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Gewalterfahrungen in frühen Lebensjahren: ein Kindersoldat in Westafrika. Foto: Jonas Ekströmer/WCC
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Gewalterfahrungen in frühen Lebensjahren: ein Kindersoldat in Westafrika. Foto: Jonas Ekströmer/WCC

Gewalt überwinden 

Für eine „Leitkultur des gerechten Friedens“

Wie engagiert sich die Kirche in der Friedenserziehung? Wie sieht ihr Friedensdienst aus? Für eine Abschlusserklärung der Dekade zur Überwindung der Gewalt sucht man ökumenisch nach Antworten. Im Rheinland gibt es ein Forum mit Gemeinden und Basisgruppen.

Mit dem ersten Entwurf der „Internationalen Ökumenischen Erklärung zum gerechten Frieden“ beschäftigt sich eine Tagung vom 11. bis 13. September in der Evangelischen Akademie im Rheinland in Bonn. Im Internationalen Forum der Evangelischen Kirche im Rheinland wird die Ökumenische Friedenskonvokation zum Abschluss der „Dekade zur Überwindung der Gewalt“ 2011 in Jamaika vorbereitet. In der Abschlusserklärung sollen alle Christinnen und Christen ihre persönliche Botschaft von Frieden und Gerechtigkeit einbringen können.

Nach Ansicht von Dr. Geiko Müller-Fahrenholz, dem Vorsitzenden der Redaktionsgruppe für den ersten Entwurf, soll der Text „Christenmenschen Mut machen, über ihre Friedenshoffnung nachzudenken“. Man brauche eine „Leitkultur des gerechten Friedens“, auch wenn einzelne Mittel unterschiedlich aussähen. Den ersten Entwurf erarbeitete ein internationaler Kreis.

In Gemeinden und Gruppen sieht Müller-Fahrenholz folgende Ansätze für die Weiterarbeit am Entwurf:

  • Gebete und Lieder zum Frieden von Kindern, Jugendlichen, Frauen und Männern,
  • Kommentare aus Ökumene-Gruppen und Fakultäten,
  • Stellungnahmen und konkrete Maßnahmen aus Synoden und Konferenzen,
  • Veröffentlichung und Förderung besonders guter Beispiele.

Friedensethik in einer Zeit des Umbruchs

Barbara Rudolph, Oberkirchenrätin der Evangelischen Kirche im Rheinland, erinnert in der Einladung daran, dass die Dekade das friedensethische Engagement der Kirchen in einer Zeit der Umbrüche und Veränderungen dokumentiert. Stichworte sind der Fall der Mauer, Digitalisierung, Globalisierung, Klimawandel und Wirtschaftskrise. Um so wichtiger sei das Engagement von Menschen, die sich für eine bessere Welt einsetzten.

Anmeldungen nimmt die Evangelische Akademie im Rheinland entgegen. Im „Open Space“ der Veranstaltung werden beispielhafte Projekte vorgestellt. Konferenzsprache ist Englisch. Es wird simultan ins Deutsche übersetzt. Auch wer nicht zum Forum fährt, kann seinen Beitrag senden an Nan Braunschweiger, Koordinatorin Internationale Ökumenische Friedenskonvokation beim Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf. Die Mailadresse lautet nan@wcc-cor.org. Kopien sind erbeten an res@wcc-coe.org ind info@ack-oec.de.


ekir.de / rtm 30.07.2009


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