Hier können Sie Kontakt aufnehmen Hier können Sie nach Artikeln oder Personen suchen Hier gelangen Sie zur Sitemap zurück zur Startseite

Meldung vom 17.9.2006

Fast 7.000 Menschen in Westfalen demonstrieren gegen Rechts

Fast 7000 Menschen haben in der Region Ostwestfalen-Lippe am Samstag weitgehend friedlich gegen Aufmärsche von Rechtsextremisten demonstriert.

Nach Angaben der Polizei waren allein in Bielefeld bei der Kundgebung "Wir halten dagegen" 5.000 Menschen unterwegs. Ein Bündnis der Stadt, der Kirchen, Friedensgruppen und Gewerkschaften hatten zur Teilnahme aufgerufen. Die Zahl der Neonazis betrug den Polizeiangaben nach 150.

Nach ihrem Aufmarsch in Bielefeld teilte sich die Gruppe der Rechtsextremisten auf die Städte Gütersloh und Minden auf. Dort trafen sie auf insgesamt rund 1.750 Gegendemonstranten. In Gütersloh wurde der Zug der Rechten durch die Blockade einer antifaschistischen Gruppe gestoppt. Um Ausschreitungen zu verhindern, beendete die Polizei nach eigenen Angaben den rechten Aufmarsch. In Minden ordnete die Polizei einen verkürzten Weg für die Rechtsextremisten an.

Die Superintendentin der evangelischen Kirche in Bielefeld, Regine Burg, mahnte auf der zentralen Kundgebung des Bündnisses "Wir halten dagegen" zum gemeinsamen gesellschaftlichen Engagement gegen Ausgrenzung von Benachteiligten. Dies seien Behinderte, Ausländer, Ältere, Arbeitslose und Angehörige anderer Religionen. "Der Frust und die Perspektivlosigkeit vieler wird benutzt, Angst vor Fremden wird wird wieder geschürt", warnte die Theologin. Es werde wieder rechtes Gedankengut verbreitet. Vielmehr müssten die Momente des fröhlichen Miteinanders der Kulturen während der Fußball-WM ihre Fortsetzung finden. (d93854/17.9.2006)


17.09.2006





EPD: Aktuelle Nachrichten vom epd-west / Redaktion Düsseldorf, Koblenz, Saarbrücken