Meldung vom 2.5.2007
Kirchen fordern Forcierung der Klimaschutz-Politik
Der westfälische Präses Alfred Buß hat Kritik an der derzeitigen Klimaschutz-Politik geübt.Der Präses verwies auf das im April gegründete Bündnis, das die Kirchen gemeinsam mit Umweltverbänden und anderen Organisationen ins Leben gerufen haben. "Dieses Bündnis fordert eine wirkungsvolle sozial- und umweltverträgliche Energie- und Klimapolitik ein, jenseits der angekündigten praktizierten Ankündigungspolitik", erklärte Buß weiter.
Der rheinische Präses Nikolaus Schneider hob die Dringlichkeit der Debatte hervor. "Es darf keine Panikmache entstehen, doch es muss klar sein, es geht ums Überleben und es kann zum Absturz kommen." Schneider verwies auch auf mögliche Auseinandersetzungen, die innerhalb der Gesellschaft entstehen könnten. "Es kann irgendwann zu militärischer Gewalt um Ressourcen- und Standortsicherung kommen."
Der Essener Weihbischof Franz Grave zeigte die Rolle auf, die Kirchen in dieser Debatte spielen. "Wir wollen für dieses gesellschaftspolitische Thema ersten Ranges ein Forum für einen offenen Meinungsaustausch bilden." Die Kirchen müssten klar machen, dass Energie und Schöpfung als ethische Fragen zusammengehören. Die Diskussion in Mülheim könne nur ein Auftakt sein.
Unter dem Motto "Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung - Vor welchen Herausforderungen steht das 'Energieland NRW'?" diskutierten Experten aus Wirtschaft, Politik und Kirche mögliche Szenarien und die Rolle der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen bei der Lösung des Klimaproblems. Zu der Veranstaltung hatte die Katholische Akademie Wolfsburg und die beiden Evangelischen Akademien im Rheinland und in Westfalen eingeladen. (d51930/2.5.2007)
02.05.2007
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