Abschied von Pfarrer Frank H. Petig
Fotos von Hans Halstenbach
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Nach 33 Jahren geht Herr Pfarrer Petig in den Ruhestand
Lieber Frank!
Als Kollegin nehme ich dies zum Anlass, persönlich und subjektiv Bilanz zu ziehen und zurückzuschauen.
Wenn ich an unsere langjährige pfarramtliche Zusammenarbeit denke, fällt mir zunächst die freundliche Art ein, in der Du mich vor über 26 Jahren hier willkommengeheißen und mich mit den verschiedenen Feldern von Gemeindearbeit bekannt gemacht hast.
Ich denke an eine erste gemeinsame Fortbildung für den Elberfelder Erziehungsverein, die in mir die Freude an Fortbildungsarbeit für Erzieherinnen geweckt hat.
Ich denke an die Arbeit in unserem Kindergarten, die wir inzwischen seit vielen Jahren gemeinsam verantworten, und die Du vor vie
len Jahren dort initiiert hast.
Ich denke an drei Wochen Campingkirche, eine innovative und für mich gänzlich neue Art, Menschen in ihrer Alltagswelt zu begegnen.
Ich denke an Deine Art, Veränderungen und Umbauten in der Gemeinde planvoll und energisch anzugehen. So stehen wir heute als Gemeinde verhältnismäßig gut da. Du warst bereit, Kritik auf Dich zu ziehen, weil Du sehr früh verstanden hast, dass auch schmerzhafte Abschiede notwendig waren, um das Ganze zu erhalten.
Ich denke auch an Konflikte und Auseinandersetzungen über Sachfragen, die unser Verhältnis aber nie nachhaltig eintrüben konnten, die uns im Gegenteil miteinander verbunden haben, weil sie Teil unserer Geschichte geworden sind.
So sind Verlässlichkeit, Ideenreichtum, viel Humor und die Fähigkeit, sich Konflikten zu stellen, ohne nachtragend zu sein, für mich Kennzeichen Deiner Arbeit in unserer Gemeinde geworden.
Jetzt hast Du beschlossen, in Altersteilzeit zu gehen, die letzte Dienstetappe ist für Dich zu Ende. Für die gemeinsame Zeit mit Dir danke ich Dir auch im Namen des Presbyteriums und vieler Gemeindeglieder und wünsche Dir, dass Du den Ruhestand genießen kannst und all die Dinge tun wirst, zu denen man im Pfarrdienst nur unzureichend kommt.
Ich wünsche Dir und Deinen Lieben Gottes Segen, Gesundheit und die Gewissheit, dass Du getragen bist von der Menschenfreundlichkeit und Liebe Gottes, die abzubilden für uns Christenmenschen nicht nur im Dienst, sondern auch im Ruhestand vordringliche Aufgabe ist.
Uns als Gemeinde wünsche ich, dass Du uns verbunden bleibst und Dich auch weiterhin sehen lässt. Wir haben in den Jahren, die ich übersehen kann, und Du wirst mir hoffentlich beipflichten, erlebt, dass Veränderungen, wie sie sich jetzt durch Deinen Ruhestand ergeben, nicht leicht zu verkraften sind, und dass dennoch darin auch immer die leitende und helfende Hand Gottes erfahrbar gewesen ist. Dass dies auch jetzt wieder eine Erfahrung für uns werden möge, wünsche ich Dir und uns. Angelika van der List
Fotos (Thumb und Portrait): C.-D. Meier
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