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Meldung vom 4.2.2008

Umstrittener Moschee-Bau im Kölner Rosenmontagszug

Der umstrittene Bau einer Großmoschee in Köln war auch Thema auf zwei Mottowagen beim Kölner Rosenmontagszug.

Einer der Persiflage-Wagen präsentierte die neue Moschee als "Die Kölsche Lösung - en neue Kulturkamell", der als zweites Minarett kurzerhand ein Turm des Doms aufgesetzt wird. Davor dokumentieren Yildirim und Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) mit Kopftuch in den rot-weißen Stadtfarben die gute Nachbarschaft zwischen Einheimischen und Muslimen in der Stadt.

Der zweite Wagen zeichnete ein Zerrbild der Moschee mit der Kuppel als Totenkopf. Motto dieses Rosenmontags-Wagens war "Die Moschee im Dorf lassen". Das kölsche Hänneschen blickt auf dem Entwurf erschreckt und entsetzt angesichts des Zerrbildes, das ein Politiker auf eine Leinwand zeichnet, während im Hintergrund das wahre Bild der Moschee zu sehen ist. Neben den Mitgliedern der jeweiligen Karnevals-Gesellschaften warfen auch Vertreter der Muslime von den beiden Motto-Wagen herab "Kamelle und Strüßjer" unters närrische Volk.

Die Wagenbauer in der Domstadt hatten sich bei der Planung der beiden Festwagen von Muslimen beraten lassen, darunter auch vom Generalsekretär der türkisch-islamischen Organisation Ditib, Mehmet Yildirim. Die Ditib lässt die Großmoschee in Köln bauen und war vor allem wegen der Dimensionen und der Höhe der Minarette in die Kritik geraten. (d20583/4.2.2008)


05.02.2008




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