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Fortbildung für Presbyterinnen und Presbyter

 

Im Folgenden bieten wir Ihnen Themen für Studientagen an, aus denen sich einzelne Presbyterien ihr Fortbildungsprogramm auswählen. Zudem haben wir noch "Impulstage für Presbyterinnen und Presbyter" im Angebot, die für die ganze rheinische Landeskirche ausgeschrieben sind und zu denen sich Presbyterinnen und Presbyter auch einzeln anmelden können.

1. Zurück zu den Anfängen – vorwärts in die Zukunft (KA)

Gerade in Zeiten, in denen die Kirche nicht mehr aus dem Vollen schöpfen kann, in denen ihr nicht nur die finanziellen Mittel, sondern auch die Mitglieder, die Akzeptanz und der traditionelle Rückhalt in der Gesellschaft wegzubrechen drohen, ist immer wieder der Ruf zu hören: „Back to the roots“ – Zurück zu den Wurzeln.
Die Rückbesinnung auf ur-christliche Traditionen, Werte und Aufgaben soll zu einem neuen Bewusstsein über die eigentliche Mitte christlichen Redens und Handelns führen.
An einem Studientag schauen wir zurück auf die Anfänge des Christentums, um von da aus wieder nach vorne zu blicken:
·    Wie war es wirklich in den ersten christlichen Gemeinden?
·    Mit welchen Problemen hatten die damaligen „Presbyterien“ zu tun?
·    Gibt es Parallelen zu heute?
·    Was können wir von den „Alten“ für die eigene Arbeit lernen?
·    Welche Wege – alte wie neue – sind zukunftsweisend?

2. Gemeindekonzeption – Chance und Aufgabe (KA, CJ)

Der Alltag eines Presbyteriums ist oft geprägt von vielen aktuellen, dringenden Entscheidungen und dem Blick auf die nächsten anstehenden Termine.
Auf dem Hintergrund dieser Erfahrung ist die Diskussion um eine Gemeindekonzeption nicht nur Zumutung, sondern auch Chance, die Gemeinde in ihrer Vielfalt und in ihren Zusammenhängen zu betrachten, Strukturen und Traditionen zu erkennen, sich eigene Hoffnungen und Erwartungen an Gemeinde bewusst zu machen, Leitbilder auf ihre Aussagekraft und Grenzen zu befragen und damit das eigene Tun durchschaubarer zu machen und das Wesentliche nicht vor lauter Einzelfragen aus dem Blick zu verlieren.
Im Spannungsfeld von „Bestandsaufnahme“ und „Zukunftshoffnungen“ für die Gemeinde wird deutlich, was die Aufgabe zur Entwicklung einer Gemeindekonzeption bedeutet und welche Arbeitsschritte dazu nötig sind.

Mögliche inhaltliche Schwerpunkte – Auswahl in Absprache:
·    Was ist und wozu überhaupt Konzeption?
·    Konzeption –  Zumutung, Überforderung oder Chance
·    Selbstverständnis des Presbyteriums als Gemeindeleitung
·    Leitbilder und Visionen von Gemeinde
·    Schritte und Werkzeuge zu einer Gemeindekonzeption

3. Das Ehrenamt in Kirche und Gemeinde (KA)

Nur wenn viele in der Gemeinde mitmachen, lassen sich auch viele gute und wichtige Aufgaben in Angriff nehmen. Aber woher nehmen, wenn nicht stehlen... Selbst auf den Dörfern oder zumindest in erreichbarer Nähe gibt es mittlerweile so viele andere Angebote, in die (Frei-)Zeit investiert werden kann. Die Konkurrenz, die ebenfalls Freiwillige sucht und braucht, ist gross. An einem Studientag beschäftigen wir uns mit konkreten Handlungsmöglichkeiten zum Thema Ehrenamt z.B. anhand folgender Fragestellungen:
·    Wie lassen sich Ehrenamtliche für die Kirchengemeinde gewinnen?
·    Wie können Ehrenamtliche unterstützt und gestärkt werden?
·    Wie ist das Verhältnis zwischen Ehren- und Hauptamtlichen?

