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Aus der Aachener Dreifaltigkeitskirche in die Kölner Trinitatiskirche umgezogen: die Klais-Orgel.
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Aus der Aachener Dreifaltigkeitskirche in die Kölner Trinitatiskirche umgezogen: die Klais-Orgel.

Köln 

Ein klanglicher Quantensprung

Der Name der Kirche ist quasi geblieben, aber die Stadt hat gewechselt: Die Gemeinde Aachen hat ihre Dreifaltigkeitskirche aufgegeben und deren Klais-Orgel verkauft. Am 24. Januar wird die Einweihung dieser Orgel in der Kölner Trinitatiskirche gefeiert.


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Pressekonferenz zur Vorstellung der neuen Orgel und des Festprogramms 150 Jahre Trinitatiskirche.

Die „Klais-Orgel opus 1643“, umgezogen von Aachen nach Köln, ist also ein gebrauchtes Instrument, das klingt ein bisschen schäbig. Dass sie nicht wirklich alt ist – Baujahr 1987 – klingt auch nicht umwerfend. Aber die Orgel - sie klingt. Und zwar phantastisch. „Sie ist ein Quantensprung“, sagt der Kölner Stadtsuperintendent Rolf Domning. „Sie sehen mich strahlend.“

 


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Stüler-Bau: die Trinitatiskirche wurde 1860 eingeweiht.

Dabei feiern die Kölner Evangelischen gleich doppelt: Die Kirche, die die neue Konzertorgel erhält, wird in diesem Jahr 150 Jahre alt. 1860 wurde die erste eigens für protestantische Gottesdienste gebaute Kirche in Köln fertig, errichtet nach Plänen des Berliner Schinkel-Schülers Friedrich August Stüler. Die Kirche, die 1942 bis auf die Außenmauern durch Bomben zerstört wurde, ist später wieder aufgebaut worden, sie hat gerade in den letzten Jahren mit aufregenden Kunstausstellungen große Aufmerksamkeit gewonnen, hat nicht zuletzt mit den zentralen Reformationsfeiern viele Menschen angezogen. Nur für Orgelmusik war sie eine Nullnummer, hatte nur ein kleines Orgelpositiv.

Ein halbes Jahr hat das Projekt gebraucht von der Planung über den eigentlichen Umzug und die Umwandlung der Trinitatiskirche in eine Baustelle bis zur Fertigstellung. Den Umzug übernahm der Erbauer, die Bonner Orgelbauwerkstatt Klais, die nicht nur Aufträge in Neuseeland und China hat, sondern auch die große Orgel des Kölner Doms gebaut hat. Allein 3000 Pfeifen reisten von Aachen nach Köln, die kleinsten neun Millimeter, die größten fast fünf Meter. Mit dem Umzug der Orgel, die sowohl klanglich als auch architektonisch in die Trinitatiskirche eingepasst werden musste, sei auch „ein Stück Familiengeschichte erhalten“, sagt Philipp Klais, der heutige Chef der Firma Klais.

Uraufführung zur Einweihung

Eine halbe Million Euro hat die Kölner die neue Orgel gekostet, ohne private Spender und vier große Firmen wäre das Geld nicht zusammen gekommen. In der Festschrift „toccata“ sind beide Themen – das Kirchenjubiläum und die Orgeleinweihung – in zahlreichen Beiträgen näher beleuchtet. Rund 70 Veranstaltungen umfasst das Jubiläumsprogramm, das logischerweise einen Schwerpunkt bei der Orgel legt.

Im Einweihungsgottesdienst am 24. Januar, 18 Uhr, spielt Prof. Johannes Geffert, international renommierter Professor für Orgel und Improvisation an der Musikhochschule Köln und einst in jungen Jahren Kirchenmusiker in Aachen. Geffert spielt dann ein eigens für die neue Orgel komponiertes Werk. Darin nimmt der Komponist Michael Ostrzyga das zentrale Motiv auf. Das Stück heißt "Trinity“.


ekir.de / neu 07.01.2010


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