

Gemeindebüro
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Im Bereich Begleitung finden Sie Informationen zu den Themen Taufe, Konfirmation, Hochzeit, Trauer und Kircheneintritt.
Das »Gesprächsforum Gemeindezukunft« eröffnet Ihnen seit April eine monatliche Plattform für den informellen Austausch aller Interessierten. Darüber hinaus ist jedes Mitglied des Presbyteriums für Sie ansprechbar. Wir müssen jetzt viel miteinander reden.
Kommen Sie und bringen Sie Ihre Kompetenzen ein! Dieser Wunsch richtet sich an alle, Jung und Alt: Stärken Sie jetzt das Presbyterium und helfen Sie mit, den Weg der Gemeinde so zu gestalten, dass wir für lange Zeit als eigenständige und handlungsfähige Kirchengemeinde evangelisch handeln und leben.
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(aus dem Gemeindebrief September 2011)
Vom Minus zum Plus!
Wie geht es weiter mit den Zukunftsthemen der Gemeinde?
Wer die Gemeindeversammlung am 8. Juli besucht hat, wird neugierig darauf sein, welche Entwürfe unsere Entscheidung für die zukünftige Beheimatung des gemeindlichen Lebens bestimmen werden. Es haben sich zwei Ansätze herausgestellt, die folgendermaßen charakterisiert werden können:
Um eine vergleichbare Grundlage zu schaffen, wurde eine »Transparenz-AG« eingesetzt, die über die Sommermonate den Auftrag erhalten hat, aus dem Haushalt und durch fachkundige Begleitung den jeweils vorgeschlagenen Weg mit konkreten Zahlen zu hinterlegen. Die Leitung der Arbeitsgruppe hat dankenswerterweise Herr Ulrich Paul übernommen.
Entscheidend wird letztlich sein, welche Gemeindekonzeption mit jedem der beiden Ansätze verbunden ist und ob es gelingt, finanziell wie inhaltlich der gemeindlichen Vielfalt ein Format zu geben, dasguten Gewissens an die nach uns kommende Generation weitergegeben werden kann.
»Wer schnell sein will, muss am Anfang langsam sein« lautet ein chinesisches Sprichwort, das wir uns zu Eigen machen wollen, indem nicht die schnelle Entscheidung unser Ziel ist, sondern ein gründlicher Prozess mit einer gemeinsamen Entwicklung hin zu einem tragfähigen Zukunftsbild für unsere Gemeinde.
Gesprächsforum Gemeindezukunft
Das Gesprächsforum Gemeindezukunft eröffnet Ihnen seit April eine monatliche Plattform für den informellen Austausch aller Interessierten. Darüber hinaus ist jedes Mitglied des Presbyteriums für Sie ansprechbar. Wir laden weiter ein, das Gesprächsforum zu besuchen, das jeweils am ersten Donnerstag im Monat stattfindet:
7. September, 6. Oktober, 10. November und 1. Dezember jeweils um 19.45 Uhr
im Jugendhaus,Bodelschwinghstraße 13
Dort soll in nächster Zeit schwer punktmäßig an der Konzeption unseres Zukunftsbildes gearbeitet werden.
Ihr Pfarrer Andreas Volke
Vorsitzender des Presbyteriums
Wohin geht es mit der Gemeinde?
1993 gab es das letzte Mal einen echten Zuwachs im Kirchensteueraufkommen in Essen. Die Folgejahre überstanden die Gemeinden durch Kürzungen ihres Personalbestandes, durch Verkauf einzelner Gebäude und den stetigen Verzehr ihrer Rücklagen. Genauso ist es auch bei uns in Rellinghausen verlaufen.
Nach einer Phase intensiver Analyse unserer Möglichkeiten hat sich das Presbyterium dazu entschlossen, dieser Entwicklung nicht weiter mit kleinen Schritten, sondern mit einem großen Schritt zu begegnen. Statt überall nur weiter ab- und rückzubauen, schlägt das Presbyterium jetzt vor, in der Gemeindearbeit Schwerpunkte zu setzen, um so auch wieder aufzubauen und die Stärken unserer Gemeinde zu kultivieren.
