Diakonie
Spenden statt Geschenke
Weil die Kundinnen und Kunden der Marx-Apotheken auf Weihnachtspräsente verzichteten, können sich die "Heinzelwerker" und die "Lila Feen" des Diakonischen Werkes nun über Spenden von je 777 Euro freuen.Die Kunden der drei Marx-Apotheken hatten in der Adventszeit unter dem Motto „Sie sind ein Freudeschenker“ auf ein Weihnachtsgeschenk verzichtet. Das Geld kommt nun zwei Projekten der Diakonie zugute: Jeweils 777 Euro konnte das Apotheken-Team an das „Heinzelwerk“ und die „Lila Feen“ überreichen.
Die Idee zum „Heinzelwerk“ hatte Erich Reichertz. Seit 2010 übernimmt das Team ehrenamtlich kleine Alltagsarbeiten für alte und bedürftige Menschen, die diese nicht allein bewältigen können. Der Einsatz der Heinzelwerker reicht vom Aufhängen von Bildern über das Richten von Stuhlbeinen bis zur Unterstützung bei Schriftwechseln. Begleitet wird das Projekt vom Centrum für bürgerschaftliches Engagement (CBE), das die Ehrenamtlichen unterstützt (Tel. 970 68 13), und vom Diakonischen Werk im Evangelischen Kirchenkreis An der Ruhr, das die Anfragen von Hilfesuchenden entgegennimmt und weiterleitet (Tel. 3003 277).
Die „Lila Feen“ sind Frauen, die stundenweise Kinder von Alleinerziehenden betreuen, die sich keine Tagesmutter oder Kinderbetreuung leisten können. So sollen die Mütter und Väter befähigt werden, weiter ihrem Beruf nachzugehen oder ihre Ausbildung, ihr Studium zu beenden. Initiiert wurde das Projekt von Ilse Schwarzer, die selbst alleinerziehend war und die Probleme gut kennt. Begleitet werden die Damen von Fachleuten der Evangelischen Familienbildungsstätte. Ebenfalls als professioneller Partner im Boot ist das Diakonische Werk im Evangelischen Kinderkreis An der Ruhr. In dessen Telefonzentrale können sich alle am Projekt Interessierten melden, ob sie nun Hilfe anbieten möchten oder suchen (Tel. 3003 277).
Die stolze Summe von 5000 Euro konnte Apotheker Patrick Marx an Dr. Ursula Faupel übergeben; die Kinderärztin ist Vorsitzende des Mülheimer Ortsvereins des Kinderschutzbundes. Seit 1977 setzen sich die Mülheimer Mitglieder, aktuell sind es rund 170, für das Wohl der Kinder und deren Rechte ein. Zum vielfältigen Angebot des Vereins in seiner Geschäftsstelle an der Schloßstraße 31 gehören die Ärztliche Beratungsstelle gegen Vernachlässigung und Misshandlung von Kindern, der Spielpunkt Innenstadt sowie eine Still- und Wickelmöglichkeit. Außerdem betreibt der Kinderschutzbund einen Kinderladen, eine Hausaufgabenhilfe und eine Mädchengruppe in der Stadt.
13.02.2012
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