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Meldung vom 4.5.2007

Menschenwürde und Klimawandel sind Schwerpunkte

Der Klimawandel wird ein zentrales Thema des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Köln sein.

Die Klimafrage stehe im Zusammenhang mit anderen Themen der Globalisierung, sagte Kirchentags-Generalsekretärin Ellen Ueberschär in einem epd-Gespräch in Frankfurt. Dafür sei die Formel von der "Macht der Würde" entwickelt worden. Mit dem Kriterium der Würde wolle der Kirchentag vom 6. bis 10. Juni eine Orientierung geben, die die Gesellschaft dringend benötige.

Der fast zeitgleich stattfindende G-8-Gipfel in Heiligendamm werde auf dem protestantischen Laientreffen ein kritisches Gegenüber haben, betonte Ueberschär. Sie kündigte an, der Kirchentag solle weitgehend als klimaneutrale Veranstaltung abgehalten werden. Sie warb dafür, zur Anreise die Bahn zu nutzen, auch wenn sie teurer sei als einige Billig-Airlines. Zum Kirchentag unter dem Motto "Lebendig und kräftig und schärfer" werden rund 100.000 Dauerteilnehmer erwartet.

Im Ballungsraum Köln werde zudem mit einer großen Zahl von Tagesteilnehmern gerechnet, sagte Ueberschär. Besondere Aufmerksamkeit werde der geplante Besuch deutscher Spitzenpolitiker, darunter Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), am 9. Juni auf sich ziehen.

Auch die in der evangelischen Kirche heftig umstrittene "Bibel in gerechter Sprache" werde auf dem Kirchentag eine Rolle spielen, fügte Ueberschär hinzu. Dazu sind unter anderem Streitgespräche geplant. Die "gerechte" Bibel sei aus Impulsen früherer Kirchentage hervorgegangen. Nach den Worten von Kirchentags-Sprecher Rüdiger Runge wird die "Bibel in gerechter Sprache" auch auf dem Kölner Protestantentreffen zum Einsatz kommen, allerdings immer in Verbindung und als Ergänzung zur maßgeblichen Luther-Übersetzung. (d51960/4.5.2007)


04.05.2007





EPD: Aktuelle Nachrichten vom epd-west / Redaktion Düsseldorf, Koblenz, Saarbrücken