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Basilika in Trier
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Basilika in Trier

Doppeljubiläum der Basilika in Trier

Herausragende Gottesdienststätte

Mehr als tausend Besucherinnen und Besucher haben die Eröffnung des Doppeljubiläums 150 Jahre Konstantin-Basilika als Evangelische Kirche zum Erlöser und 50 Jahre Wiederaufbau der Basilika nach dem Krieg gefeiert.

Mit einem Festgottesdienst und einem Festakt begannen die Feierlichkeiten rund um den ehemaligen römischen Thronsaal in Trier. Die aus dem 4. Jahrhundert stammende Konstantin-Basilika ist das älteste Gebäude in Deutschland, das eine Kirche beherbergt. In den kommenden Jahren soll mit großer Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz eine neue Orgel für den größten säulenlosen Hallenbau nördlich der Alpen gebaut werden.
 
„Ihre Kirche gehört zu den herausragenden Gottesdienststätten unserer rheinischen Kirche“, eröffnete Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), seine Festpredigt. Schneider hob die beeindruckende Größe des Kirchenraums sowie die Art und Weise seiner Gestaltung hervor. „Gerade die Schlichtheit ihrer Form vermittelt auf ihre Weise die Botschaft Jesu: Gott ist gegenwärtig, er ist uns nahe.“

Die rheinland-pfälzische Staatsministerin Malu Dreyer überbrachte beim Festakt die Grüße des Landes- Rheinland-Pfalz und machte der Evangelischen Kirchengemeinde Trier zum Jubiläum ein besonderes Geschenk: Die Konstantin-Basilika solle mit Hilfe des Landes eine neue Orgel erhalten. „Das Land wird den Hauptteil der Orgel finanzieren, damit Sie in Zukunft eine große symphonische Orgel zur Verfügung haben“, versprach die Ministerin.

Ausstellung über die Geschichte der Konstantin-Basilika
 
Zum Doppeljubiläum präsentiert die Evangelische Kirchengemeinde Trier die Ausstellung „Auf ewige Zeiten“ über die wechselhafte Geschichte der Basilika. Sie spiegelt die vielfältige Nutzung des römischen Baus vom Thronsaal im 4. Jahr bis zur Evangelischen Kirche seit dem 19. Jahrhundert wieder.

Die Trierer Konstantin-Basilika stammt aus der Römerzeit. Aus dem Thronsaal römischer Kaiser im 4. Jahrhundert wurde im Mittelalter eine Burganlage. Diese wurde zum Teil abgerissen, der Rest in das im 17. und 18. Jahrhundert neu entstehende kurfürstliche Palais integriert. 1844 erfolgte der Umbau zur Kirche auf den Fundamenten der römischen Palastaula. 1856 konnte die Evangelische Kirche zum Erlöser eingeweiht werden. 1956 wurde die im 2. Weltkrieg schwer beschädigte Kirche ein zweites Mal als Gottesdienststätte in Dienst genommen.

Die Ausstellung „Auf ewige Zeiten – Die Geschichte der Konstantin-Basilika“ wird bis zum 31. Oktober in der Basilika präsentiert.


neu 03.09.2006