Schneider und Buß: EKD-Kongress hat wichtige Impulse gegeben
Von dem Treffen in der Stadt des Reformators Martin Luther seien zahlreiche Anstöße ausgegangen, sagte Buß. Es habe sowohl den Glauben wie auch das Miteinander in der Vielfalt des Protestantismus unter dem Dach der EKD gestärkt. Die Ergebnisse des Kongresses würden jetzt in Westfalen systematisch ausgewertet und auf einer "Zukunftswerkstatt" im Rahmen des westfälischen Reformprozesses am 15. September weiterentwickelt, kündigte der oberste Repräsentant der viertgrößten Landeskirche an.
"Wir nehmen wichtige Impulse aus der Lutherstadt mit nach Hause", erklärte Schneider. Nach Angaben des leitenden Theologen der zweitgrößten EKD-Gliedkirche sollen die Anstöße des Kongresses zügig in die Gemeinden getragen werden. "Dann können wir sehen, welche der Wittenberger Impulse für das Profil und die Anforderungen der rheinischen Kirche und ihrer Gemeinden passend und hilfreich sind, damit wir uns trotz weniger werdender Gelder nicht aus der Fläche zurückziehen müssen."
In Wittenberg hatten Vertreter aller 23 Landeskirchen seit Donnerstagabend in Wittenberg über die kirchlichen Reformperspektiven bis 2030 diskutiert. Grundlage war das vor einem halben Jahr vorgelegte EKD-Papier "Kirche der Freiheit" mit Empfehlungen einer Expertenkommission. Trotz aller Kontroversen sei auf dem Kongress klar geworden, dass die evangelische Kirche in einen unumkehrbaren Zukunftsprozess hineingeraten sei, erklärte der EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber zum Abschluss am Samstag. Einen Weg zurück gebe es nicht mehr.
29.01.2007
EPD: Aktuelle Nachrichten vom epd-west / Redaktion Düsseldorf, Koblenz, Saarbrücken









