Inhalt
1. Einführung
|
| versammeln wir Menschen, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern, | |
| ermutigen wir Menschen, ihren Glauben zu leben, | |
| schaffen wir Gelegenheiten gemeinsamen Nachdenkens und Lebens, | |
| begleiten wir Menschen in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen, | |
| machen wir auch Kinder und Jugendliche mit den zentralen Aussagen des christlichen Glaubens vertraut, | |
| feiern wir mit der Gemeinde und laden Nachbarn und Mitbürger herzlich dazu ein, | |
| beteiligen wir uns an der Gestaltung des Gemeinwesens und des Zusammenlebens auf dem Dönberg. |
Wir stehen mit unserer Arbeit in der Gemeinschaft der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Evangelischen Kirche in Deutschland. Als christliche Gemeinde wissen wir uns verbunden mit der weltweiten Ökumene und pflegen Kontakte zu anderen christlichen Kirchen bzw. Gemeinschaften.
Wir möchten Menschen anderer Religionsgemeinschaften mit Achtung und Gastfreundschaft begegnen.
Die ständige Besinnung auf Gottes Wort und das Gebet bilden die Grundlage für unser Handeln. In dem derart vorgeprägten Rahmen orientieren wir unser Angebot an den Wünschen und Bedürfnissen der Gemeinde. Dies bedeutet auch, dass wir unsere Zielsetzungen immer wieder in kritischer Betrachtung überprüfen und die erreichten Ergebnisse sorgfältig kontrollieren müssen.
Die vorgelegte Gemeindekonzeption spiegelt den gegenwärtigen Stand wider, wie er sich einerseits aus den Ansprüchen der jetzigen Gemeindezusammensetzung ergibt und andererseits durch die bestehenden Ressourcen der Mitarbeitenden, des Raumangebotes sowie durch die finanzielle Ausstattung möglich ist. Veränderungen können sich aus einem Strukturwandel der Gemeinde, aus Schwerpunktverschiebungen gesellschaftlicher Wertvorstellungen aber auch aus der Verschlechterung der ökonomischen Rahmenbedingungen ergeben. Wir wissen, dass wir in unserem Handeln auf veränderte Anforderungen reagieren müssen und haben daher vor, diese Konzeption in Abständen zu überdenken und neuen Gegebenheiten inhaltlich anzupassen.
![]()
Die Evangelische Kirchengemeinde Dönberg ist eine Einzelgemeinde am nördlichen Stadtrand von Wuppertal. Das Gebiet des Stadtteils Wuppertal-Dönberg ist zugleich auch das Einzugsgebiet der Ev. Kirchengemeinde Dönberg.
Der Stadtteil Dönberg wird begrenzt durch die Wuppertaler Bezirke Uellendahl-Katernberg und Hatzfeld sowie entlang der Stadtgrenze durch den Ortsteil Neviges der Stadt Velbert.
Der größte Teil des Stadtteils besteht aus Wald und landwirtschaftlicher Nutzfläche. Die Kernbebauung Dönbergs grenzt sich von den umliegenden Bezirken ab und besteht aus dem Ortskern, um den sich in den letzten Jahrzehnten gebaute Wohnsiedlungen (hauptsächlich Einfamilienhäuser) gruppieren. Im Ortskern bestehen Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf. Hier befinden sich auch die Liegenschaften der Ev. Kirchengemeinde Dönberg mit Kirche, Pfarrhaus mit Gemeindeamt, Gemeindehaus mit Kinderspielplatz, Kindergarten, Jugendheim, Altenwohnungen, Kapelle und Friedhof.
Zu den Wuppertaler Zentren und nach Neviges bestehen gute Busverbindungen des ÖPNV.
Der Ortsteil Dönberg wurde im Rahmen einer Gebietsreform 1975 zur Stadt Wuppertal eingemeindet. Das Wuppertaler Stadtgebiet teilt sich im Wesentlichen auf die zwei Kirchenkreise Barmen und Elberfeld auf. Die Evangelische Kirchengemeinde Dönberg grenzt an diese beiden Kirchenkreise, gehört jedoch keinem der Wuppertaler Kirchenkreise an, sondern ist weiterhin Teil des Kirchenkreises Niederberg, zu dem auch die Nachbargemeinden Velbert-Neviges und Velbert-Langenberg gehören.
![]()
Nachdem die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland am 11. Januar 2001 beschlossen hat, dass jede Gemeinde eine Gesamtkonzeption gemeindlicher Aufgaben erstellen soll, fand zu dem Thema "Gemeindekonzeption" am 01. September 2001 ein Presbyteriumstag statt.
