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Diakonie: Dreißig Jahre Weihnachtsfeier für Wohnungslose
Bereits zum 30. Mal veranstaltet die Zentrale Beratungsstelle für
Wohnungslose des Diakoniewerks und des Caritasverbandes am 24. Dezember ihre
traditionelle Weihnachtsfeier. In diesem Jahr findet die Feier schon zum
fünften Mal im Studierendenzentrum "Die Brücke" statt. Erwartet werden
wiederum etwa 160 wohnungslose und ehemals wohnungslose Frauen und Männer.
Neben einem angemessenen festlichen Rahmen orientiert sich auch das
Veranstaltungsprogramm an der besonderen Situation wohnungsloser Menschen.
Zu Beginn der Feier halten Pfarrer Karl-Horst Junge, Vorstandsvorsitzender
des Diakoniewerks Essen, und Franziskaner-Pater Hermann Josef eine
gemeinsame Weihnachtsandacht. Im Anschluss an das festliche Mittagessen
bestehen neben einem Filmangebot auch ausreichende Gesprächs- und
Begegnungsmöglichkeiten.
Ein weiterer Höhepunkt der
Feier ist die Ausgabe von Geschenktüten nach dem abschließenden
Kaffeetrinken. Sowohl das Mittagessen, als auch der Inhalt der mit
Handtüchern, Kaffee, Duschgel, Zahnbürsten, Socken, Tabak, Kalender und
Süßigkeiten gefüllten Beutel konnten durch Spenden des Rotary Clubs Essen-Baldeney,
von RWE-Companius sowie die traditionelle Unterstützung der
Johanniter-Hilfsgemeinschaft Essen finanziert werden, deren Vertreterinnen
und Vertreter auch beim Packen der Tüten hilfreich waren. Die insgesamt 200
Tüten werden auch als kleine Weihnachtsgrüße an ehemalige Wohnungslose, die
inzwischen eine eigene Wohnung haben und an Wohnungslose, die derzeit im
Krankenhaus liegen, überbracht. Schon seit vielen Jahren engagieren sich
neben den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zahlreiche
Essener Bürgerinnen und Bürger bei der Bewirtung und Betreuung der Gäste.
Zum Hintergrund: Wohnungslosigkeit in Essen
Im Jahr 2011 wurden von der Beratungsstelle für Wohnungslose etwa 1.200
wohnungslose Menschen beraten und betreut. Rund 150 von ihnen sind ohne
jegliches Obdach, sie suchen auf Baustellen, in Geschäftseingängen oder in
Zelten einen mehr oder weniger geschützten Unterschlupf. Dabei hat sich der
Trend, dass immer jüngere Menschen die Beratungsstelle aufsuchen, weiter
fortgesetzt. So macht die wachsende Zahl der unter 27-jährigen Menschen
erstmals einen Anteil von über 30% aus. Die Gründe hierfür liegen oftmals in
schlechten wirtschaftlichen und sozialen Familienverhältnissen sowie in der
Perspektivlosigkeit der jungen Menschen. Auch der Anstieg von wohnungslosen
Menschen mit starken psychischen Erkrankungen bis hin zur völligen sozialen
Entwurzelung stellt erhöhte Anforderungen an die individuelle
Beratungsleistung und die kompetente Vermittlung adäquater Hilfeangebote.
Foto: (c) Diakoniewerk Essen. |
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