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  •  23.12.
     

     

    Diakonie: Dreißig Jahre Weihnachtsfeier für Wohnungslose
    Bereits zum 30. Mal veranstaltet die Zentrale Beratungsstelle für Wohnungslose des Diakoniewerks und des Caritasverbandes am 24. Dezember ihre traditionelle Weihnachtsfeier. In diesem Jahr findet die Feier schon zum fünften Mal im Studierendenzentrum "Die Brücke" statt. Erwartet werden wiederum etwa 160 wohnungslose und ehemals wohnungslose Frauen und Männer. Neben einem angemessenen festlichen Rahmen orientiert sich auch das Veranstaltungsprogramm an der besonderen Situation wohnungsloser Menschen. Zu Beginn der Feier halten Pfarrer Karl-Horst Junge, Vorstandsvorsitzender des Diakoniewerks Essen, und Franziskaner-Pater Hermann Josef eine gemeinsame Weihnachtsandacht. Im Anschluss an das festliche Mittagessen bestehen neben einem Filmangebot auch ausreichende Gesprächs- und Begegnungsmöglichkeiten.  

     

    Ein weiterer Höhepunkt der Feier ist die Ausgabe von Geschenktüten nach dem abschließenden Kaffeetrinken. Sowohl das Mittagessen, als auch der Inhalt der mit Handtüchern, Kaffee, Duschgel, Zahnbürsten, Socken, Tabak, Kalender und Süßigkeiten gefüllten Beutel konnten durch Spenden des Rotary Clubs Essen-Baldeney, von RWE-Companius sowie die traditionelle Unterstützung der Johanniter-Hilfsgemeinschaft Essen finanziert werden, deren Vertreterinnen und Vertreter auch beim Packen der Tüten hilfreich waren. Die insgesamt 200 Tüten werden auch als kleine Weihnachtsgrüße an ehemalige Wohnungslose, die inzwischen eine eigene Wohnung haben und an Wohnungslose, die derzeit im Krankenhaus liegen, überbracht. Schon seit vielen Jahren engagieren sich neben den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zahlreiche Essener Bürgerinnen und Bürger bei der Bewirtung und Betreuung der Gäste.                  

     

    Zum Hintergrund: Wohnungslosigkeit in Essen
    Im Jahr 2011 wurden von der Beratungsstelle für Wohnungslose etwa 1.200 wohnungslose Menschen beraten und betreut. Rund 150 von ihnen sind ohne jegliches Obdach, sie suchen auf Baustellen, in Geschäftseingängen oder in Zelten einen mehr oder weniger geschützten Unterschlupf. Dabei hat sich der Trend, dass immer jüngere Menschen die Beratungsstelle aufsuchen, weiter fortgesetzt. So macht die wachsende Zahl der unter 27-jährigen Menschen erstmals einen Anteil von über 30% aus. Die Gründe hierfür liegen oftmals in schlechten wirtschaftlichen und sozialen Familienverhältnissen sowie in der Perspektivlosigkeit der jungen Menschen. Auch der Anstieg von wohnungslosen Menschen mit starken psychischen Erkrankungen bis hin zur völligen sozialen Entwurzelung stellt erhöhte Anforderungen an die individuelle Beratungsleistung und die kompetente Vermittlung adäquater Hilfeangebote.

     

    Foto: (c) Diakoniewerk Essen.