Landessynode 2009
Kreislauf der Gewalt durchbrechen
Der Dialog und die Verständigung zwischen den Religionen standen im Mittelpunkt der Morgenandacht von Dr. Dirk Chr. Siedler, Vorsitzender des Arbeitskreises Christen und Muslime.Er sprach über die Lage in Indonesien, wo Christinnen und Christen in der Minderheit sind. In einem solchen Kontext sei der Dialog schwieriger, aber „dringlicher“, so Siedler. Dialogbemühungen auf Java nannte er ermutigend und beispielgebend. „Das kann zeigen, dass die bösen Ahnungen, die Lukas formuliert hat, nicht wahr werden müssen. Dass der Kreislauf der Gewalt durchbrochen werden kann.“
Verständigung und Dialog bedeute nicht, eigene Glaubensinhalte aufzugeben oder über Glaubensfragen wie auf einem Basar zu feilschen, sagte Siedler. „Aber im Dialog können wir nicht nur die uns fremde Tradition besser kennen, sondern auch unsere eigene tiefer begreifen lernen. Es geht darum, Gemeinsamkeiten zu formulieren, um der gesellschaftlichen Verantwortung in unserem Land und in der unserer Welt gerecht zu werden.“
ekir.de/pas 15.01.2009
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