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Neugewählte am Nachmittag in die rheinische Kirchenleitung eingeführt 

„Begeisterte Hoffnungsträger“ müssen ihr Amt immer neu erbeten und neu riskieren

EKiR-Pressestelle

Neue Kirchenleitungsmitglieder der Evangelischen Kirche im Rheinland sind heute Nachmittag (14 Uhr; siehe Sperrfrist) mit einem festlichen Gottesdienst in Düsseldorf von Präses Nikolaus Schneider in ihre Ämter eingeführt worden: Die Landessynode der rheinischen Kirche hatte Helga Siemens-Weibring (51), Sozialwissenschaftlerin aus Essen, im Januar als nebenamtliches Mitglied der Kirchenleitung gewählt. Auch Hans-Joachim Schwabe (63), Bankdirektor i.R. aus Schwalmtal, und Oberstudienrätin Susanne Degenhardt (52) aus Würselen wurden als stellvertretende nebenamtliche Mitglieder der Kirchenleitung in der Johanneskirche am Martin-Luther-Platz eingeführt.

Aus seinem Dienst als nebenamtliches Mitglied der Kirchenleitung verabschiedet wurde Ulrich Weber. Im Juli vergangenen Jahres hatte der 59-Jährige eine neue berufliche Aufgabe im Personalvorstand der Deutsche Bahn AG, Berlin, übernommen.

Kein Schutz vor Kritik, Dummheit oder Scheitern

Neben Präses Schneider und Vizepräses Petra Bosse-Huber gestalteten weitere Mitglieder der insgesamt 16-köpfigen Kirchenleitung den Gottesdienst liturgisch. Pfarrer Rolf Breitbarth, Superintendent des Kirchenkreises Niederberg und selbst nebenamtliches Kirchenleitungsmitglied, unterstrich in seiner Predigt zu Versen aus dem Römerbrief die besondere Bedeutung der Hoffnung: „Christen sind nicht nur Hoffnungsbesitzer, sondern auch begeisterte Hoffnungsträger“, so Breitbarth. Hoffnungsbegeisterung schütze nicht vor Kritik und auch nicht vor Dummheit oder vor den Erfahrungen des Scheiterns: „Aber die Hoffnung geht nicht unter, denn gelegentlich erfahren sie auch erstaunten Respekt für Standhaftigkeit und Authentizität. All diese Hoffnungsbegeisterten müssen auch Situationen aushalten, die sie zu zerreißen drohen.“ Und: „Hoffnungsbegeisterte sind Hoffnungsträger für andere. Ja, es ist ein Amt, in das uns der Heilige Geist einsetzt. Aber es ist ein evangelisches Amt, das immer wieder neu erbetet, neu riskiert und neu geschenkt werden muss“, so der Theologe.

Die Evangelische Kirche im Rheinland ist mit 2,8 Millionen Mitgliedern die zweitgrößte der 22 evangelischen Landeskirchen in Deutschland. Sie erstreckt sich zwischen Niederrhein und Saar über das Gebiet der ehemaligen preußischen Rheinprovinz. Die 767 Gemeinden, die in 39 Kirchenkreisen zusammengeschlossen sind, liegen in vier Bundesländern (Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland). Die jährlich tagende Landessynode, das oberste Leitungsgremium der rheinischen Kirche, bestimmt die Geschicke der Landeskirche. Sie wählt den oder die Präses und die 15 weiteren Mitglieder des Präsidiums der Synode (Kirchenleitung). In der Kirchenleitung arbeiten und entscheiden Theologinnen und Theologen und Laien gemeinsam.

 

 

Der Predigttext:

Römer 5, 1-5

(1) Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, (2) durch den wir mittels des Glaubens auch Zugang erhalten haben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns in der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes. (3) Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch in den Trübsalen, da wir wissen, dass die Trübsal Ausharren bewirkt, (4) das Ausharren aber Bewährung, die Bewährung aber Hoffnung; (5) die Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.


Düsseldorf / EKiR-Pressestelle 28.02.2010


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