Ziel unserer Gemeindekonzeption - so das Zwischenergebnis - sollte sein, den Ist-Zustand des Gemeindelebens festzustellen und unter Beteiligung möglichst vieler Gemeindemitglieder die zukünftige Gestaltung der Gemeinde zu planen.
Daraufhin berief das Presbyterium einen Arbeitskreis, der sich im Januar 2002 mit einem Fragenkatalog an alle gemeindlichen Kreise und Gruppen wandte.
Durch die rege Beteiligung konnte der Ausschuss eine sehr aussagekräftige Übersicht über das momentane Gemeindeleben, aber auch zu Kritikpunkten, Anregungen und Änderungswünschen erstellen.
In der Gemeindeversammlung zur Gemeindekonzeption am 23. Juni 2002, an der ca. 75 Gemeindemitglieder teilnahmen, präsentierte der Ausschuss erste Ergebnisse. Die Anregungen aus der lebhaften Diskussion wurden im weiteren Verlauf berücksichtigt.
Ein Aufruf an alle im Gemeindebrief 3/2002, ggf. weitere Wünsche etc. zu äußern, brachte keine neuen Erkenntnisse.
Das vorhandene Material ermöglicht es dem Ausschuss, ein klares Bild des momentanen Gemeindelebens zu zeichnen und in die Zukunft zu weisen.
Diese Gemeindekonzeption wurde dem Presbyterium im Februar 2003 vorgelegt und in der Sitzung im März 2003 beraten. In der Presbyteriumssitzung im April 2003 erfolgte, nach Einarbeitung von Änderungs- und Ergänzungswünschen, der Beschluss, die Gemeindekonzeption in einer Gemeindeversammlung am 6. Juli 2003 allen Gemeindegliedern vorzustellen und diese zu diskutieren.
Eine endgültige Genehmigung der Gemeindekonzeption soll durch das Presbyterium in der Presbyteriumssitzung am 7. Juli 2003 geschehen.
Die Verteilung der Gemeindekonzeption der Ev. Kirchengemeinde Dönberg an die Gemeindeglieder erfolgte nach den Gottesdiensten am 15. und 29. Juni 2003. Im Anschluss an die Gemeindeversammlung soll das Konzeptionspapier dem Kreissynodalvorstand zur Kenntnisnahme vorgelegt werden.
![]()
Im Bereich der Ev. Kirchengemeinde Dönberg leben 5.259 Menschen – davon 122 Ausländer (2% der Bewohner) – der Ausländeranteil im Bereich der Stadt Wuppertal beträgt 14%.
4.320 Personen sind 18 Jahre und älter.
Bei den Kindern und Jugendlichen ist eine abnehmende Tendenz mit abnehmendem Alter festzustellen. Während auf die '12 bis unter 18 Jährigen' noch 356 Jugendliche, auf die '6 bis unter 12 Jährigen' noch 350 Kinder entfallen, so leben in Dönberg "nur" 233 Kinder bis unter 6 Jahren. Dies entspricht einer Abnahme des Bevölkerungswachstums um etwa 30%.
Bevölkerung Jung und Alt (Wuppertal-Dönberg)
(Stand 31.12.2001)
| Dönberg | Deutsch | ausländisch | Gesamt |
| Bis unter 6 Jahre | 227 | 6 | 233 |
| 6 bis unter 12 Jahre | 345 | 5 | 350 |
| 12 bis unter 18 Jahre | 348 | 8 | 356 |
| 18 Jahre und älter | 4.217 | 103 | 4.320 |
| Gesamt | 5.137 | 122 | 5.259 |
Mit 0,3% Anteil Sozialhilfeempfänger/innen an der Bevölkerung wohnt in Dönberg ein stark unterdurchschnittlicher Anteil an armer Bevölkerung (Stadt Wuppertal: 6%). Auch die Arbeitslosenquote liegt weit unter dem Durchschnitt der Umgebung.
Von den 5.259 Bewohnern des Stadtteils Dönberg gehören 3.022 Menschen der Ev. Kirchengemeinde Dönberg an. Dies entspricht 57% des Bevölkerungsaufkommens.
Der Altersdurchschnitt der Gemeindeglieder der Ev. Kirchengemeinde beträgt etwa 45 Jahre.
32% der Gemeindeglieder sind sogar 60 Jahre und älter.
Die nachfolgende Tabelle gibt Aufschluss über die Altersstruktur in der Ev. Kirchengemeinde Dönberg.
