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Alle zusammen: Joakim Arenius und der Mass-Choir  im Burg-Wächter Castello.
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Alle zusammen: Joakim Arenius und der Mass-Choir im Burg-Wächter Castello.

Gospelkirchentag 2006

Viel geballtes Halleluja

Drei Tage Gospel - drei Tage voller Begeisterung, Bewegung und viel, viel Gesang. Mit einem ebenso festlichen wie schwungvollen Gottesdienst endete der 3. Internationale Gospelkirchentag.

Das bedeutendste Festival der Gospelmusik in Deutschland lockte seit Freitag mehr als 30.000 Besucherinnen und Besucher in die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt. 3.100 angemeldete Dauerteilnehmende nahmen an Workshops teil oder sorgten in einem der insgesamt 99 Chöre selbst für musikalische Unterhaltung in Kirchen, Konzertsälen und auf Open-Air-Bühnen in der Düsseldorfer Innenstadt.

Und brachten die Stadt zum Klingen: "Soviel geballtes Halleluja wurde bisher noch nicht in Düsseldorf gesungen", so Dr. Ulrich Erker-Sonnabend, Pressesprecher von "evangelisch in Düsseldorf", dem örtlichen Kooperationspartner.

 


Mittendrin dabei: Vizepräses Petra Bosse-Huber.

"Das war ein tolles Fest", resümierte auch die rheinische Vizepräses Petra Bosse-Huber am Sonntag Nachmittag für den Trägerkreis des Gospelkirchentags.

Die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche von Westfalen und die Lippische Landeskirche richteten das Fest bereits zum dritten Mal unter Beteilung der Creativen Kirche Witten aus.

"Wir haben heute morgen im Burg-Wächter Castello unter Leitung des schwedischen Gospelstars Joakim Arenius 'Thy will be done' mit 3.500 Menschen vierstimmig gesungen. Das war für mich der bewegendste Moment des Gospelkirchentags", so Vizepräses Bosse-Huber. Die Veranstaltung habe gezeigt, dass das Gospel-Singen nicht nur denen, die zuhören, Freude bereitet: "Auch für die Sängerinnen und Sänger ist das ein beglückendes Tun mit Leib und Seele." Deshalb sei es nicht verwunderlich, dass die Gospel-Szene wachse.

Und auch die Zusammenarbeit mit den katholischen Gemeinden in Düsseldorf klappte ausgezeichnet: viel Raum und Platz stand auch dort den Gospelsängerinnen und Sängern zur Verfügung. "Na klar - und wir haben ja noch eine Rechnung vom Weltjugendtag offen", wurde von katholischer Seite mit einem Schmunzeln erklärt.

 


Einladung nach Hannover 2008: Oberlandeskirchenrat Dr. Brandy, links: Martin Bartelworth, Creative Kirche Witten.

Im Jahr 2008 wird der 4. Internationale Gospelkirchentag dann in Hannover stattfinden. In Vertretung der erkrankten Landesbischöfin Margot Käßmann lud Oberlandeskirchenrat Dr. Hans Christian Brandy die Besucherinnen und Besucher des Abschlussgottesdienstes in die niedersächsische Landeshauptstadt ein. Warum Hannover? "Auch wir haben - wie hier in NRW - eine große und blühende Gospelszene, die sich frei und spontan auch neben der Kirche entwickelt", erklärte Brandy. "Der Gospelkirchentag soll ein Signal geben: Ihr seid in der Kirche zu Hause", so Brandy.

Dass der Gospelkirchentag seine "Heimat" Nordrhein-Westfalen verlässt, ist für die Vizepräses der rheinischen Kirche ein Zeichen des Aufbruchs: "Wir haben hier gemeinsam ein gutes Festival geboren und auf den Weg gebracht. Jetzt soll es auch in anderen Regionen des Landes Freundinnen und Freunde des Gospel anlocken. Und wir aus dem Westen werden gewiss dabei sein."


jpi / mai 03.09.2006