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Meldung vom 9.9.02
Aids-Hilfe NRW sieht durch Sparpläne Prävention gefährdet
Düsseldorf (epd). Die nordrhein-westfälische Aids-Hilfe hat gegen geplante Kürzungen im NRW-Landeshaushalt protestiert. Die stellvertretende Landesvorsitzende Julia Ellen Schmalz und Landesgeschäftsführer Dirk Meyer warnten am Montag in Düsseldorf vor einem Zusammenbruch der Aids-Prävention. Auch viele Kommunen hätten bereits ihre Zuschüsse für die Aids-Hilfe gestrichen.
Der Aids-Etat im Landeshaushalt bleibe zwar formal unverändert bei 3,75 Millionen Euro, sagte Meyer. Aus diesem Topf würden aber 600.000 Euro als NRW-Beitrag für die Bundes-HIV-Stiftung herausgenommen, die in anderen Bereichen eingespart werden müssten. Dies komme einer Kürzung um 16 Prozent gleich. Auch im Etat "Drogen und Sucht" seien Kürzungen vorgesehen. Das NRW-Gesundheitsministerium wies die Vorwürfe zurück und betonte, Beratung und Prävention durch die Aids-Hilfen seien nicht gefährdet.
In NRW lebt nach Angaben der Aids-Hilfe zurzeit etwa ein Viertel der bundesweit 40.000 HIV-positiven Menschen. Bundesweit sind derzeit 5.000 Infizierte an Aids erkrankt, in NRW sind es 1.100. Rund 87 Prozent der Aids-Erkrankten sind Männer, auch bei den Neuinfektionen sind zu drei Vierteln Männer betroffen. (9.9.02)
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09.09.2002
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