Altersstatistik der Ev. Kirchengemeinde Dönberg
(Stand: 03.06.2002)
| Alter | Anzahl der Gemeindeglieder |
| Bis unter 4 Jahre | 51 |
| 4 bis unter 7 Jahre | 101 |
| 7 bis unter 13 Jahre | 210 |
| 13 bis unter 16 Jahre | 99 |
| 16 bis unter 26 Jahre | 253 |
| 26 bis unter 46 Jahre | 722 |
| 46 bis unter 61 Jahre | 620 |
| 61 Jahre und älter | 966 |
| Gesamt | 3.022 |
![]()
In unserer Gemeinde arbeiten und leben viele Menschen zusammen.
Eine relative große Anzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gestaltet gegen Vergütung bzw. ehrenamtlich das Gemeindeleben mit.
Neben dem Pfarrer und der Pfarrerin z.A. hat die Gemeinde 8 hauptamtliche Mitarbeiter/innen. Hierzu zählen die Mitarbeiterinnen in Gemeindeamt und Kindergarten, der Kantor sowie der Küster. Ein weiterer Organist und der Leiter des Posaunenchores sind nebenamtlich tätig. Hinzu kommen insgesamt 7 Honorarkräfte, u.a. im offenen Jugendtreff, dem Jugendposaunenchor sowie 6 so genannte geringfügig Beschäftigte, u.a. Reinigungskräfte.
Insgesamt sind 26 Mitarbeiter/innen gegen Vergütung tätig.
Daneben gibt es eine Vielzahl von ehrenamtlich Tätigen. Etwa 180 Mitarbeiter/innen aller Altersgruppen engagieren sich in zahlreichen Gruppen, Kreisen und sonstigen Aktivitäten.
Hierzu zählen neben den Presbytern die Mitarbeiter/innen im Kindergottesdienstteam, in den Kindergruppen und der Jugendarbeit sowie die in den regelmäßigen Kreisen, bei handwerklichen und musikalischen Aktivitäten, der Bücherei, dem Eine-Welt-Laden und der Cafeteria. Eine sehr große Gruppe kümmert sich um den Besuchsdienst bei Geburtstagen u.ä. sowie die vierteljährliche Verteilung des Gemeindebriefs.
Mitarbeiterstatistik der Ev. Kirchengemeinde Dönberg
(Stand: 01.03.2003)
| Anzahl der Mitarbeitenden | |
| Hauptamtliche Mitarbeiter | 10 |
| Nebenamtliche Mitarbeiter | 2 |
| Honorarkräfte | 7 |
| Geringfügig Beschäftigte | 6 |
| Mitarbeiter mit Vergütung | 26 |
| Ehrenamtliche Mitarbeiter | 180 |
| Gesamt | 205 |
Da der größte Teil der Mitarbeitenden in Dönberg wohnt, sind etwa 7 % aller Gemeindeglieder als Mitarbeitende aktiv.
![]()
Den Schwerpunkt des Gemeindelebens bilden der sonntägliche Gottesdienst und die vielen, regelmäßigen musikalischen Angebote.
An den Aktivitäten der Gemeinde nehmen im Durchschnitt wöchentlich 350 Kinder, Jugendliche und Erwachsene teil (11,5% der Gemeindeglieder), hierbei ist der Gottesdienstbesuch noch nicht mitberücksichtigt, ebenso wenig wie die Teilnahme an Veranstaltungen, die weniger als einmal monatlich stattfinden.
Nicht gesondert erfasst wurden die zahlreichen Besucher der Bücherei, die fast 700 eingeschriebene Leser hat, der Cafeteria und des Eine-Welt-Ladens.
Der durchschnittliche Gottesdienstbesuch beträgt 100 Personen (3,3% der Gesamtgemeindeglieder); allein an den sieben Festgottesdiensten des Jahres 2001 nahmen durchschnittlich 275 Gemeindeglieder teil (9% der Gemeindeglieder).
Das Abendmahl wurde zwölfmal gefeiert mit im Durchschnitt je 50 Teilnehmern.
In der Gemeinde gibt es die verschiedensten Gottesdienstformen:
|
|
||||
|
|
||||
|
|
||||
|
|
||||
|
|
||||
|
|
![]()
Allein durch das musikalische Angebot der Ev. Kirchengemeinde – bestehend aus Kantorei, verschiedenen Chören und Flötenkreis – nehmen im Durchschnitt wöchentlich 220 Kinder, Jugendliche und Erwachsene aktiv am Gemeindeleben teil. Das entspricht einem Anteil von 7,3% der Gemeindeglieder.
Die Kinderchöre (Spatzen, Stare, Kinderchor) umfassen ca. 85 Teilnehmer. In diesen Altersgruppen werden mithin fast ein Viertel aller Kinder erreicht.
