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Ehrenamtsbeauftragter des Kirchenkreises erhielt Verdienstkreuz
Wolfgang Hirsch, derzeitiger Synodaler Beauftragter für das
Ehrenamt im Kirchenkreis Essen, hat sich durch sein jahrelanges soziales und
kirchliches Engagement in Essen und Bremen auszeichnungswürdige Verdienste
erworben: Oberbürgermeister Reinhard Paß überreichte ihm dafür am Donnerstag
(12. Januar) das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der
Bundesrepublik Deutschland. Während der feierlichen Übergabe im Rathaus ließ
der Oberbürgermeister das umfangreiche Engagement Wolfgang Hirschs Revue
passieren. Sein Wirken in der Kirchengemeinde Bredeney, in der
Telefonseelsorge und im Haus der Evangelischen Kirche hinterlässt viele
segensreiche Spuren – bis heute.
Engagement für die Chorarbeit in Bremen
Wolfgang Hirschs ehrenamtlicher Einsatz in der Evangelischen Kirche begann
früh: Seit der Konfirmation hatte sich der gebürtige Essener im
Kindergottesdienstteam und in der Jugendarbeit der Evangelischen
Kirchengemeinde Bredeney engagiert. Nach seinem berufsbedingten Wechsel nach
Bremen 1966 trat Wolfgang Hirsch dort in den Chor des evangelischen St.
Petri-Domes ein und arbeitete mehrere Jahre lang äußerst engagiert für den
Vorstand, dessen Mitglied er war. Auch dem Konvent, dem höchsten Gremium der
St. Petri Domgemeinde, gehörte er an. 1979 trat Hirsch dem Alsfelder
Vokalensemble Bremen e.V. bei, für dessen Vorstand er eine intensive und
erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit leistete – unter anderem gab er den
entscheidenden Anstoß für eine detaillierte Diskografie und trieb die
Anerkennung der Gemeinnützigkeit maßgeblich voran. Auch nach dem Ausscheiden
aus dem Vorstand engagierte er sich weiter für den Chor. In den Neunziger
Jahren wurde er zudem Mitinitiator, Mitbegründer und Vorstandsmitglied des
überaus aktiven Freundeskreises Musik im Bremer Dom e.V.
Engagement für Kirchengemeinde und Kirchenkreis
Nach seiner Rückkehr aus Bremen, die ebenfalls aus beruflichen Gründen
erfolgte, setzte Wolfgang Hirsch seine ehrenamtliche Tätigkeit in der
Evangelischen Kirchengemeinde Bredeney fort: Im Küsterteam, als Liturg in
den Gottesdiensten und auch im Redaktionsteam des Gemeindebriefes arbeitete
er mit. Außerdem begann er mit dem Aufbau einer Ehrenamtsdatei, die das
ehrenamtliche Engagement in der Kirchengemeinde fördern half. Nach einer
entsprechenden Ausbildung durch das Diakonischen Werk
Rheinland-Westfalen-Lippe übernahm Wolfgang Hirsch im Jahr 2003 die Leitung
der „Kontaktstelle Ehrenamt“ der Evangelischen Kirche in Essen. Seitdem
moderiert er regelmäßig die Treffen einer Projektgruppe, die die
ehrenamtliche Arbeit in verschiedenen Bereichen der Evangelischen Kirche und
Diakonie in Essen koordiniert und fördert. Von 2006 an engagierte sich
Hirsch maßgeblich bei der Umsetzung des Pilotprojektes „Systematische
Ehrenamtsarbeit am Beispiel der Evangelischen Kirchengemeinde Schonnbeck“,
das vom Diakonischen Werk und der Evangelischen Fachhochschule
Rheinland-Westfalen-Lippe fachlich und wissenschaftlich begleitet wurde. Die
Ergebnisse des Projekts wurden in einer vielbeachteten Publikation des
Evangelischen Medienverbandes dokumentiert und auf einer bundesweiten
ökumenischen Tagung in Köln der Öffentlichkeit präsentiert. 2009 übernahm
Hirsch die neugeschaffene Synodalbeauftragung für das Ehrenamt im
Kirchenkreis Essen, die er bis heute innehat.
Kulturhauptstadtprojekt in der Marktkirche
Im Kulturhauptstadtjahr 2010 organisierte Wolfgang Hirsch das Projekt
„Ehrenamtliche Kirchenwächter in der Marktkirche“ und beteiligte sich das
gesamte Jahr über auch selbst tatkräftig an den zu leistenden Diensten. Ein
besonderes Anliegen war ihm dabei die Einbeziehung von Menschen mit
Handicaps, die gemeinsam mit der „Aktion Menschenstadt“, dem
Behindertenreferat des Kirchenkreises Essen, verwirklicht werden konnte. Das
in Essen bislang einmalige Projekt findet bis heute seine Fortsetzung –
mittlerweile aber nicht mehr nur in der Marktkirche, sondern auch in der
Kunstwerkstatt ARKA, die im Welterbe Zeche Zollverein ihren Sitz hat. 2011
würdigte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) diese gemeinsame
Initiative für eine gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen am
kulturellen Leben in der Stadt Essen als besonders vorbildlich.
Einsatz für die TelefonSeelsorge in Essen
Darüber hinaus arbeitet Wolfgang Hirsch seit nunmehr dreißig Jahren
ehrenamtlich in der TelefonSeelsorge Essen mit. Mittlerweile hat er in mehr
als 9.000 Telefonaten Menschen in schwierigen Lebenslagen geholfen. 1996 war
er zudem Gründungsmitglied des Fördervereins für die Essener
Telefonseelsorge (FETS e.V.), der die Ausbildung und fachliche Begleitung
der ehrenamtlichen Telefonseelsorgerinnen und Telefonseelsorger finanziell
unterstützt; seither ist Hirsch auch 1. Vorsitzender dieses Vereins.
Beruflich ist Wolfgang Hirsch, der viele Jahre als leitender kaufmännischer
Angestellter tätig war, 2006 in den Ruhestand getreten. Ehrenamtlich aktiv
ist er bis heute – zum Wohl der Kirchengemeinde Bredeney, der Evangelischen
Kirche in Essen und aller Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt. Unser Foto
zeigt den Geehrten gemeinsam mit Oberbürgermeister Reinhard Paß und Ehefrau
Carola.
Foto: (c) Stadt Essen/Stadtbildstelle. |