Düsseldorf
Kreuze erinnern an Passionszeit
Vor dem Hintergrund der Debatten um Kreuze in Schulen und Gerichtsgebäuden erinnert die Künstlerin Maria Kauffmann im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland mit einem leuchtend roten „Lichtkreuz“ und drei weiteren Objekten an die Passion.Mit ihren Objekten will sie Glaubens- und Lebenserfahrungen im Kontext von Licht und Raum ansprechen, ohne zu belehren: „Sein Kreuz tragen scheint ein Phänomen zu sein, das jedem Menschen in der einen oder anderen Weise auferlegt ist“, so die Künstlerin, „sein Kreuz annehmen ist ein bewusstes Einbeziehen von Leid und Tod in unser eigenes Leben“.
Die imposanten „Lichtkreuze“ vereinigen unterschiedliche Materialien wie Holz, Leinwand, Metall und Licht zu Bildzeichen, die spirituell zur inneren Betrachtung anregen. Die Installation in Kreuzform mit rot leuchtenden Kunststoffröhren, die zurzeit im Foyeraufgang des Landeskirchenamtes buchstäblich schwebt, ist 2,70 Meter hoch und 1,40 Meter breit. Gehalten wird sie von einem Stahlseil mit einer Tragfähigkeit von bis zu 110 Kilogramm.
Gezeigt werden die Lichtkreuze in ganz Deutschland - in Kirchen, aber z.B. im Oktober 2010 auch auf der Landesgartenschau in Bad Nauheim. Zu Ostern wird ein Kreuz aus verwitterter Eiche mit geschmiedeten Nägeln in Oberursel von Gemeindemitgliedern vor die Kirche getragen und dort einen festen Platz erhalten.
Im Landeskirchenamt sind vier Objekte bis Ostern zu sehen.
ekir.de / es 23.02.2010
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