Hinzu kommen Jugend- und Gospelchor sowie die Kantorei mit zusammen mehr als 75 Teilnehmern.
Im Posaunenchor gibt es 33 aktive Mitglieder, im Nachwuchsposaunenchor 15.
Des Weiteren besteht ein Flötenkreis.
![]()
Die Taufe haben wir gemeinsam – diese Feststellung hat die Dönberger Christen der katholischen Pfarrgemeinde St. Maria Hilf und der Ev. Kirchengemeinde ermutigt, mit der gezielten ökumenischen Arbeit zu beginnen. Im Januar 1993 ist der Ökumenekreis erstmals zusammengetreten. Der Wunsch auf Annäherung trug erste Früchte mit der Veranstaltung der ökumenischen Adventskonzerte und der gemeinsamen Ausrichtung des Weltgebetstages der Frauen. Die Arbeit des Ökumenekreises, der seither alle zwei Monate zusammentrifft, hat in der Folge intensiv auf die Gemeinden ausgestrahlt; die Gemeindeglieder sind sich Zug um Zug näher gekommen. Das Feiern ist inzwischen nicht allein auf die ökumenischen Gottesdienste zu Pfingsten, zum Reformationstag, zum Buß- und Bettag und zu Neujahr beschränkt. Es gibt eine rege gegenseitige Teilnahme an den jeweiligen Gemeindefesten. Das erfolgreiche gemeinsame Gemeindefest im Jahr 2000 wird mit Sicherheit nicht das letzte seiner Art gewesen sein!
In der theologischen Arbeit des Ökumenekreises sind auch kontrovers diskutierte Themen nicht ausgespart worden. Gemeinsam wurden beispielsweise Texte zur Rechtfertigungslehre sowie Abschnitte aus der von beiden Kirchenleitungen erarbeiteten Schrift "Communio Sanctorum" (Gemeinschaft der Heiligen) reflektiert.
Ein konkretes Ergebnis geschwisterliche Zusammenarbeit zwischen den Konfessionen dokumentiert sich in der Tatsache, dass die Gemeinde St. Maria Hilf während der gesamten Zeit ihres Kirchenneubaus die Messe in der Kirche der evangelischen Gemeinde feiern konnte.
Zu den Erfolgen zählt auch die langjährige diakonische Zusammenarbeit im Projekt "Dönberg hilft Krapina und Burgas". Beide Gemeinden unterstützen hierbei soziale Vorhaben in Bulgarien. Vor Ort auf dem Dönberg werden seit mehreren Jahren die "Dönberger Vorträge" organisiert, die inzwischen über den Ortsteil hinaus eine dankbare Zuhörerschaft gewonnen haben. Um den ökumenischen Gedanken bereits vom frühen Alter an zur Selbstverständlichkeit werden zu lassen, werden seit neuestem gemeinsame "Mini"-Gottesdienste (’Krabbelgottesdienste’) gefeiert.
Was mit der Besinnung auf die uns gemeinsam gewährte Taufe begonnen hat, soll konsequent ausgebaut werden:
| Die Leitungsgremien beider Gemeinden, der Pfarrgemeinderat und der Kirchenvorstand von St. Maria Hilf und das Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Dönberg, haben bereits gemeinsam getagt. Diese Treffen werden künftig in regelmäßigen Abständen stattfinden. | |
| Der Ökumenekreis erarbeitet eine Rahmenvereinbarung, in der das spirituelle Miteinander und die gemeinsamen Aktivitäten festgeschrieben werden. |
Für die Gemeindekonzeption gilt im Hinblick auf die gelebte Ökumene:
Wir sind auf einem guten Weg zu einer versöhnten Verschiedenheit!
![]()
Der Kindergarten der Gemeinde besteht aus 2 Gruppen mit je 25 Kindern, die von insgesamt 4 Mitarbeiterinnen betreut und gefördert werden. Das Mitarbeiterteam setzt sich aus 3 Erzieherinnen - einschließlich einer Leiterin - sowie einer Ergänzungskraft zusammen.
Der Kindergarten hat in der Woche 35 Stunden geöffnet; die durchschnittliche Öffnungszeit beträgt etwa 7 Stunden pro Tag. Mittwochs können die Kinder über Mittag bis 14:00 Uhr im Kindergarten bleiben.
Neben 2 Gruppenräumen gibt es in der Einrichtung noch einen großen Turnraum, einen Ruheraum, eine Kinderküche sowie einen großzügigen Flurbereich. Auf dem weitläufigen Außengelände befinden sich ein Teich, 2 Wackelbrücken, Sandkästen und Rasenflächen.
