- Wir sehen die Gemeinde als eine Gemeinschaft unter dem Wort Gottes.
- Sie bietet einen Raum der Geborgenheit, der offen ist für alle und in den jede/r herzlich eingeladen ist.
- besonders an den Schaltstellen im Jahres- und Lebenszyklus wollen wir als Gemeinde in diesem Raum nach Gottes Verheißung und Anspruch fragen.
- als Gemeinschaft wollen wir unsere Verantwortung in dieser Welt für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung wahrnehmen.
In Dörrenbach und Werschweiler lädt nur eine evangelische Kirche zum Gottesdienst, in Münchwies nur eine katholische, in Lautenbach sind es den Konfessionen entsprechend zwei Kirchen, in Fürth sogar drei. Unsere Kirche in Lautenbach ist zugleich ein Gemeindehaus. In Dörrenbach und Fürth befindet sich jeweils ein Gemeindehaus neben der Kirche. In Dörrenbach beherbergt dieses Gemeindehaus zugleich das Pfarramt/Gemeindebüro und die gemeindeeigene Leihbücherei.
Ein Dorf ist wie ein Mikrokosmos, eine kleine Welt. Hier wohnen Menschen seit Generationen, alte wie junge. Und auch, wenn die jungen mit eigener Familie das Elternhaus verlassen haben, finden sie doch zum Großteil in den Neubaugebieten der Ortschaften ein neues Zuhause. Dazu kommen natürlich insbesondere junge Familien aus der näheren und weiteren Umgebung, die hier eine neue Heimat finden. Aber auch viele ältere Menschen sind neu in der Gemeinde, wenn sie ihren Lebensabend in einem der beiden Seniorenheime im Bereich der Gemeinde verbringen.
Daß die kleine Welt des Dorfes jedoch keine geschlossene ist, wird spürbar in vielen Lebensbereichen: Die Kinder fahern nach außerhalb zur Schule. Noch drei kommunale Kindergärten und eine Schule befinden sich auf Gemeindegebiet. Auch die Erwachsenen fahren vielfach, wenn sie beruflich in Industrie, Handel und Dienstleistung tätig sind. Die großen Einkaufzentren der Städte locken zum Bummeln und Einkaufen, dort finden sich viele Fachärzte und Kliniken (St. Wendel 2, Ottweiler 1, Neunkirchen 4), viele Vereine bieten die Möglichkeit zur Freizeitgestaltung. Auch in den Ortschaften wird traditionell ein reichhaltiges Vereinsleben gepflegt, jedoch kommt es in den letzten Jahren aufgrund abnehmender Mitgliederzahlen vermehrt zur Kooperation, Fusionen oder auch Auflösungen von Vereinen. Insgesamt liegen weite Lebensbereiche der Menschen vor Ort außerhalb des Gemeindebereiches.
Wirtschaftlich liegt die Gemeinde in einem strukturschwachen Bereich. Sie kann daher nur auf relativ geringe eigene Einnahmen zurückgreifen und lebt auch von der Solidarität anderer und reicherer Kirchengemeinden im Raum der "Evangelischen Kirche im Rheinland". Dennoch war vor allem in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts aufgrund der Entwicklung in Deutschland möglich, sich in allen Orten unserer Gemeinde (Ausnahme: Münchwies) mit Kirchen und Gemeindehäusern ein kirchliches Standbein zu verschaffen. Diese werden auf Dauer aber nicht mehr alle von der Kirchengemeinde unterhalten werden können.
Die geographische "Streuung" der Gemeinde hat zur Folge, daß es kaum strukturelle "Kristallisationspunkte" in der Gemeinde gibt, um die sich sich sammelt. Einen starken gemeinsamen Bezugspunkt bildet nur die alte, denkmalgeschützte Dörrenbacher Kirche, mit der sich viele schöne Familienerinnerungen und besondere Gottesdienste verbinden. Darüber hinaus manifestiert sich die Einheit der Gemeinde vor allem in der Institution des Presbyteriums, in der Person des Pfarrers ("Sie haben ja fünf Gemeinden zu betreuen.") und ortsübergreifenden Veranstaltungen wie dem jährlichen Gemeindefest oder dem zentralen Seniorennachmittag.
Der Gemeindebrief der Kirchengemeinde "bei uns" erscheint vierteljährlich und ist in einer auf die Städte und Landkreise zugeschnittenen Zeitungslandschaft das einzige Printmedium, das ALLE Gemeindeteile erreicht. Daneben gibt es seit 2009 die Möglichkeit sich hier im Internet über alles Wissenswerte in der Kirchengemeinde zu informieren. Gerne arbeitet die Gemeinde auch mit anderen Einrichtungen und Vereinen in den Ortschaften zusammen.
Das Gemeindeleben ..."bei uns"
Unsere Kirchengemeinde heißt "evangelisch" und ist evangelisch. Aber auch Menschen anderer Konfessionen aus unseren Ortschaften schätzen unsere kirchlichen Angebote und arbeiten teilweise aktiv bei uns mit. Über beides (das Mit-Leben und das Mit-Arbeiten in unserer Gemeinde) freuen wir uns sehr!
A. Amtshandlungen
Auch wenn die Menschen unserer Gemeinde im Alltag viel unterwegs sind, so sind sie doch in ihren Dörfern verwurzelt - auch kirchlich. An den "Schaltstellen" des Lebens ist die Begleitung in der Gemeinde und durch die Gemeinde kaum wegzudenken, in guten wie in schlechten Zeiten, bei Taufen, der Konfirmation, Hochzeiten, aber auch in der Not, bei Krankheit und Sterben.
