Evengelische Kirchengemeinde Elberfeld-Südstadt
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Presbyteriumswahlen 05.02.12 | Presbyterium
Verwaltung | Gemeindekonzeption

Gemeindekonzeption

Die Südstadtgemeinde hat seit 2004 eine Gemeindekonzeption.

Den Text finden Sie hier.

Die Landessynode, oberstes Entscheidungsgremium der Evangelischen Kirche im Rheinland, hatte im Januar 2001 entschieden, dass sich alle gut 800 Kirchengemeinden eine „Gemeindekonzeption“ geben sollen, und zwar eine „zeitlich festgelegte Zielvereinbarung über die einzelnen Arbeitsfelder und die gesamte Gemeindearbeit“. Solche Konzeptionen sollen als Grundlage für Visitationen durch den Kirchenkreis, die Freigabe von Pfarrstellen u.a. dienen. Letztlich setzt sich natürlich eine Gemeinde damit von ihr selbst überprüfbare Ziele. Dazu gehört auch das Festlegen eines Überprüfungsverfahrens.

Am 15.3.2004 hat das Presbyterium die „Gemeindekonzeption der Evangelischen Kirchengemeinde Elberfeld-Südstadt“ verabschiedet. Sie ist mehr als 10 DIN-A-4 Seiten umfangreich.
Zur Vorbereitung hatten sich für die Dauer eines Jahres in monatlichen Abständen je zwei vom Presbyterium bestimmte ehrenamtliche und hauptamtliche MitarbeiterInnen, Presbyteriumsmitglieder und Pfarrer getroffen. Begleitet wurden sie von dem für Gemeindeberatung und Organisationsentwicklung zuständigen Landespfarrer Dieter Pohl aus Düsseldorf und seiner Mitarbeiterin Frau Radecki.
Die Konzeption beginnt mit einer Situationsanalyse der Kirchengemeinde, indem sie das Gebiet umreißt und die dort lebenden Menschen, ihre Prägungen und Orientierungen in Augenschein nimmt. Hierzu gehört z.B. das Feststellen der Religionszugehörigkeit. Für die Gemeinde selbst wird z.B. gesehen, dass ihr Altersaufbau zwei Spitzen, nämlich bei den 31-40 und den 61-70jährigen besitzt.
Dann wird der Auftrag der Gemeinde beschrieben: „Wir ... werden bei unserer Arbeit durch die Schönheit und die Menschenfreundlichkeit des biblischen Gottes bewegt, von dem wir durch Israel gehört haben und wissen. Der Jude Jesus ist für uns die Tür zu dem Gott, der uns beauftragt, für Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen und Bezügen da zu sein.“
Dabei versteht sich die Gemeinde „als Teil der Kirche in der Stadt, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Gemeinschaft der Christinnen und Christen weltweit.“
Die Konzeption nimmt das Presbyterium in den Blick und macht sich die Stärkung des Ehrenamtes zur Aufgabe. Dann führt sie breit vier Handlungsfelder aus: a) Gottesdienst, b) Kasualien, Seelsorge, Besuchsdienst, c) Bildungsarbeit und d) Diakonie. Hier wird vieles aufgeführt, was bekannt ist. Dabei wird eine erstaunliche Fülle an Aktivitäten erkennbar. Zielgruppen kommen in den Blick, Zuständigkeiten werden festgelegt, Zahlen werden genannt. Immer wird etwas mehr gefordert, als heute existiert. So versteht sich die ganze Konzeption als eine Zielvorgabe.
Da sie vom bestehenden Angebot ausgeht, war bislang mit revolutionären Veränderungen nicht zu rechnen. Auch ist nicht alles, was es gibt, erfasst. Und natürlich dürfen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht übergangen werden. Insofern muss niemand Angst haben, dass alle Regungen in der Gemeindearbeit, die vielleicht mit der Konzeption nicht übereinstimmen könnten, im Keim erstickt werden.
                                                                              G.Monhof