![]()
In der Gemeinde werden zahlreiche regelmäßige Aktivitäten angeboten. Im Einzelnen sind dies:
Wöchentlich:
|
|
||||
|
|
||||
|
|
||||
|
|
||||
|
|
||||
|
|
||||
|
|
||||
|
|
||||
|
|
||||
|
|
||||
|
14-tägig:
|
|
||||
|
|
||||
|
|
Monatlich:
|
|
||||
|
|
2-Monatlich oder weniger:
|
|
||||
|
|
||||
|
![]()
Das vielfältige Angebot der Gemeinde muss bekannt gemacht werden. Warum sollte der oft zitierte Satz "Tu Gutes -und rede darüber" nicht auch für eine Kirchengemeinde gelten? Mit unseren Angeboten sollen nicht nur die Gemeindeglieder angesprochen werden. Vielmehr wollen wir sie als Chance begreifen, auch eher kirchenferne Menschen auf unsere Gemeinde aufmerksam zu machen. Wenn es gelingt, bei dieser Gruppe Interesse zu wecken, kann die Kerngemeinde nicht nur stabilisiert, sondern auf Dauer sogar erweitert werden. Wir erschließen damit sicher auch neue Begabungen und gewinnen ggf. zusätzliche Mitarbeiter.
Informationen werden durch die bewährten Mittel der Abkündigungen im Gottesdienst, durch den Gemeindebrief und die Aushänge in den Schaukästen vermittelt. Der Gemeindebrief ist in den letzten Jahren im Erscheinungsbild deutlich attraktiver geworden und ist "vielseitig" nicht nur vom Umfang her, sondern auch im Hinblick auf die Inhalte. Dieses gute Niveau konnte durch die engagierte Arbeit des Redaktionsteams erreicht werden. Allerdings erreicht der Gemeindebrief im wesentlichen "nur" die Gemeindeglieder. Um einen stark erweiterten Kreis ansprechen zu können, ist die Ev. Kirchengemeinde Dönberg seit Mitte Februar 2003 im Internet unter der Adresse ’www.ekir.de/doenberg’ vertreten. Mit diesem modernen Medium machen wir unsere Leistungen und Angebote für jeden Internet-Surfer zugänglich. Eine ansprechende Gestaltung, verbunden mit aktuellen Informationen, soll Aufmerksamkeit für die Ev. Kirchengemeinde Dönberg wecken.
Was wir erreichen wollen:
| Wir sind als Bestandteil von "Kirche" am Dönberg präsent. | |
| Wir zeigen, dass wir als Evangelische Kirchengemeinde für die Vorstellungen vieler Menschen offen sind und bieten Orientierung aus unserer christlichen Verpflichtung heraus. | |
| Wir sprechen möglichst viele Menschen – am Ort und in der Ferne – mit unserem Angebot an. | |
| Wir laden zum Kennen lernen, Mitmachen und Bleiben ein. | |
| Wir überzeugen mit unserem Angebot und sorgen zugleich für eine gute Auslastung unserer Einrichtungen und Gruppen. |
![]()
Seit Jahrzehnten pflegen wir eine innerdeutsche Partnerschaft mit der Kirchengemeinde Guben, die sich inzwischen zu einer Kirchengemeinde in der Region Guben gewandelt hat. Die Gemeinden der Region haben sich zusammengeschlossen. Schon zweimal haben uns Gubener Chöre über mehrere Tage besucht. Die musikalische Vielfalt in Guben wie in Dönberg bringt uns in neuer Weise noch näher. Ein besonderer Höhepunkt ist auch das große Gubener Partnerschaftstreffen alle paar Jahre, bei dem sich in beeindruckender Weise Gemeindevertreter aus Holland, Polen, Tschechien und aus mehreren Gemeinden Deutschlands über vier Tage zusammenfinden. Auch die Gemeindebriefe werden zwischen Dönberg und Guben ausgetauscht und den Presbyterien zur Kenntnis gegeben.
Wir nehmen regen Anteil an der Kirchenkreispartnerschaft zur Kenianisch-Evangelisch-Lutherischen Kirche. Mehrfach haben uns schon kenianische Christen besucht.
Mit der katholischen Schwestergemeinde tragen wir die ökumenische Aktion ’Dönberg hilft Krapina und Burgas’. Krapina liegt in Kroatien und Burgas in Bulgarien. Über die katholische Veranstaltungsreihe ’Kultur und Kneipe’ und unsere Kollekten sind inzwischen weit über 50.000,- Euro gespendet worden, die gezielt Hilfsbedürftigen zugute kommen. Dabei sind viele zwischenmenschliche Kontakte entstanden. In Krapina wird besonders eine ambulante medizinische Station unterstützt, in Burgas bzw. Sredez konnte unsere Gemeinde unter anderem mit Kinderkleidungsaktionen eine Kindertagesstätte mit 200 Kindern beschenken. Lockere Kontakte gibt es zur evangelischen Kirchengemeinde Nikolaiken/Ostpreußen.
