Köln
Ein klanglicher Quantensprung
Der Name der Kirche ist quasi geblieben, aber die Stadt hat gewechselt: Die Gemeinde Aachen hat ihre Dreifaltigkeitskirche aufgegeben und deren Klais-Orgel verkauft. Am 24. Januar wird die Einweihung dieser Orgel in der Kölner Trinitatiskirche gefeiert.
Ein halbes Jahr hat das Projekt gebraucht von der Planung über den eigentlichen Umzug und die Umwandlung der Trinitatiskirche in eine Baustelle bis zur Fertigstellung. Den Umzug übernahm der Erbauer, die Bonner Orgelbauwerkstatt Klais, die nicht nur Aufträge in Neuseeland und China hat, sondern auch die große Orgel des Kölner Doms gebaut hat. Allein 3000 Pfeifen reisten von Aachen nach Köln, die kleinsten neun Millimeter, die größten fast fünf Meter. Mit dem Umzug der Orgel, die sowohl klanglich als auch architektonisch in die Trinitatiskirche eingepasst werden musste, sei auch „ein Stück Familiengeschichte erhalten“, sagt Philipp Klais, der heutige Chef der Firma Klais.
Uraufführung zur Einweihung
Eine halbe Million Euro hat die Kölner die neue Orgel gekostet, ohne private Spender und vier große Firmen wäre das Geld nicht zusammen gekommen. In der Festschrift „toccata“ sind beide Themen – das Kirchenjubiläum und die Orgeleinweihung – in zahlreichen Beiträgen näher beleuchtet. Rund 70 Veranstaltungen umfasst das Jubiläumsprogramm, das logischerweise einen Schwerpunkt bei der Orgel legt.
Im Einweihungsgottesdienst am 24. Januar, 18 Uhr, spielt Prof. Johannes Geffert, international renommierter Professor für Orgel und Improvisation an der Musikhochschule Köln und einst in jungen Jahren Kirchenmusiker in Aachen. Geffert spielt dann ein eigens für die neue Orgel komponiertes Werk. Darin nimmt der Komponist Michael Ostrzyga das zentrale Motiv auf. Das Stück heißt "Trinity“.
ekir.de / neu 07.01.2010
© EKiR.de 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung























