Losung

für den 21.04.2018

Stricke des Todes hatten mich umfangen, ich kam in Jammer und Not. Aber ich rief an den Namen des HERRN: Ach, HERR, errette mich!

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Aus dem Presbyterium

In einem festlichen Gottesdienst am 18. Februar wurde Herr Pfarrer Pohl aus unserer Gemeinde verabschiedet. In der Sitzung des Presbyteriums am 5. Februar war er das letzte Mal dabei. Im Rahmen einer kleinen Andacht zog er eine persönliche Bilanz und dankte für das Vertrauen, mit dem viele  Gemeindemitglieder und Mitglieder des Presbyteriums ihm in dem einen Jahr seiner Tätigkeit in Unterrath begegnet seien. Er zeigte sich erfreut, dass die ersten Schritte zur Wiederbesetzung der Pfarrstellen getan sind, sodass das Ende der Übergangszeit für die Gemeinde absehbar ist. Im weiteren Verlauf der Sitzung am 5. Februar waren die Pfarrstellen auch ein Hauptthema.
In früheren Jahrhunderten mussten evangelische Kirchengemeinden hart um das Recht kämpfen, ihre Pfarrer selbst wählen zu können. In den meisten Gebieten Deutschlands und auch des Rheinlandes waren es die Fürsten oder Kirchenleitungen (Konsistorien), die die Pfarrer nach ihrem Gutdünken einsetzten, wo sie es für richtig hielten. Unser Presbyterium hat nun dieses Privileg der Wahl eines Pfarrers gleich zweimal, denn wir haben zur Zeit zwei freie Pfarrstellen, die besetzt werden sollen. Wir haben aber auch die Qual der Wahl, denn 18 Pfarrerinnen und Pfarrer haben sich auf die Anzeige im Amtsblatt beworben. So wird die Entscheidung in dieser Frage in den nächsten Monaten eines der Themen unserer Presbyteriumssitzungen sein. Im November hatten wir den Text der Anzeige beschlossen, die am 15. Januar im Amtsblatt erschien. 3 Wochen später, am Tag unserer Sitzung im Februar, endete die Bewerbungsfrist. Zur Sitzung lagen bereits 15 Bewerbungen vor, drei weitere folgten noch fristgerecht am Folgetag. Die Bewerbungsmappen wurden unter den Mitgliedern des Pfarrwahlausschusses zu einer Vorprüfung verteilt. Am 18. Februar, nach dem Abschiedsgottesdienst
für Herrn Pohl, traf sich der Ausschuss, um über die Bewerbungen zu beraten und dem Presbyterium vorzuschlagen, welche Bewerberinnen und Bewerber zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden sollen. Der Ausschuss hat sich für 9 Personen entschieden. Im Presbyterium wurde am 5. März über diesen Vorschlag beraten. Die Mitglieder haben sich der Ausschuss-Empfehlung angeschlossen. Bis Ostern sollen nun die Gespräche stattfinden. Um nicht zu viel Zeit zu verlieren, wurde im April ein zweiter Sitzungstermin für Vorstellungsgespräche im Presbyterium eingeplant. Spätestens Mitte April wird das Presbyterium über das weitere Verfahren entscheiden. Ziel ist es, bis zu den Sommerferien die „Neuen“
zu wählen, damit sie nach den Sommerpause ihren Dienst aufnehmen können. Im Mai und Juni kann es sein, dass der ausgedruckte Predigtplan für Gastpredigten kurzfristig abgeändert werden muss. Alle  chritte zur Vorbereitung der Pfarrwahl sind in großer Einmütigkeit und sehr konstruktiver Atmosphäre
entschieden worden. Ein zweites Mega-Thema steht in jeder Sitzung auf der Tagesordnung: die Baumaßnahmen rund um die Petruskirche. Bei der Sitzung am 5. Februar stellte der Baukirchmeister die Planungen vor, die seit der Gemeindeversammlung am 3. September vorangetrieben worden sind. Verhandlungenmit der kirchlichen und städtischen Bauaufsicht und mit dem Denkmalschutz waren zu
führen, die einzelnen Schritte und die Planung im Detail mussten vom Baukirchmeister, vom Projektsteuerer und der Architektin ausgearbeitet werden. Das Ergebnis fand viel Zustimmung sowohl im Presbyterium wie im Gemeindeausschuss, der am Tag nach dem Presbyterium zusammenkam, und in
dem Herr Wunderlich die Pläne ebenfalls im Detail erläuterte. Um die Finanzierung der Baukosten zu sichern, sind noch Gespräche mit dem Kirchenkreis zu führen, der ja 70 Prozent der Gesamtkosten tragen soll. Der Gemeindeanteil von 30 Prozent kann aus dem Verkauf der aufgegebenen Gebäude
(Matthiaskirche, Pauluskirche, Gemeindehaus am Diezelweg und Gemeindesaal  Am Röttchen) erbracht werden.
