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Treffpunkt der
Schwerhörigen und Ertaubten
Jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr in der Henckelstraße 22. Kontakt: Pfarrer Volker Emler, Email
pfarrer.emler@t-online.de. |
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Themen und Veranstaltungen im Treffpunkt
Gesprächskreise, Spielerunden, Ausflüge: Das Angebot an Veranstaltungen, das die
Evangelische Kirche in Essen schwerhörigen, ertaubten oder gehörlosen Menschen macht,
ist vielfältig und breit gestreut. Das Ziel ist, die Grenzen, die diese besonderen Formen
der Behinderung setzen, zu erweitern - und vor allem jener Vereinsamung entgegen zu
wirken, von der viele Betroffene bedroht sind.
An jedem ersten und dritten
Dienstagabend im Monat findet im "Treffpunkt der Gehörlosen", Henckelstraße 22,
von 18.15 Uhr bis 19.30 Uhr außerdem ein Bibelgesprächskreis statt.
Ein weiteres Angebot gilt den
gehörlosen Bewohnerinnen und Bewohnern des Altenheims Schäpenkamp: Für
sie findet donnerstags ebenfalls wieder ein "Treffpunkt" statt, und zwar im
Speisesaal des Paul-Bever-Hauses.
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Berichte
Erster Weihnachtsgottesdienst des Schwerhörigenvereins Essen und der
Schwerhörigengemeinde in der Reformationskirche
Am 13. Dezember feierte der Schwerhörigenvereins Essen und die
Schwerhörigengemeinde zum ersten Mal ihren ökumenischen
Weihnachtsgottesdienst in der Reformationskirche. Im Gottesdienst
entstand auf dem runden Altar in der Mitte ein Legebild zu den vier
Adventssonntagen mit ihren jeweiligen biblischen Verheißungen. Der
Gottesdienst und die anschließende Feier im Gemeindesaal waren gut
besucht. Die schwerhörigen und ertaubten Mitglieder haben sich in der
Reformationskirche sehr wohl gefühlt und durch die in der Kirche wie im
Saal verlegte Induktionsanlage alles gut verstanden.
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Erster Weihnachtsgottesdienst der
Gehörlosengemeinde in der Reformationskirche
Am 7. Dezember feierte die Gehörlosengemeinde zum ersten mal ihren
Weihnachtsgottesdienst in der Reformationskirche. Der Gottesdienst war
mit 180 Gemeindegliedern gut besucht. Pfarrer Emler hatte mit den
Gottesdienstmitarbeitern ein Weihnachtsspiel „David und der Königsstern“
eingeübt. Für unsere Gehörlosengemeinde sind die Möglichkeiten, die die
Reformationskirche mit ihrer variablen Bestuhlung bietet, wunderbar. Im
offenen Hufeisen gestellte Kirchenbänke, in der Mitte ein runder Altar,
auf dem die Traumbilder des Hirten David in Form von Kerzenlegebildern
sichtbar wurden, haben allen gut gefallen. Jeder Gottesdienstbesucher
bekam einen kleinen weihnachtlichen Tontopf mit einem Teelicht. Im
Kirchsaal waren dann über 200 Besucher, Eltern mit ihren Kindern, weil
auch der Nikolaus die Kinder beschenkt hat, junge und ältere
Gemeindeglieder und Ehrengäste.
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Fotos
Weihnachtsgottesdienste und Weihnachtsfeier 2008



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Beratungsstelle für gehörlose Seniorinnen
und Senioren im Seniorenzentrum "Martineum"
Ab sofort
können sich gehörlose Senioren aus den Städten Essen, Bochum, Gelsenkirchen,
Mülheim und Oberhausen bei Fragen, die mit dem Älterwerden zu tun haben, an
eine neue, zentrale Beratungsstelle wenden: Am 15. Mai wurde das neue
Angebot, das seinen Sitz in den Räumen des Evangelischen Seniorenzentrums „Martineum“
im Essener Stadtteil Steele hat und auch durch die Einrichtung getragen
wird, der Öffentlichkeit vorgestellt. Möglich wurde der neue Dienst, der den
Angaben zufolge in Nordrhein-Westfalen einzigartig ist, dank einer
umfangreichen finanziellen Förderung durch die „Aktion Mensch“.
