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  •  27.4.
     

    Essener Frauenkirchentag öffnete am Samstag seine Türen
    Zum ersten Mal gab es in Essen einen „Frauenkirchentag“: Rund 170 Frauen fanden sich im Melanchthon-Gemeindezentrum in Holsterhausen ein, um unter der Überschrift "Frau, was begehrst du?" ein Programm "mit Leib und Seele" zu erleben.
    Veranstalter waren neben dem Synodalen Ausschuss für Frauenfragen auch die Synodalbeauftragten der Kirchenkreise, Giselheid Bahrenberg, Barbara Dressler und Ingeborg Schlottmann. Im Mittelpunkt des Frauenkirchentages standen neun kreative Workshops – u.a. zu den Themen „Ausdrucksmalen“, „Mitreden“, „Heilungswege“, „Meditativer Tanz“ und „Bibliodrama“. Zum Motto des Tages sprach die Frankfurter Journalistin und Theologin Antje Schrupp (Foto); umrahmt wurde die Veranstaltung von Musik und Spiritualität.

    „Danke! Es hat sehr gut getan.“ – „Toll! Leider zu wenig Möglichkeit, an allen Workshops teilzunehmen. Vielleicht demnächst an einem ganzen Wochenende?“ – „Mehr davon! Super organisiert!“ – „War phantastisch geplant und durchgeführt. Danke dem ganzen Team.“ – „Super: So viele Frauen in Gemeinschaft zu erleben!“ – „Gut organisiert und durchdacht und mit viel Liebe und Energie dabei. Vielen Dank!“ – „Das Treffen und die Gespräche mit so vielen interessanten Frauen! Das Miteinander auf dem Wege sein! Danke!“ – „Mir fehlen ausnahmsweise mal die Worte. Wie schön! Danke!“

    So oder ähnlich lauteten die Kommentare der Besucherinnen des Frauenkirchentages am vergangenen Samstag im Melanchthon –Gemeindezentrum. Rund 170 Frauen waren gekommen und erlebten mit Leib und Seele ein Programm rund ums Thema „Frau, was begehrst du?“ Zu Beginn hielt die Frankfurter Theologin und Journalistin Dr. Antje Schrupp einen Vortrag zum Thema „Begehren und weibliche Freiheit“. Schrupp bestimmt „Begehren“ als die Kraft, mit der Frauen sich in Beziehung setzen – zu anderen, zu sich selbst, zu den Dingen und Anliegen, die ihnen wichtig sind – und damit die Welt verändern. Das eigene Begehren ist zugleich die Spur zu einem ganzheitlichen Leben, zur Heilung aus innerer Zerrissenheit. Ist Wegweiser zum je eigenen Weg einer Frau wie jedes Menschen.

    In verschiedenen kreativen Workshops konnten Frauen der Kraft ihres Begehrens dann selber begegnen – in der Musik, im Ausdrucksmalen, im Meditativen Tanz, im Handauflegen, in der Begegnung mit Märchen und im Bibliodrama. Auch die Gelegenheit, in anderen Workshops das sichere Auftreten und öffentliche Mitreden zu proben oder mit der Referentin in einen intensiveren Austausch zu kommen wurde gerne angenommen.

    Ein gemeinsamer Schluss mit Singen, Tanzen und dem Segen rundeten das Programm ab. Hier setzte der Frauenkirchentag auch ein politisches Signal und stellte sich einhellig hinter die „Abpfiff“-Kampagne gegen Zwangsprostitution des Deutschen Frauenrates: Die Teilnehmerinnen des Frauenkirchentages begrüßten die Unterstützung des Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland sowie der Ev. Männerarbeit und der Ev. Frauenhilfe in Rheinland für die Kampagne, die angesichts der zu befürchtenden Ausweitung der Zwangsprostitution während der bevorstehenden Fußballweltmeisterschaft in Deutschland initiiert wurde.

    Die meisten Teilnehmerinnen blieben auch nach dem Ende der Veranstaltung noch zu Wein einem Imbiss und weiteren Begegnungen und Gesprächen zusammen. Fazit der Veranstalterinnen: Rundum gelungen, Erwartungen weit übertroffen, Neuauflage ins Auge gefasst!

    Im Interview hatte sich die Vorsitzende des Gemeinsamen Synodalen Ausschusses für Frauenfragen in der Evangelischen Kirche in Essen, Pfarrerin Annegret Helmer, vor der Veranstaltung über die Ziele des Frauentreffens geäußert. Den Wortlaut des Interviews finden Sie in unserem Vorbericht. (mehr)

     

    Fotos: Ev. Pressestelle/Daniel Zick