichtlicher Hintergrund (hier spielte Ägypten eine
wichtige Rolle). Islam in religionswissenschschaftlicher Sicht (Theo
Sundermeyer).
Aus einer intensiven Frömmigkeit in der Jugend ist in kritischer
Bearbeitung das Interesse an einem mündigen Glauben in dieser Zeit
geworden, das nach gelebter Praxis fragt.
Warum Kairo?
Durch die Verbindung zur Familie meiner Frau nach Jordanien, die wir
seit 1998 regelmäßig besuchen, ist der Wunsch gereift, in diesem
Kulturkreis zu leben und zu arbeiten.
Dazu kommt das Interesse an Ökumene, Dialog mit dem Islam, Arbeit an
einer Schule
wie der DEO und die Freude an der Kultur und der Sprache.
Qualitäten:
Organisation (Geschäftsführung in der Lüchower KG), Kreativität,
Teamfähigkeit, Seelsorge, Gottesdienste, Jugend- und Konfirmandenarbeit,
Erwachsenenbildung (Glaubenskurse) Fundraising, Weltanschauungsarbeit.
Nadia El Karsheh
Biographie:
Geboren am 18. Juni 1973 in Stade. 1993 Abitur in Buxtehude, Studium in
Bethel und Heidelberg bis 2000, Vikariat in Nenndorf/Rosengarten.
Hochzeit, Kinder und derzeitige Beschäftigung siehe oben
Theologisches Interesse:
Martin Luther und "Die Freiheit eines Christenmenschen", Dietrich
Ritschl in der Ökumene, Christian Möller in der "seelsorglichen
Predigt". Großes Interesse am Islam,
am Verhältnis zu Judentum und Israel, an der orthodoxen Kirche
(griechisch-orthodox getauft, Familie in Amman ist orthodox). Ein in der
Tradition verwurzelter und zugleich in der gesellschaftlichen Realität
anknüpfender, engagierter Glaube, ist für mich das Zeichen für
lebendiges Christentum in der Gegenwart.
Warum Kairo?
Aufenthalt als Schülerin in Amman und Sprachenstudium haben für die
arabische Kultur und den islamischen Kontext sensibilisiert. Ein
Gemeindepraktikum in Bethlehem während der 2. Intifada haben das
Interesse an den Themen Israel, Palästina, Dialogarbeit und Ökumene noch
stärker ausgeprägt. Der familiäre Hintergrund mit den Verwandten in
Amman bietet seit je her eine lange Bindung an den Nahen Osten. Außerdem
ist das Konzept der DEO ansprechend, die Arbeit in der KiTa macht
neugierig. Der Versuch, 2003 ein Auslandsvikariat in Kairo zu
absolvieren, ist an der Hannoverschen Landeskirche gescheitert.
Qualitäten:
Aufgeschlossenheit, Teamfähigkeit, viele Jahre Verantwortung für eine
große Kindertagesstätte (mit Gottesdiensten, Fortbildungen und Planungen
für ein Familienzentrum), Jugendarbeit (Jugendfreizeiten,
Teamschulungen, Jugendgottesdienste), Gottesdienste, Seelsorge,
Kreativität, Arabische Sprache.
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„Selig
sind, die Frieden stiften“ – so heißt es in der Bergpredigt. Frieden
stiften oder auch nur Frieden untereinander halten,
das ist schwer – für Große und Kleine. Das fängt bei den ewigen
Streitereien unter Geschwistern an und setzt sich bis in die Politik
fort. Die Sehnsucht nach Frieden aber ist groß.
Wie schaffen wir es, friedlicher miteinander umzugehen?
Darüber wollen wir uns im Wüstengottesdienst spielerisch Gedanken
machen.
Danach wollen wir miteinander essen und freuen uns,
wenn alle etwas für das Buffet mitbringen – möglichst fingerfood.
Herzliche Einladung an Große und Kleine zum
Wüstengottesdienst im Wadi Digla,
Freitag, 10. Februar 2012 um 10.00 Uhr.
Bitte folgendes mitbringen: Beitrag für das Buffet, Sitzgelegenheit
(Decke, Kissen, Klappstuhl), 10 LE Eintritt für das Wadi.
Wer eine Mitfahrgelegenheit bieten kann (vor allem im Geländewagen ins
Wadi hinein) oder braucht, kann sich an Anita Bokor wenden: 0100 17 68
052.
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Wer
für eine begrenzte Zeit ins Ausland geht,
muss lernen Abschied zu nehmen: Zunächst Abschied von der Heimat, dann
immer wieder Abschied von all den anderen „Befristeten“,
mit denen man sich gerade angefreundet hat,
und dann noch einmal bei der Rückkehr.
Den eigenen Abschied von Kairo erleben Menschen sehr unterschiedlich:
Manche sind nur froh, endlich wegzukommen, gerade in diesen eher
unruhigen Zeiten; Andere haben sich sehr wohl gefühlt in ihrer
Wahlheimat und lösen sich nur schwer. Bei den meisten gibt es wohl ein
weinendes und ein lachendes Auge. Man weiß, was man vermissen wird und
worauf man sich freut. Mal überwiegt das eine, mal das andere.
Wer irgendwo geht, kommt irgendwo anders an – und das Ankommen in der
vermeintlich vertrauten Heimat, so beschreiben viele Rückkehrer, ist oft
schwieriger als erwartet. Wer in ein heimatliches Umfeld zurück geht,
dem gesteht man einen Kulturschock nicht zu, und doch gibt es das Gefühl
der Fremdheit. Auslandserfahrungen verändern uns, aber nicht jeder
zuhause will davon hören. „Aber in Kairo war das doch so und so“ -
schnell fühlen sich Zuhausgebliebene von solchem Mitteilungsbedürfnis
genervt.
Nutzen wir also die Chance, uns gemeinsam auf Abschied und Neuanfang
vorzubereiten. Wir laden alle, die in der nächsten Zeit Kairo verlassen,
ein zu einer Auszeit in Anafora, bevor der organisatorische Umzugsstress
beginnt.
Termin:
15. 03. – 17. 03. 2012, Abfahrt Do (nach)mittags an der DEO,
Rückkehr Sa nachmittags an die DEO.
Mitbringen:
Taschenlampen, Autan, Reisepass.
Über Kuchenspenden für den Nachmittagskaffee freuen wir uns.
Kinderbetreuung wird organisiert. Je
nach Alter wollen wir uns auch mit den Kindern thematisch mit der
bevorstehenden Rückkehr beschäftigen.
Kosten:
350 L.E. pro Erwachsener, 125 L.E. pro Kind (ab dem 3. Kind frei).
Bitte bei der Anmeldung das Alter der Kinder mit angeben! Teilnehmerzahl
begrenzt.
Vorbereitungsteam: Reinhard Grätz,
Gerald und Ingrid Lauche, Deborah Helmbold
Anmeldung: bei Anita Bokor,
Telefon: 010 -1768052
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