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EKIRBUSS
Evangelische Kirche im Rheinland - Blinden- und Sehbehinderten Seelsorge |
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| Hexenbuhle - Ein Buch über die Hexen- und Judenverfolgung um 1600 von Hartmut Hegeler |
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Während man heutzutage wissenschaftlich nachweisen kann, warum das Wetter schlecht ist, warum Krankheiten ausbrechen oder warum Unheil geschieht, konnte man dies im Mittelalter noch nicht. Aus diesem Grund suchte man Sündenböcke, die für Katastrophen, Tod und Krankheit zur Verantwortung gezogen werden konnten: Hexen, Zauberer und auch Juden, so glaubte man, waren Schuld an diversem Unheil. In Hexenprozessen zwang man die Beschuldigten zu einem Geständnis. Zunächst ohne, anschließend jedoch mit harten Foltermethoden brachte man das aus den zumeist Frauen heraus, was man hören wollte. Erfolgte ein Geständnis, war dies die Rechtfertigung für die Hinrichtung. Auch Kinder wurden hart bestraft für etwas, von dem sie sich nie freisprechen hätten können. Der juristische Wahlspruch "In dubio pro reo" (im Zweifel für den Angeklagten) hatte nicht die geringste Gültigkeit, im Gegenteil: Aus Druck der Bevölkerung heraus, mussten die Richter Erfolge verzeichnen und handelten fast willkürlich, um Geständnisse auf seltsamste Beschuldigungen zu erhalten. Pastor Hartmut Hegeler hat sich intensiv mit dem "schwarzen Kapitel" Hexenverfolgung auseinandergesetzt und recherchiert. Eine für ihn markante Person war Anton Prätorius, ein evangelischer Pfarrer, der einem Hexenprozess mit entschiedener Härte ein Ende bereitete. Aus geschichtlichen Erkenntnissen heraus verfaßte er unter Anderem einen Roman mit dem Titel "Hexenbuhle", der auch als Hörbuch erhältlich ist. Auf 2 CDs wird der Hörer in den Bann gezogen und durch die zahlreichen Geheimnisse um Anton Praetorius von der Spannung regelrecht mitgerissen. "Der junge Praetorius erlebt die Schrecken eines Hexenprozesses und lernt in Frankfurt 1614 zur Zeit der dramatischen Judenverfolgung die verführerisch schöne Franziska kennen. Vermag er das Geheimnis des Hexenbuhlen zu ergründen? Gelingt es, eine Frau aus der Folterkammer zu befreien? Aktuell ist das vehemente Eintreten von Anton Praetorius für die Abschaffung der Folter. Man hat diesen Verfechter der Menschenrechte daher als einen „Vorgänger“ von Amnesty International bezeichnet. Praetorius hat in seinem Leben gezeigt, was wir in heutiger Zeit immer wieder fordern sollten: Glaube und Zivilcourage. Hexenbuhle Roman: Hörbuch: Weitere Informationen zum Thema und Bezugsmöglichkeit finden Sie auf
der Homepage des Autors: |
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Stand:
05. Juni 2007 22:02:04 +0200