Verschiedentlich finden auch Kleidersammlungen für Rumänien statt.
![]()
Die von uns befragten Gruppen haben sehr unterschiedliche Stärken und Schwächen formuliert. Insgesamt ergab sich für die gemeindliche Arbeit ein sehr positives Bild, aber auch zahlreiche Wünsche für die Zukunft.
Das Gesamtangebot der Gemeinde wird als sehr vielseitig und reich bewertet. Positiv hervorgehoben haben viele die umfangreiche kirchenmusikalische Arbeit, insbesondere die umfassende Nachwuchsförderung.
Auch die Vielfalt der persönlichen Kontaktmöglichkeiten und die ökumenische Zusammenarbeit finden Erwähnung. Der Gemeindebrief wird gelobt, ebenso wie einige Neuerungen, z.B. die Einbeziehung der Kinder in den Gottesdienst und die Feier des Abendmahls mit Wein und Traubensaft.
Gewünscht haben einige Gruppen eine regelmäßige Information über die Arbeit des Presbyteriums und der Synode sowie eine insgesamt verbesserte Öffentlichkeitsarbeit, z.B. über die Schaukästen.
Aus dem Kreis der "jungen Familien" kam die Anregung zu mehr Familien- und Minigottesdiensten, die z.B. durch Kindergartenkinder mitgestaltet werden könnten.
Auch fehlende Angebote für Jugendliche nach der Konfirmation neben dem Offenen Jugendtreff werden bemängelt sowie fehlende Angebote während der Ferienzeiten, wie z.B. Freizeiten.
In einigen Kreisen sind die Mitgliederzahlen zurückgegangen, vielen fehlt eine Beteiligung und Ansprache der 25- bis 45-jährigen.
Erwähnenswert ist aber auch, dass aus einigen Kreisen eine durchweg positive Einschätzung kam ohne Defizite.
![]()
| Aus dem Kindergarten kam der Wunsch, die religiöse Arbeit z.B. durch häufigere Besuche des Pfarrers/der Pfarrerin oder durch Elternabende zu religiösen Themen zu vertiefen. Die Kinder könnten zum Schmücken der Kirche mit Bastelarbeiten herangezogen werden. | |
| Die Spielgruppen wünschten sich mehr Spielgeräte auf dem Spielplatz sowie eine veränderte und geeignetere Ausstattung des Jugendheims für ihre Bedürfnisse. | |
| Aus dem Bereich der Jugendarbeit wurde angeregt, mehr "offene" Gottesdienste unter Beteiligung der Jugendlichen und mit moderner Musik zu feiern sowie das Angebot für Kinder und Jugendliche insgesamt zu erweitern. | |
| Andere regten Predigtdiskussionen z.B. im "Kaffee nach 11" an sowie weitere ökumenische Bibelgespräche über die im Winterhalbjahr stattfindenden hinaus wie auch eine Intensivierung der Besuchsarbeit. |
![]()
Eine der wesentlichen Voraussetzungen für ein aktives Gemeindeleben besteht im Angebot geeigneter Räumlichkeiten. Im folgenden werden Kapazitäten und Nutzungen dargestellt und teilweise mit kurzen Anmerkungen versehen.
Die Kirche ist mit ihren maximal 324 Plätzen der Gemeindegröße angemessen. Die Gottesdienste und die kirchenmusikalischen Veranstaltungen können in der Regel problemlos durchgeführt werden. Die Grenze des Fassungsvermögens wird – wie bei anderen Gemeinden auch – an hohen Feiertagen erreicht. Mit einer erhöhten Anzahl von Gottesdiensten (z.B. Ostern und Weihnachten) wird diese Situation gegenwärtig entschärft. Dies setzt erweiterte Einsätze der Pfarrer, des Küsters und der Presbyter voraus.
Die im Jahre 2001 fertig gestellte Kapelle ist für ca. 90 Besucher ausgelegt. Hier können neben Gottesdiensten und Andachten auch kirchenmusikalische Ereignisse stattfinden.