4. Abendmahl und "Kirchenzucht" (KA)
Die evangelische Tradition kennt nur zwei sogenannte Sakramente, die Taufe und das Abendmahl. Als Sakramente sind sie Zeichen für Gottes heilvolles Handeln an uns Menschen.
Schon die Alte Kirche und auch die Reformatoren, insbesondere Calvin, sahen den Ausschluss aus der Mahlgemeinschaft – also vom Abendmahl – als ein Mittel, die „Sünder" wieder auf den rechten Weg zu führen. Diese Möglichkeit der „Kirchenzucht" fand auch Eingang in die Kirchenordnung der Evangelischen Kirche im Rheinland.

1996 wurden die Artikel der Kirchenordnung über die „Kirchenzucht" ersatzlos gestrichen. In der Landessynode der EKiR 2004 wurde die Frage nach dem Ausschluss vom Abendmahl und dem kirchenleitenden Instrument der Kirchenzucht noch einmal aufgenommen. Jetzt liegt eine Stellungnahme der Kirchenleitung vor, die erläutert, warum die Kirche nicht vom Mahl des Herrn ausschließen darf. Diese Stellungnahme ist ein Anlass, noch einmal über die Rolle des Abendmahls und über die Frage nach kirchlichen Disziplinierungsmassnahmen für Kirchenmitglieder nachzudenken.

Wir beschäftigen uns an einem Studientag mit folgenden Fragestellungen:
·   Wie sieht das eigene Verständnis von Abendmahl aus?
 ·   Was sagt die Tradition der Kirche(n), der Gemeinde?
 ·   Was sagt die Bibel?
·    Wer darf überhaupt am Abendmahl teilnehmen?
 ·   Darf die Kirche vom Abendmahl ausschließen?
 ·   Muss "Kirchenzucht" sein und wenn ja, wie kann sie aussehen?

5. Familie - Leitbild und Realität (CJ)
Die Landessynode 2006 wird sich mit dem Schwerpunktthema „Familie“ befassen, aber auch in anderen Zusammenhängen ist das Thema im Gespräch. Der Studientag nimmt Idee und Realität von „Familie“ im Laufe der Geschichte und in der Gegenwart kritisch in den Blick und fragt, wie sie unsere Vorstellungen und Erwartungen prägen und welche Aspekte wir dabei vernachlässigen. Biblisch-theologische Aspekte kommen dabei ebenso zur Sprache wie die Frage nach den Lebensbedingungen und Bedürfnissen von Familien in der Gegenwart.

6. Wirtschaften für das Leben (CJ)
Globalisierung ist in aller Munde, und Auswirkungen der Globalisierung sind bis in den Alltag hinein spürbar – bei uns wie in den Ländern des Südens. Die Landessynode 2007 wird sich diesem Thema widmen. In Zusammenarbeit zwischen Gemeindedienst für Mission und Ökumene, Erwachsenenbildung und dem Institut „Südwind“ wird Arbeitsmaterial für die Vorbereitung auf die Synode erstellt. Schwerpunkte werden die internationalen Finanzmärkte, die internationalen Handelsbeziehungen und der internationale Arbeitsmarkt sein. Aus der theologischen Reflexion werden Beurteilungskriterien entwickelt und Perspektiven für kirchliches und privates Handeln aufgezeigt.

Ausführlichere Informationen erhalten Sie auf Anfrage. Wenn wir den Gemeinden den Termin des Seminars bestätigt haben, meldet die Gemeinde die Teilnehmer/innen verbindlich an und überweist die Teilnahmekosten.  

Impulstage für Presbyterinnen und Presbyter

Familie - Leitbild und Realität
am 18.02.06 im Ev. Erwachsenenbildungswerk, Simmern

Das Presbyterium und das „liebe" Geld
am 29.04.06 im Ev. Erwachsenenbildungswerk, Simmern

Das Ehrenamt in Kirche und Gemeinde
am 20.05.06 im Ev. Erwachsenenbildungswerk, Simmern

Sitzungen erfolgreich leiten und effizient gestalten
am 18.06.06 im Ev. Erwachsenenbildungswerk, Simmern

Alles, was Recht ist
am 23.09.06 im Ev. Erwachsenenbildungswerk, Simmern

Wirtschaften für das Leben
am 18.11.06 im Ev. Erwachsenenbildungswerk, Simmern

Detailbeschreibungen für die einzelnen Studientage finden Sie in unseren Programmheften und im landeskirchlichen Fortbildungsheft, die im Dezember erscheinen.

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