Kirchlicher Unterricht - Was ist das?
Formal gesehen ist der Konfirmandenunterricht ein nachgeholter Taufunterricht. Das „Ja“, das Eltern und PatInnen vor langer Zeit zur Taufe ihrer Kinder stellvertretend gesprochen haben, wird von den Getauften nun persönlich „bekräftigt“ (lat.: confirmare).
Praktisch bedeutet der Kirchliche Unterricht heute die Chance und das Angebot der Gemeinde an heranwachsende Jugendliche, sie auf ihrem Weg zur Selbst-findung zu begleiten, ihre Glaubensvorstellungen klären zu helfen, zentrale Inhalte des christlichen Glaubens mit ihrem Leben zusammenzubringen und im Zusammensein mit anderen als Teil der Gemeinde zu leben.
Der Kirchliche Unterricht läuft über knapp zwei Jahre. Er beginnt nach den Sommerferien und endet im übernächsten Jahr mit dem Konfirmationsgottesdienst zwischen Ostern und Pfingsten. In unserer Gemeinde wird die Konfirmation traditionell am dritten Sonntag nach Ostern bzw. bei mehreren Gruppen evtl. am dritten und vierten Sonnatg nach Ostern gefeiert.
Der Kirchliche Unterricht in unserer Gemeinde setzt sich aus folgenden Elementen zusammen:
Kirchlicher Unterricht - Wann ist das?
(1) Doppelstunden 14tägig
Die KonfirmandInnen treffen sich, soweit die Teilnehmerzahlen dies nahelegen, regelmäßig in zwei Gruppen zu 14tägigen Doppelstunden, entweder am Dienstagnachmittag von 16.30 Uhr bis 18 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Fürth (Lautenbacher Straße 30) oder am Mittwochnachmittag zur gleichen Zeit im evangelischen Gemeindehaus Dörrenbach (Dorfstraße 37).
(2) Wochenendseminar / Abschlußfahrt
Im ersten Unterrichtshalbjahr findet ein mehrtägiges Wochenendseminar statt, in dem sich die KonfirmandInnen besser untereinander kennenlernen können und wichtige Absprachen für die gemeinsame Konfirmandenzeit abgesprochen und eingeübt werden.
Am Ende der Konfirmandenzeit findet in der Regel in der Osterwoche eine mehrtägige Abschlußfahrt statt, in deren Rahmen die Konfirmation vorbereitet wird. Beide Fahrten sind daher fester Bestandteil des Kirchlichen Unterrichtes, und die Teilnahme daran ist für die KonfirmandInnen verpflichtend.
(3) Konfirmandenpraktikum
Christlicher Glaube ist keine Theorie, sondern äußert sich in vielfältiger Form. Diese Formen ganz konkret in unserer Kirchengemeinde zu entdecken, dient das Konfirmandenpraktikum. Dabei geht es darum, im Laufe der Konfirmandenzeit alle in der „Tschörsch-Kaard“ verzeichneten Gruppen und Veranstaltungen einmal selbständig zu besuchen, um zu erfahren, auf welch unterschiedliche Weise verschiedene Menschen unsere Gemeinde mit Leben füllen.
(4) 2 x 6 Gemeindegottesdienste
Der zentrale Ort in der Gemeinde, Gottes Wort zu hören und eigene Lebensfragen im Licht dieses Wortes zu bedenken, ist der wöchentliche Gottesdienst, der in der Regel samstags um 18 Uhr und sonntags um 10 Uhr stattfindet. Dazu sind - wie alle Gemeindeglieder - auch die KonfirmandInnen und ihre Eltern jederzeit herzlich eingeladen. Die Mindestzahl der zu besuchenden Gottesdienste in unserer Gemeinde beträgt sechs im ersten und sechs im zweiten Konfirmandenjahr. Das in jedem Gottesdienst wiederkehrende Glaubensbekenntnis und das Vaterunser gehören neben wenigen anderen zu den Texten, die im Unterricht auswendig gelernt werden.
Kirchlicher Unterricht - Wer kommt dahin?
Zum Kirchlichen Unterricht sind alle Jugendlichen unserer Kirchengemeinde eingeladen, die das zwölfte Lebensjahr vollendet haben. Die Konfirmandenzeit läuft damit in der Regel parallel zur siebten und achten Schulklasse. Nach Absprache ist im Einzelfall auch ein davon abweichender Besuch des Kirchlichen Unterrichtes möglich.
Kirchlicher Unterricht - Was kostet das?
Die Teilnahme am Kirchlichen Unterricht ist kostenlos. Eine Bibel in moderner Sprache gibt es als Geschenk der Kirchengemeinde. Für eine Arbeitsmappe, die zu Beginn der Unterrichtszeit für alle besorgt wird, sind ca. 10 Euro zu veranschlagen. Der Eigenanteil an den beiden Mehrtagesfahrten beträgt je nach Ziel und Dauer jeweils ca. 50 - 70 Euro.
Kirchlicher Unterricht und Konfirmation
Der Besuch des Kirchlichen Unterrichtes und die damit verbundenen Aufgaben (Siehe unter: „Kirchlicher Unterricht - Wann ist das?“) sind die Voraussetzung für die Zulassung zur Konfirmation, über die das Presbyterium im Januar des Konfirmationsjahres entscheidet. Einen guten Überblick über den aktuellen Stand bietet jederzeit die „Tschörsch-Kaard“, eine Art Aufgabenheft, das vom Pfarrer regelmäßig eingesehen wird und vor der Zulassung dem Presbyterium vollständig ausgefüllt vorzulegen ist.



Konfirmation