Zwar liegen wir mit dem Haushalt im strukturellen Defizit, das ist richtig. Aber dennoch ist unsere Gemeinde reich. Reich an Menschen mit Gaben und Kompetenzen, denen der christliche Glaube wichtig ist; reich an Familien, die nach christlichen Werten fragen; reich an Alten und Jungen, die unsere Kirche mit Musik füllen. Reich ist die Gemeinde auch an Gebäuden und Grundstücken, und reich an Leuten, die bereit sind, für eine gute Sache mehr zu geben als ihre Kirchensteuer.
In seiner Eigenschaft als das von Ihnen beauftragte Leitungsgremium hat das Presbyterium die Aufgabe angenommen, über die entstandene Finanzkrise hinaus Zukunftsvisionen zu entwickeln und Pflöcke der Orientierung zu setzen. Damit ist ein Prozess des Auslotens und der Beratung angestoßen, an dessen Ende die dann gemeinsam erkannten notwendigen Zukunftsentscheidungen stehen sollen. Auf diesem Weg wurden zwischen April 2010 und Februar 2011 folgende Richtungsbeschlüsse gefasst:
• Wir wollen uns konzeptionell auf zwei Schwerpunkte konzentrieren, ohne damit die Begleitung der Senioren, die Bildungs- und Kulturarbeit sowie die Arbeit des Dritte-Welt-Ladens zurückzustellen: Kirchenmusik und Familienarbeit.
• Wir wollen den Gebäudebestand überprüfen und nach Möglichkeiten Ausschau halten, die Gemeindearbeit an der Kirche unter einem Dach zusammenzuführen.
Wir sehen die Möglichkeit, die Haushaltskrise als Chance zu nutzen, um die Gemeinde so auszurichten, dass auch die nächsten Generationen eine sichere Basis erhalten, rund um die denkmalgeschützte Kirche eine attraktive, an den Erfordernissen des Stadtteils ausgerichtete evangelische Gemeinde zu bilden. Wir werden zunehmend dahin kommen, Gemeinde vor Ort durch das gemeinsame Handeln von uns allen zu gestalten und dabei Ehrenamt und hauptamtliche Tätigkeit noch stärker zu verbinden. Darum wollen wir auch die jungen Menschen in der Gemeinde, insbesondere auch die zahlreichen jungen Familien einladen, jetzt einzusteigen und die Zukunft der Gemeinde mitzugestalten. Es wird ihre Zukunft sein.
Das Gespräch über die Zukunftsfragen aber hat eigentlich erst seit der zweiten Versammlung am 27.02.2011 so richtig an Fahrt und Intensität gewonnen. Zugegeben, der Dialog zwischen Presbyterium und Gemeinde hatte einen schlechten Start. Die letzte Versammlung hinterließ mehr Fragen als Antworten. Wir haben inzwischen ein besseres Gefühl dafür bekommen, wie viele Menschen in unserem Stadtteil ihre evangelische Kirche lieben, sich für die Gemeinde einsetzen und daher informiert mitreden möchten.
Die anstehenden Fragen sind weitreichend und komplex, das Gespräch darüber braucht Zeit. Die nächste Gemeindeversammlung ist auf den 8. Juli 2011 angesetzt, einen Freitagabend um 19.00 Uhr im Gemeindehaus. Bisher gefasste Beschlüsse, sofern sie über Vorgespräche und das weitere Ausloten der Voraussetzungen für zukünftige Entscheidungen hinausgehen, werden bis dahin nicht ausgeführt. Darauf hat sich das Presbyterium in seiner Sitzung am 4. April noch einmal ausdrücklich verständigt. Das heißt auch, dass ein Antrag beim Land NRW auf Zertifizierung eines Familienzentrums vor dem 8. Juli nicht gestellt wird. Schon gar nicht wird eine Veräußerung von Liegenschaften bis dahin ins Auge gefasst.
Vielmehr wird das Presbyterium die Zeit nutzen, sich über die eingesetzte Steuerungsgruppe, in den Ausschüssen und in seinen Sitzungen mit kritischen Anfragen und Alternativvorschlägen zu befassen, die uns aus der Gemeinde zugeleitet wurden – auch mit denen, die auf der letzten Gemeindeversammlung nicht den nötigen Raum fanden. Wir werden Gespräche mit dem Kirchenkreis und dem Landeskirchenamt aufnehmen sowie die Möglichkeit erkunden, öffentliche Förderungen für unsere Familienarbeit zu erhalten.
Essen, den 7. April 2011
Pfarrer Dr. Gotthard Oblau
Pfarrer Andreas Volke