Als ersten konkreten Schritt zur Umsetzung hat das Presbyterium beschlossen, den Bauantrag für den  neuen Gemeindesaal beim Bauaufsichtsamt des Stadt Düsseldorf zu stellen. Ebenso wurde beschlossen, die notwendige Orgelsanierung durch die Firma ausführen zu lassen, die die Orgel vor ca. 60 Jahren gebaut hat. Dieser Entscheidung waren ebenfalls intensive Verhandlungen mit verschiedenen  Orgelbaufirmen und dem Orgelsachverständigen der Landeskirche vorangegangen. Auch in der Märzsitzung ging es um die Baumaßnahmen, diesmal hauptsächlich um die Frage der erforderlichen Parkplätze und die Modernisierung der Orgel. Neben diesen Dauerthemen, die den größten Raum in den beiden Sitzungen einnahmen, gab es auch noch andere Entscheidungen zu treffen. So wurde Frau Nitsch aus demGemeindebüro in den Pfarrwahlausschuss und Herr Schulz in den Diakonie-Ausschuss der Gemeinde berufen. In der Sitzung im März wurde die Besetzung aller Ausschüsse daraufhin überprüft, ob sie noch der Wirklichkeit und dem Bedarf entsprechen. Herr Schaaf wurde als Vorsitzender des
Presbyteriums und Frau Davidovic als Kirchmeisterin für zwei weitere Jahre bestätigt. Es wurde zudem beschlossen, dass der Baukirchmeister und die Finanzkirchmeisterin sich gegenseitig vertreten und darum keine Stellvertreter benannt werden müssen. Während die meisten Ausschüsse in ihrer Zusammensetzung bestätigt wurden, beschloss das Presbyterium, einige Aufträge neu zu vergeben: Für die Verbindung zur Diakonie Düsseldorf wurde Frau Faust berufen, Herr Bischoff zum Beauftragten für die Ökumene und Frau Vietz für die Fortbildung der Presbyter. Sie wird sich zum Beispiel dafür einsetzen, dass einige Presbyter als Ersthelfer ausgebildet werden können. Außerdem berichtete Frau Davidovic von
der Tagung der Vorsitzenden und Kirchmeister im Kirchenkreis. Dort wurde vereinbart, dass die Synode im Frühjahr in Gerresheim auf einen Tag (28. April) begrenzt werden soll. Nach der Wahl von Frau  Superintendentin Tetz zur Oberkirchenrätin wird überlegt, für den Kirchenkreis einen hauptamtlichen
Superintendenten zu berufen. Im Blick auf die Kreissynode im Frühjahr muss jede Gemeinde einen Bericht abgeben über die wichtigsten Ereignisse im letzten Jahr. Der Bericht, den Herr Schaaf und Herr
Schnapp vorbereitet hatten, wurde vom Presbyterium beraten und einstimmig beschlossen.
Die Kirchenordnung schreibt vor, dass das Presbyterium über die Zulassung der Konfirmanden zur Konfirmation zu entscheiden hat. Die älteren Gemeindemitglieder werden sich noch daran erinnern, dass
früher eine Prüfung mit Abfragen stattfand, vor der die Konfirmanden oft große Angst hatten. Stattdessen berichten die Konfirmanden heute in einem Vorstellungsgottesdienst über ein Thema aus den Konfirmandenjahr. Das Presbyterium stellte fest, dass der Konfirmandenjahrgang dieses Jahr einen sehr
guten Eindruck hinterlassen hat. Nun ist zu hoffen, dass einige von ihnen auch nach der Konfirmation in der Jugendarbeit unserer Gemeinde aktiv bleiben. Für das nächste Jahr haben sich bisher 22 Jugendliche zum Unterricht angemeldet. In beiden Sitzungen ging es auch um Gottesdienste. Für die Gottesdienste am
Heiligen Abend wurde ein Vorschlag des zuständigen Ausschusses beraten. Endgültige Entscheidungen darüber sollen aber erst erfolgen, wenn die neuen Pfarrstelleninhaber ihre Vorstellungen einbringen können. Es ist angedacht einen zusätzlichen Gottesdienst für Familien mit kleinen Kindern am frühen
Nachmittag anzubieten. Die geänderten Gottesdienstzeiten für Silvester und Neujahr wurden ebenfalls beschlossen.
Ein Sorgenthema wurde in beiden Sitzungen behandelt, ohne das eine schnelle Lösung gefunden wurde: Es werden dringend neue Austräger für den Gemeindebrief gesucht, weil vor allem in Lichtenbroich einige
treue Botinnen und Boten aus Alters- und Krankheitsgründen aufhören müssen. Ihnen sei erst einmal herzlich für diesen treuen Dienst gedankt, der sich ja meistens im Stillen vollzieht. Vielleicht können einige jüngere Menschen gefunden werden (u. U. Eltern von Kindern und Jugendlichen). Je mehr Austräger sich bereit erklären alle zwei Monate diesen Dienst tun, desto kleiner werden die Bezirke für jeden einzelnen.
Sie sehen, liebe Gemeindemitglieder, es sind vielfältige Themen, die im Presbyterium beraten werden. Manche fallen unter die Kategorie Kleinkram, aber auch die müssen erledigt werden. Andere aber haben entscheidende Bedeutung für die Zukunft der Gemeinde Unterrath. Die Gemeinde könnte noch immer zwei Menschen gebrauchen, die sich für ihre Gemeinde einsetzen wollen und sich für das Amt des Presbyters oder Presbyterin zur Verfügung stellen.
Paul Schnapp, Pfarrer im Ruhestand

 

20.01.2018



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