Evengelische Kirchengemeinde Elberfeld-Südstadt
Christuskirche Johanneskirche

Die Offenen Abende in der 2. Jahreshälfte 2010

Die Offenen Abende in der 2. Jahreshälfte 2010

 

 

 

 

9.Dezember                          „Haben Tiere eine Seele?“

Überlegungen zu einer Tierethik

Mit Pfr.i.R. Dr. Eberhard Röhrig

Mit der wachsenden Entfremdung des Menschen von der Natur hat sich auch sein Verhältnis zum Tier geändert. Haustiere sind heutzutage nicht selten Statussymbole, für die viel Geld ausgegeben wird. Nutz- und Wildtiere werden gnadenlos ausgebeutet, gejagt und fristen in Forschungslaboren, Pelztierfarmen und Legebatterien ein elendes Dasein. Dass - von Menschen verursacht - weltweit täglich eine Tierart ausstirbt, scheint kaum jemanden zu bekümmern. Ist Mitgeschöpflichkeit nur ein Thema für Tierschützer und ihre Organisationen? Was sagt die Bibel dazu, was sagen die Kirchen?

Eberhard Röhrig war fast 25 Jahre Pfarrer an der Johanneskirche, Superintendent des Kirchenkreises Elberfeld und Gründer der Offenen Abende. In seiner Dissertation, mit der er als Ruheständler an der Universität Bonn promovierte, setzt er sich nicht nur theologisch mit dem Thema Tierethik auseinander.

 

Die Offenen Abende finden immer donnerstags im Saal der Johanneskirche statt. Der Beginn ist 19:30 Uhr, der Eintritt ist frei. Eine Kollekte am Ausgang wird erbeten.

Birgit Schaffer


Diese Abende gab es bereits in der zweiten Jahreshälfte:

23. September                 „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“

Über die Kultur des Fußballs

Mit Prof. Dr. Matias Martinez

Die Bedeutung des Fußballs in unserer Gesellschaft endet nicht an den Kreidemarkierungen des Spielfelds. Man findet seine Spuren in Sprache, Wirtschaft, Politik, Werbung, Literatur, Kunst und vielen anderen Bereichen. Der Vortrag untersucht vor allem die Einflüsse dieses Sports auf die Alltagssprache.

Matias Martinez lehrt Neuere deutsche Literatur-geschichte an der Universität Wuppertal. Er ist Gründer und Direktor des Zentrums für Erzählforschung und - bekennender Fußballfan. Sein Lieblingsverein ist Werder  Bremen, wo er neun Jahre  als Jugendlicher gespielt hat.

 

7. Oktober                             „Die Wette biet’ ich“

Neue Interpretationen zu Goethes Faust

Mit Prof. Dr. Heinz Rölleke

Der „Faust“ gilt als das eigentliche Lebenswerk Goethes. Dabei gibt vor allem der zweite Teil Rätsel auf. Aber auch der erste Teil ist keineswegs so eindeutig, wie mancher vielleicht vermutet. Im Vortrag sollen in einer neuen Interpretation die „Wette“ mit Gott im Himmel, der „Pakt“ mit dem Teufel auf Erden und das Religionsgespräch mit Gretchen erläutert werden.

Heinz Rölleke hat sich nicht nuralsMärchenforscher in der deutschen Literaturgeschichte einen Namen gemacht. Er ist u.a. auch Mitherausgeber und Projektleiter der kritischen Ausgaben der Werke von Hugo von Hofmannsthal und Else Lasker-Schüler.

 



           Bilder vom 07.Oktober

   

 

4. November                    „Bibel, Spaten und Geschichte“

Chancen und Grenzen der biblischen Archäologie

Mit Prof. Dr. Dr. Dr.h.c Dieter Vieweger

Durchgerissene Mauern, abgerissene Fußböden, abgestürzte Räume - eine Katastrophe hat die Menschen vor mehr als 3000 Jahren auf dem Tall Zira’a im Norden Jordaniens heimgesucht. Was sich in der Spätbronzezeit genau abgespielt hat - ein Erdbeben, eine feindliche Eroberung oder eine Feuerkatastrophe - können die deutschen Archäologen, die sich unter Leitung von Dieter Vieweger und Jutta Häser seit 2003 am Tall Zira’a durch mehrere Kulturschichten arbeiten, zwar nicht sagen, doch stoßen sie bei ihren Grabungen immer wieder auf spektakuläre Funde und neue Erkenntnisse.

Dieter Vieweger (Foto: Pressestelle/Bergische Universität Wuppertal) ist Theologe und Archäologe, der an den Universitäten Wuppertal und Witten-Herdecke lehrt. Als Direktor des Biblisch-Archäologischen Instituts in Wuppertal sowie des Deutschen Evangelischen Instituts für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes in Jerusalem und Amman leitet er derzeit Forschungsprojekte in Jordanien und Israel.

Bilder vom 4. November

 

18. November                 „Wunder muss man ausprobieren“

Der Weg zur deutschen Einheit

Mit Dr. Reinhard Höppner

„Wir sind das Volk“, skandierten die Menschen, die im Oktober 1989 in Leipzig und anderen DDR-Städten friedlich gegen das SED-Regime protestierten. Als sie wenige Wochen später riefen „Wir sind  ein Volk“, wurde vielen klar, dass sich der Zug zur deutschen Einheit nicht mehr aufhalten ließ. Außer einer Schar von zum Teil prominenten Bürgerrechtlern wollten die meisten Menschen von einer Reform der DDR nichts mehr wissen.

Reinhard Höppner hat die Wende vor 20 Jahren nicht nur miterlebt, sondern aktiv mit gestaltet. Der Mathematiker  und engagierte Christ gehörte zu den Mitbegründern der SPD in der DDR und war Vizepräsident der letzten frei gewählten Volkskammer. Von 1994 bis 2002 war Höppner Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt. 2007 war er Präsident des Evangelischen Kirchentages in Köln.



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