B. Gottesdienst
Dazu bietet die Gemeinde ein Vielzahl von Gottesdiensten an den vier Gottesdienststätten an, in der Regel zwei an jedem Wochenende, einen am Samstagabend um 18 Uhr und einen am Sonntagmorgen um 10 Uhr. Häufig haben Gottesdienste auch einen bestimmten thematischen Schwerpunkt und sprechen bestimmte Zielgruppen durch gemeinsame Vorbereitung oder Feier besonders an. Mancher Gottesdienst ragt auch durch die Wahl des Ortes (beispielsweise im Wald oder auf dem Dorfplatz) oder der Zeit (z. B. am frühen Weihnachts- oder Ostermorgen) besonders heraus.
In den Senioren- und Pflegeheimen in Münchwies und Werschweiler, sowie in der psychosomatischen Fachklinik Münchwies finden regelmäßig Gottesdienste statt.
Auch Kinder sind in der Kirche stets willkommen. Sie sind durch die Gestaltung von "Gottesdiensten für Alle", Krabbelgottesdiensten, Tauferinnerungs- gottesdiensten und Kindergottesdiensten bzw. Kinderbibeltagen auch altersgemäß angesprochen.
C. Kinder- und Jugendarbeit
Auch außerhalb des Gottesdienstes bieten sich Kindern und Jugendlichen in der Gemeinde vielfältige Möglichkeiten. Mehrere wöchentliche Kinder- und Jugendgruppen in den Gemeindehäusern Dörrenbach und Fürth laden zum Mitmachen ein. In Fürth steht dazu eine ganze Etage zur Verfügung. Jugendprojekte und Kinderferienprojekte runden das Angebot ab. Eine hauptamtliche Jugendleiterin zeichnet für diese Arbeit verantwortlich und leitet interessierte Ehrenamtliche zur Mitarbeit an. Nähere Informationen zur Jugendarbeit bietet ein entsprechender Flyer, der bei der Kirchengemeinde erhältlich ist.
Für die Jugendlichen im Alter von 12 bis 14 Jahren bietet die Gemeinde den Kirchlichen Unterricht zur Vorbereitung auf die Konfirmation an. Dieser findet in der Regel 14-tägig in Dörrenbach und Fürth statt.
D. Diakonie / Seelsorge
Diakonisches Handeln ist Teil unseres Gemeindelebens. Wir pflegen den Kontakt und die Seelsorge in den Seniorenheimen und Krankenhäusern. Der Diakoniekreis macht sich jährlich auf den Weg zu den älteren Alleinstehenden in der Gemeinde. Auch zum Geburtstag werden ältere Gemeindeglieder besucht. Die Bodelschwinghschen Anstalten in Bethel unterstützen wir durch die Kleidersammlung im Frühjahr, das Diakonische Werk an der Saar durch die Spendensammlung im Herbst und die Diakonie Kehl mit der Sammlung "Korken für Kork". Das Hospitz Emmaus in St. Wendel zur Beherbergung Sterbender, wird von uns mitgetragen.
E. Erwachsenenbildung / "Gemeinderäume"
Vielfältige Angebote bringen auch Erwachsene bei uns in Kontakt miteinander und mit Fragen um "Gott und die Welt". Unsere Bücherei bietet viel Wissenswertes und Lesespaß. Erlebnisreich sind die "Geh- und Sehtouren", die reizvolle Wanderungen mit dem Entdecken von Kulturen und Religionen verbinden. Musikfreunde kommen beim "Songabend" auf ihre Kosten. Um aktuelle Lebens- und Glaubensfragen geht es bei den "Dörrenbacher Themenabenden". Kreative Naturen treffen sich beim Bastelkreis und Spielernaturen geben sich im Spieletreff "50+" oder beim Spielenachmittag ein Stell-dich-ein. Für Frauen bilden die 14-tägigen Versammlungen der Frauenhilfe einen geselligen Rahmen. Seit 2009 vernetzen sich Menschen im "Förderkreis Werschweiler Kirche e.V" zum Erhalt der Kirche in Werschweiler. Und wer von all dem auch berichten möchte, arbeitet in der Gemeindebriefredaktion und im Homepage-Team mit.
F. Ökumene
Viele Familien in unserer Gemeinde leben die Ökumene im Familienverbund täglich. Wir tun das auch mit unseren katholischen, evangelisch-freikirchlichen und protestantischen (Pfälzische Kirche) Nachbargemeinden und darüber hinaus mit unserer Partnerkirchengemeinde Groß-Leuthen im Spreewald, südlich von Berlin. Wir feiern gemeinsame Gottesdienste (z. B. den Weltgebetstag der Frauen) und Schulgottesdienste, gestalten jährlich eine ökumenische Bibelwoche und führen einen regelmäßigen Bibelgesprächskreis mit den Wiebelskircher Kirchengemeinden. Mit Groß Leuthen verbinden uns auch wechselseitige jährliche Besuchsreisen.
G. Mitarbeiter/innen
Unsere kleine Kirchengemeinde lebt in vielen Bereichen vom Engagement ehrenamtlicher Mitarbeiter/Innen. Ihre Ideen und Mitarbeit sind herzlich willkommen und werden nach Kräften -auch durch qualifizierte Fortbildung- gefördert.




