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Essener
Frauenkirchentag öffnete am Samstag seine Türen
Zum ersten Mal gab es in Essen einen
„Frauenkirchentag“: Rund 170 Frauen fanden sich im
Melanchthon-Gemeindezentrum in Holsterhausen ein, um unter der Überschrift
"Frau, was begehrst du?" ein Programm "mit Leib und Seele" zu erleben.
Veranstalter waren neben dem Synodalen Ausschuss für Frauenfragen auch die
Synodalbeauftragten der Kirchenkreise, Giselheid Bahrenberg, Barbara
Dressler und Ingeborg Schlottmann. Im Mittelpunkt des Frauenkirchentages
standen neun kreative Workshops – u.a. zu den Themen „Ausdrucksmalen“,
„Mitreden“, „Heilungswege“, „Meditativer Tanz“ und „Bibliodrama“. Zum Motto
des Tages sprach die Frankfurter Journalistin und
Theologin Antje Schrupp (Foto); umrahmt wurde die Veranstaltung von Musik
und Spiritualität.

„Danke! Es hat sehr gut getan.“ – „Toll! Leider zu wenig Möglichkeit, an
allen Workshops teilzunehmen. Vielleicht demnächst an einem ganzen
Wochenende?“ – „Mehr davon! Super organisiert!“ – „War phantastisch geplant
und durchgeführt. Danke dem ganzen Team.“ – „Super: So viele Frauen in
Gemeinschaft zu erleben!“ – „Gut organisiert und durchdacht und mit viel
Liebe und Energie dabei. Vielen Dank!“ – „Das Treffen und die Gespräche mit
so vielen interessanten Frauen! Das Miteinander auf dem Wege sein! Danke!“ –
„Mir fehlen ausnahmsweise mal die Worte. Wie schön! Danke!“
So oder ähnlich lauteten die Kommentare der
Besucherinnen des Frauenkirchentages am vergangenen Samstag im Melanchthon
–Gemeindezentrum. Rund 170 Frauen waren gekommen und erlebten mit Leib und
Seele ein Programm rund ums Thema „Frau, was begehrst du?“ Zu Beginn hielt
die Frankfurter Theologin und Journalistin Dr. Antje Schrupp einen Vortrag
zum Thema „Begehren und weibliche Freiheit“. Schrupp bestimmt „Begehren“ als
die Kraft, mit der Frauen sich in Beziehung setzen – zu anderen, zu sich
selbst, zu den Dingen und Anliegen, die ihnen wichtig sind – und damit die
Welt verändern. Das eigene Begehren ist zugleich die Spur zu einem
ganzheitlichen Leben, zur Heilung aus innerer Zerrissenheit. Ist Wegweiser
zum je eigenen Weg einer Frau wie jedes Menschen.
In
verschiedenen kreativen Workshops konnten Frauen der Kraft ihres
Begehrens dann selber begegnen – in der Musik, im Ausdrucksmalen, im
Meditativen Tanz, im Handauflegen, in der Begegnung mit Märchen und im
Bibliodrama. Auch die Gelegenheit, in anderen Workshops das sichere
Auftreten und öffentliche Mitreden zu proben oder mit der Referentin in
einen intensiveren Austausch zu kommen wurde gerne angenommen.
Ein gemeinsamer Schluss mit Singen, Tanzen und dem Segen rundeten das
Programm ab. Hier setzte der Frauenkirchentag auch ein politisches Signal
und stellte sich einhellig hinter die „Abpfiff“-Kampagne gegen
Zwangsprostitution des Deutschen Frauenrates: Die Teilnehmerinnen des
Frauenkirchentages begrüßten die Unterstützung des Präses der Evangelischen
Kirche im Rheinland sowie der Ev. Männerarbeit und der Ev. Frauenhilfe in
Rheinland für die Kampagne, die angesichts der zu befürchtenden Ausweitung
der Zwangsprostitution während der bevorstehenden Fußballweltmeisterschaft
in Deutschland initiiert wurde.
Die meisten Teilnehmerinnen blieben auch nach dem Ende der
Veranstaltung noch zu Wein einem Imbiss und weiteren Begegnungen und
Gesprächen zusammen. Fazit der Veranstalterinnen: Rundum gelungen,
Erwartungen weit übertroffen, Neuauflage ins Auge gefasst!

Im
Interview hatte sich die Vorsitzende des Gemeinsamen Synodalen
Ausschusses für Frauenfragen in der Evangelischen Kirche in Essen, Pfarrerin
Annegret Helmer, vor der Veranstaltung über die Ziele des Frauentreffens
geäußert. Den Wortlaut des Interviews finden Sie in unserem Vorbericht. (mehr)
Fotos: Ev. Pressestelle/Daniel
Zick
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