aktuelles
  • im archiv finden Sie alle themen der letzten monate

  •  13.1.
     

     

    Ehrenamtsbeauftragter des Kirchenkreises erhielt Verdienstkreuz
    Wolfgang Hirsch, derzeitiger Synodaler Beauftragter für das Ehrenamt im Kirchenkreis Essen, hat sich durch sein jahrelanges soziales und kirchliches Engagement in Essen und Bremen auszeichnungswürdige Verdienste erworben: Oberbürgermeister Reinhard Paß überreichte ihm dafür am Donnerstag (12. Januar) das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Während der feierlichen Übergabe im Rathaus ließ der Oberbürgermeister das umfangreiche Engagement Wolfgang Hirschs Revue passieren. Sein Wirken in der Kirchengemeinde Bredeney, in der Telefonseelsorge und im Haus der Evangelischen Kirche hinterlässt viele segensreiche Spuren – bis heute.  

     

    Engagement für die Chorarbeit in Bremen

     

    Wolfgang Hirschs ehrenamtlicher Einsatz in der Evangelischen Kirche begann früh: Seit der Konfirmation hatte sich der gebürtige Essener im Kindergottesdienstteam und in der Jugendarbeit der Evangelischen Kirchengemeinde Bredeney engagiert. Nach seinem berufsbedingten Wechsel nach Bremen 1966 trat Wolfgang Hirsch dort in den Chor des evangelischen St. Petri-Domes ein und arbeitete mehrere Jahre lang äußerst engagiert für den Vorstand, dessen Mitglied er war. Auch dem Konvent, dem höchsten Gremium der St. Petri Domgemeinde, gehörte er an. 1979 trat Hirsch dem Alsfelder Vokalensemble Bremen e.V. bei, für dessen Vorstand er eine intensive und erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit leistete – unter anderem gab er den entscheidenden Anstoß für eine detaillierte Diskografie und trieb die Anerkennung der Gemeinnützigkeit maßgeblich voran. Auch nach dem Ausscheiden aus dem Vorstand engagierte er sich weiter für den Chor. In den Neunziger Jahren wurde er zudem Mitinitiator, Mitbegründer und Vorstandsmitglied des überaus aktiven Freundeskreises Musik im Bremer Dom e.V.    

     

    Engagement für Kirchengemeinde und Kirchenkreis  

     

    Nach seiner Rückkehr aus Bremen, die ebenfalls aus beruflichen Gründen erfolgte, setzte Wolfgang Hirsch seine ehrenamtliche Tätigkeit in der Evangelischen Kirchengemeinde Bredeney fort: Im Küsterteam, als Liturg in den Gottesdiensten und auch im Redaktionsteam des Gemeindebriefes arbeitete er mit. Außerdem begann er mit dem Aufbau einer Ehrenamtsdatei, die das ehrenamtliche Engagement in der Kirchengemeinde fördern half. Nach einer entsprechenden Ausbildung durch das Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe übernahm Wolfgang Hirsch im Jahr 2003 die Leitung der „Kontaktstelle Ehrenamt“ der Evangelischen Kirche in Essen. Seitdem moderiert er regelmäßig die Treffen einer Projektgruppe, die die ehrenamtliche Arbeit in verschiedenen Bereichen der Evangelischen Kirche und Diakonie in Essen koordiniert und fördert. Von 2006 an engagierte sich Hirsch maßgeblich bei der Umsetzung des Pilotprojektes „Systematische Ehrenamtsarbeit am Beispiel der Evangelischen Kirchengemeinde Schonnbeck“, das vom Diakonischen Werk und der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe fachlich und wissenschaftlich begleitet wurde. Die Ergebnisse des Projekts wurden in einer vielbeachteten Publikation des Evangelischen Medienverbandes dokumentiert und auf einer bundesweiten ökumenischen Tagung in Köln der Öffentlichkeit präsentiert. 2009 übernahm Hirsch die neugeschaffene Synodalbeauftragung für das Ehrenamt im Kirchenkreis Essen, die er bis heute innehat.  

     

    Kulturhauptstadtprojekt in der Marktkirche  

     

    Im Kulturhauptstadtjahr 2010 organisierte Wolfgang Hirsch das Projekt „Ehrenamtliche Kirchenwächter in der Marktkirche“ und beteiligte sich das gesamte Jahr über auch selbst tatkräftig an den zu leistenden Diensten. Ein besonderes Anliegen war ihm dabei die Einbeziehung von Menschen mit Handicaps, die gemeinsam mit der „Aktion Menschenstadt“, dem Behindertenreferat des Kirchenkreises Essen, verwirklicht werden konnte. Das in Essen bislang einmalige Projekt findet bis heute seine Fortsetzung  – mittlerweile aber nicht mehr nur in der Marktkirche, sondern auch in der Kunstwerkstatt ARKA, die im Welterbe Zeche Zollverein ihren Sitz hat. 2011 würdigte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) diese gemeinsame Initiative für eine gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen am kulturellen Leben in der Stadt Essen als besonders vorbildlich.  

     

    Einsatz für die TelefonSeelsorge in Essen  

     

    Darüber hinaus arbeitet Wolfgang Hirsch seit nunmehr dreißig Jahren ehrenamtlich in der TelefonSeelsorge Essen mit. Mittlerweile hat er in mehr als 9.000 Telefonaten Menschen in schwierigen Lebenslagen geholfen. 1996 war er zudem Gründungsmitglied des Fördervereins für die Essener Telefonseelsorge (FETS e.V.), der die Ausbildung und fachliche Begleitung der ehrenamtlichen Telefonseelsorgerinnen und Telefonseelsorger finanziell unterstützt; seither ist Hirsch auch 1. Vorsitzender dieses Vereins. Beruflich ist Wolfgang Hirsch, der viele Jahre als leitender kaufmännischer Angestellter tätig war, 2006 in den Ruhestand getreten. Ehrenamtlich aktiv ist er bis heute – zum Wohl der Kirchengemeinde Bredeney, der Evangelischen Kirche in Essen und aller Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt. Unser Foto zeigt den Geehrten gemeinsam mit Oberbürgermeister Reinhard Paß und Ehefrau Carola.

     

    Foto: (c) Stadt Essen/Stadtbildstelle.