Das Gemeindehaus wird für eine Vielzahl von Veranstaltungen genutzt. Den Kern bilden drei Räume unterschiedlicher Größe, die zu einem Saal vereinigt werden können. Dieser umfasst dann bis zu 250 Plätze. Hier finden auch der alljährliche Adventsbasar, die Aufführungen der Gemeindekreise (z.B. Kinder-Musicals, Jahreskonzert des Posaunenchors, private Familienfeiern) und der Kindersachenflohmarkt statt. Wird der Saal getrennt, entstehen:
| ein großer Saal für ca. 150 Personen (Proben der Kantorei, des Gospelchors, der Kinder- und Jugendchöre, Gemeindeversammlungen, Senioren-Geburtstagskaffees, Mitarbeiterabende, gemeindeoffene Vorträge – z.B. die ökumenisch organisierten "Dönberger Vorträge" – oder Veranstaltungen Dritter – z.B. Sitzungen der Bezirksvertretung Uellendahl-Katernberg und Theateraufführungen) | |
| ein kleiner Saal, mit bis zu 40 Plätzen (Sitzung des Presbyteriums, "Kaffee nach 11", Arbeit der Gemeindekreise) | |
| ein Gruppensaal mit ca. 60 Plätzen (Katechumenen-/Konfirmandenunterricht, Kindergottesdienst, Proben des Posaunenchors, Musikunterricht, Arbeit der Gemeindekreise) |
Alle Räume können auch zeitgleich für parallel stattfindende Veranstaltungen genutzt werden.
Im Gemeindehaus befinden sich ferner eine Küche, der Eine-Welt-Laden sowie die Küsterwohnung. Das Foyer dient improvisatorisch auch zur Unterbringung der lebhaft besuchten Bücherei. Auf den Freiflächen westlich des Gemeindehauses (Gemeindewiese) gibt es einen Kinderspielplatz.
Aufgrund der intensiven Nutzung des Gemeindehauses können dort derzeit keine zusätzlichen Aktivitäten mehr untergebracht werden. Ob durch bauliche Veränderungen in Verbindung mit der erforderlichen Erneuerung der Toilettenanlagen weitere Kapazitäten gewonnen werden können, bleibt zu überprüfen. Dies ist neben der Grundrissorganisation selbstverständlich auch eine finanzielle Frage.
Benachbart zur Kirche und zum Gemeindehaus liegt das "Haus an der Kirche". Das Gebäude mit 13 altengerechten Wohnungen ist 1989 fertig gestellt worden. Die im Erdgeschoss befindliche freundliche Cafeteria bietet Platz für ca. 32 Personen und wird auch als Gemeindetreff sowie für Ausstellungen und die Arbeit von Gemeindekreisen in Anspruch genommen. Im Untergeschoss gibt es einen Werkraum, im dem die Töpfergruppen gute Arbeitsmöglichkeiten finden. Im Freiraum vor dem "Haus an der Kirche" wird seit einigen Jahren der ökumenische Freiluftgottesdienst zu Pfingsten gefeiert.
Die Gemeinde unterhält einen gut eingerichteten zweigruppigen Kindergarten, der in der Vergangenheit aufgrund ausreichender Räumlichkeiten auch in drei Gruppen geführt wurde. Das Raumangebot und die Spielmöglichkeiten in 2 räumlich getrennten Freianlagen erlauben einen großzügigen Betrieb.
Zum Gebäudebestand der Gemeinde gehört auch das Jugendheim. Das Erdgeschoss bietet mit mehreren Räumen und einer Teeküche Platz für die vielfältigen Angebote der unterschiedlichen Jugendgruppen. Die Erschließung und Anordnung der Räumlichkeiten lässt leider keine parallele Nutzung von Räumen durch mehrere Gruppen zu.
Das Obergeschoss enthält zwei Wohnungen, die noch bis vor kurzem genutzt worden sind.
Die separate Lage des Hauses erweist sich für die Jugendarbeit als günstig. Es liegt in der Natur der Sache, dass die Aktivitäten der Jugendlichen zuweilen etwas lebhaft ausfallen. Hier wäre die Integration in ein allgemein genutztes Gebäude eher konfliktträchtig. Allerdings ist das Jugendheim vom baulichen Zustand her dringend sanierungsbedürftig. Dies trifft im besonderen Maße auf die sanitären Einrichtungen zu. Es gibt jedoch auch Sanierungsbedarf bei der Feuchtigkeitssperre sowie konstruktive Mängel, die eine weitere Nutzung des Obergeschosses derzeit ausschließen. Vom Grundsatz her könnten mit einem durchgreifenden Umbau zusätzliche Räumlichkeiten geschaffen werden, die künftig nicht allein der Jugendarbeit zur Verfügung stünden. Es gilt freilich – wie beim Gemeindehaus – den Raumgewinn gegen die entstehenden Kosten sorgfältig abzuwägen.
