Gelebte Inklusion: "Das hier ist normal"

Menschen mit Behinderungen sind gesellschaftlich oft ausgeschlossen. Nicht so in einem Dorf im Bergischen Land. Hier leben Menschen mit und ohne Behinderung zusammen

"Ich habe lieber hundert behinderte Menschen als einen bösen Nachbarn neben mir wohnen", sagt der 84-jährige Friedhelm Thönes, großgeworden in der Kleinstadt Wiehl. Dort schaffte die Fliedner-Stiftung 1908 im Ortsteil Wald ein Zuhause für Menschen mit psychischen Erkrankungen: die Einrichtung "Waldruhe". Ihre Bewohner nehmen im dörflich geprägten Ortsteil Wald am alltäglichen Leben teil. Sie organisieren jedes Jahr das Kartoffelfest und feiern Karneval - wie Hans Ruckert, als 2Prinz Hans I". Auch seine Mitbewohnerin Elke Bein ist in "Waldruhe" angekommen. "Hier in der Natur kann ich mich von meinen Schicksalsschlägen erholen", sagt sie. "Das hier ist keine Psychiatrie. Das hier ist normal."

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