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für den 15.08.2018

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„Women of God“ – Witwen in der Gemeinde Ubungo, die sich in einer Gruppe gegenseitig unterstützen. „Women of God“ – Witwen in der Gemeinde Ubungo, die sich in einer Gruppe gegenseitig unterstützen.

Chorreise

Eindrücke aus Tansania

Zweieinhalb Wochen musikalische Begegnungen in Tansania: Ein Projektchor aus Mülheim hat sich auf eine Reise in den afrikanischen Partnerkirchenkreis begeben. Was sie dort in Konzerten, Besuchen und in ihren Gastfamilien erleben, beschreibt ein Reisetagebuch. 

Gruppenfoto des Projektschors mit den „church elders“, den Presbytern der Gemeinde Mbezi Beach. Gruppenfoto des Projektschors mit den „church elders“, den Presbytern der Gemeinde Mbezi Beach.

„Lobet den Herren“ haben die 13 Mülheimer Sängerinnen und Sänger genauso im Gepäck wie das Steigerlied, Gospels und Gesänge aus der Gregorianik. Und, Ehrensache als Mülheimer Delegation, auch einige Lieder des pietistischen Predigers Gerhard Tersteegen, die man mit Texten in Kisuaheli auch in Tansania gerne singt.

Was die Sängerinnen und Sänger erleben, fassen sie in einem Reisetagebuch zusammen, das auf der Internetseite des Kirchenkreises An der Ruhr veröffentlicht ist. Chormitglied Amrei Hoffmann, 24, beschreibt zum Beispiel den ersten Gottesdienstbesuch in der Kirche von Mbezi Beach.

„Um viertel nach 6 wurden wir mit einem kleinen Bus abgeholt und es ging samt Gepäck in die Kirche von Mbezi Beach. Auf dem Weg haben wir uns eingesungen und konnten einen ersten kurzen, aber wunderschönen Blick auf den indischen Ozean genießen. Dort angekommen ging es sofort in den ersten Gottesdienst, der bis nach halb 10 ging.

Der Gottesdienst war sehr außergewöhnlich für uns, es war alles, außer Gerald Hillebrands Predigt, auf Suaheli, sodass wir nichts verstanden haben, es wurde auch sehr viel gesungen und vor allem hat jeder mitgesungen, die Kirche war sowieso super gut besucht. Bei der Kollekte muss man nach vorne gehen und das ganze wurde zwei Mal gemacht (ist sowas wie die Kirchensteuer bei uns).

Gegen Ende des Gottesdienstes konnten alle nach vorne kommen, die Probleme haben und dann wurde für sie gebetet, zunächst mit Musik und für unseren Geschmack etwas zu laut und eindringlich. Einige sind so ergriffen, dass sie sogar zu Boden fallen, sie werden aber von den bereit stehenden Helfern aufgefangen und gehalten. Es war gut, dass wir in Deutschland darüber geredet haben, so waren wir zumindest ein wenig vorbereitet.“

An den Gottesdienst in Mbezi Beach schloss sich noch ein großes Konzert mit der Beteiligung von 13 Chören an. Der Live-Mitschnitt ist bei YouTube verfügbar. Neben Auftritten in Gottesdiensten stehen auch die Besuche bei verschiedenen Projekten auf dem Reiseprogramm. Unter anderem bei einer Gemeinschaft von Witwen in Ubungo.

„In Ubungo Church haben wir die ,Women of God‘ getroffen. Das sind Witwen, die in Daressalam wohnen und sich in einem Projekt gegenseitig zu unterstützen, Gemeinschaft erleben und sich gegenseitig finanziell absichern.

Zunächst sangen wir einige Lieder, anschließend sollte beim gemeinsamen Kaffee ein Austausch stattfinden, dabei wurde jedoch die sprachliche Barriere sehr deutlich. Markus hat den Dolmetscher gemacht und so konnten noch einige Fragen geklärt werden, zum Beispiel, ob es möglich ist, noch einmal zu heiraten.

Sobald Markus die Frage ausgesprochen hatte, fingen die Frauen leise an zu lachen, schüttelten teilweise den Kopf und uns war die Antwort sofort klar: nein! Wortlaut: In Tansania werden die Frauen geheiratet! Wenn sie Glück haben, dürfen sie die Kinder behalten, aber eigentlich verlieren sie alles. Da kann man wirklich dankbar für unser System und die Gesellschaft in Deutschland sein.“

Was die Sängerinnen und Sänger sonst noch in ihren Gastfamilien, in Gottesdiensten oder bei Besuchen einer Mädchenschule, eines Pfarrkonvents und des Nationalmuseums bisher erlebt haben, kann online in ihrem Reisetagebuch nachgelesen werden. Auch auf der Facebookseite des Kirchenkreises An der Ruhr gibt es aktuelle Beiträge zur Reise.

Der eigens für diesen Besuch gegründete Projektchor setzt sich aus Chormitgliedern fast aller Gemeinden im Kirchenkreis zusammen. Geleitet wird die Gruppe von Superintendent Gerald Hillebrand, Pfarrerin Ursula Thomé vom Gemeindedienst für Mission und Ökumene und Kantor Sven Schneider von der Kirchenmusik Links der Ruhr als musikalischem Leiter.

Die Partnerschaft des Kirchenkreises An der Ruhr mit dem Kirchenkreis „Northern District“ in Daressalam/Tansania gibt es seit 2007. Mit der Chorreise soll die Partnerschaft nun auf eine breite Basis gestellt werden.

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ekir.de / KK An der Ruhr, red / 24.07.2018



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