Abschließend ist das Pfarrhaus zu nennen. Im Erdgeschoss arbeitet das Gemeindebüro; ein separater Besprechungsraum wird auch von den Gemeindekreisen (z.B. Ökumenekreis) genutzt. Die Obergeschosse enthalten die Pfarrwohnung.
Insgesamt gesehen kann im vorhandenen Raumbestand das reichhaltige gemeindliche Angebot abgedeckt werden. Es bestehen allerdings keine Reserven, so dass zusätzliche Aktivitäten auch bei ausgeklügelter Organisation nicht mehr bedient werden können. Es ist - wie vorerwähnt - künftig mit steigendem Bauunterhaltungs- und Modernisierungsbedarf zu rechnen.
![]()
Die bisherige Arbeit in der Gemeinde wird weitgehend positiv beurteilt. Insofern erscheint es nicht erforderlich, grundlegende Veränderungen vorzunehmen. Vielmehr kann die bisherige Linie fortgesetzt werden.
Beibehalten werden soll in jedem Fall ein Schwerpunkt im seelsorgerlichen Bereich mit den vielfältigen Gottesdiensten, Hausbesuchen und der seelsorgerlichen Betreuung durch die beiden Pfarrer.
Auch die sonstigen Angebote sollten erhalten bleiben und, wenn möglich, in einigen Bereichen ausgedehnt werden. Hier sei zurzeit beispielhaft die Kinder- und Jugendarbeit genannt.
Allerdings sind viele der gewünschten Veränderungen von der zukünftigen demographischen und finanziellen Entwicklung abhängig.
![]()
So ist nicht absehbar, ob das momentane Haushaltsvolumen von 1.025.531,00 Euro für 2003 auch in den nächsten Jahren beibehalten wird. Abhängig ist dies insbesondere von der Entwicklung der Kirchensteuer, d.h. von der Anzahl der Mitglieder in der Kirche. Nur bei einer ausreichenden finanziellen Ausstattung ist die Verwirklichung eines breiteren Angebotes möglich.
Abzusehen ist, dass mittelfristig Gelder in den Umbau und die Renovierung der Räumlichkeiten fließen müssen und dadurch Haushaltsmittel gebunden werden. So sind im Gemeindehaus die Toilettenanlagen zu ersetzen. Wünschenswert ist weiterhin eine Kernsanierung des Jugendheimes. Dabei sollten die Räume bedarfsoffen gestaltet werden, um die vielfältige Nutzung durch unterschiedlichste Gruppen und Kreise zu ermöglichen.
Bei den vorhandenen Räumlichkeiten stoßen wir oft an die Grenzen des Machbaren. Das Gemeindehaus ist täglich fast "ausgebucht", das Jugendheim auf Grund seiner baulichen Substanz nur noch eingeschränkt nutzbar.
Auch unter diesem Aspekt ist eine Ausweitung des gemeindlichen Angebots zu überprüfen. Die genannten, gewünschten Veränderungen könnten hier Abhilfe schaffen.
![]()
Ein ebenso wichtiger Punkt bei den Überlegungen zur zukünftigen Arbeit ist der "Faktor Mensch".
Viele der Anregungen können nur umgesetzt werden, wenn die nötigen Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Wünschenswert ist es, noch mehr Gemeindemitglieder anzuregen, sich aktiv am Gemeindeleben zu beteiligen.
Auffällig ist im Moment, dass insbesondere die Gruppe der 25- bis 45-jährigen als unterrepräsentiert empfunden wird.
Zu berücksichtigen ist auch, dass diejenigen, die sich heute schon beteiligen, nicht mehr Zeit aufbringen können, auch wenn es weitere Aufgaben zu verteilen gäbe. Hier muss darauf geachtet werden, die Freiwilligen und Ehrenamtlichen nicht zu überfordern. Zukünftige Aufgaben müssen auf viele Schultern verteilt werden, um eine Überlastung des Einzelnen zu verhindern.
Beachtenswert ist – vorausschauend –, dass die demographische Entwicklung eine Ausweitung der Seniorenarbeit mit sich bringen wird. Schon jetzt ist ein Drittel aller Gemeindemitglieder über 60 Jahre alt. Dies ist längerfristig bei allen Planungen, insbesondere auch bei den Räumlichkeiten, zu beachten.
![]()
Diese Konzeption wird in regelmäßigen Abständen überprüft und fortgeschrieben, d.h. den veränderten Gegebenheiten angepasst.
|
© 2003 Evangelische Kirchengemeinde Wuppertal-Dönberg im Kirchenkreis Niederberg |