Geleitet wird die Beratungsstelle
von der
hörenden Diplom-Heilpädagogin Anke Stilgenbauer, die die Deutsche
Gebärdensprache fließend beherrscht. Ihr zur Seite steht mit Andrea
Huckemeier eine gehörlose Mitarbeiterin, die bereits umfangreiche
Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Gehörlosen gesammelt hat. „Auf diese
Weise lässt sich ein Vertrauensverhältnis viel leichter aufbauen“, sagte
Stilgenbauer bei der Vorstellung der Beratungsstelle. Zu den
Dienstleistungen gehören insbesondere Hausbesuche und Beratungsgespräche vor
Ort, die Regelung von bürokratischen Angelegenheiten bis hin zur
Hilfestellung beim Ausfüllen von Formularen, die Vermittlung von ambulanten
Pflegediensten und Hauswirtschaftskräften sowie die Begleitung von
gehörlosen Senioren bei der Begutachtungen durch den Medizinischen Dienst
der Krankenkassen (MDK). Weitere Serviceangebote sind die Begleitung zu
Arztterminen und eine Beratung bei möglicherweise anstehenden Umzügen in ein
Seniorenheim.
Den
Bedarf an der Beratungsstelle hatte zuvor ein Vorläuferprojekt ermittelt:
„Erste Anfragen haben uns sogar schon aus Hagen, Gummersbach und Köln
erreicht“, berichtete Stilgenbauer.
„Das Älterwerden stellt die meisten Menschen vor neue Fragen:
So muss das eigene Lebenskonzept überdacht und fast immer neu gestaltet
werden“, erklärte der Evangelische Gehörlosenseelsorger Volker Emler, der am
Aufbau der Beratungsstelle von Anfang an beteiligt war. „Wie entsprechende
Untersuchungen belegen, kommen bei gehörlosen Senioren
Kommunikationsschwierigkeiten und eine damit verbundene ständige
Unsicherheit und Hemmschwelle dazu.“ Hinzukäme, dass aufgrund der
Zwangssterilisationen zur Zeit des Nationalsozialismus direkte Angehörige,
die sie unterstützen könnten, eher selten seien. Dies erschwere den
notwendigen Kontakt zu öffentlichen Einrichtungen und Hilfsdiensten
zusätzlich. „Ich habe festgestellt, dass sich viele ältere Gehörlose in ihre
eigenen vier Wände zurückziehen, wenn ihre Mobilität abnimmt“, sagte Emler
weiter. Daher solle die Beratungsarbeit auch der drohenden Vereinsamung
entgegenwirken.

Die Tätigkeit erfolgt in enger Abstimmung mit den Angeboten
der evangelischen und katholischen Gehörlosengemeinden des Ruhrgebiets und
versteht sich ausdrücklich nicht als Konkurrenz, sondern notwendige
Ergänzung bereits bestehender Beratungsdienste für Senioren. Auch sei eine
intensive Vernetzung mit den Integrationsfachdiensten der Städte und
weiteren Beratungsangeboten geplant, erklärte Anke Stilgenbauer. Anfragen
gehörloser Senioren aus Hagen, Gummersbach und Köln zeigten das hohe
Interesse.
Das Evangelische Seniorenzentrum „Martineum“ bietet gehörlosen
Senioren bereits seit 17 Jahren Wohn- und Lebensräume an. „Wir sind daher
sehr gut das neue Beratungsangebot vorbereitet“, betonte Geschäftsführer
Heinrich Gerlach. Im ersten Jahr übernimmt die „Aktion Mensch“ mit einem
Förderbetrag in Höhe von 60.000 Euro rund 85 Prozent der Kosten, die übrigen
25 Prozent trägt das „Martineum“. In den folgenden vier Jahren nimmt die
Förderung durch „Aktion Mensch“ jeweils um 5 Prozent ab, bis sie nach fünf
Jahren ganz ausläuft. „Bis dahin wollen wir mit den Sozialleistungsträgern
aber Vereinbarungen über die Refinanzierung des Beratungsdienstes getroffen
haben, so dass dieses sinnvolle Angebot auf Dauer gesichert ist“, erläutert
Gerlach.
Die Beratungsstelle in den Räumen des Evangelischen
Seniorenzentrums „Martineum“, Schäpenkamp 2, 45276 Essen-Steele, ist montags
von 10 bis 14 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr besetzt, die übrige Zeit
steht für Hausbesuche zur Verfügung.
Beratungsstelle für gehörlose Seniorinnen und Senioren
Haus Schäpenkamp
Schäpenkamp 2 ·
45276 Essen
Telefon 02 01/ 50 23 438
Telefax 02 01 / 43 79 870
Bildtelefon 02 01 / 43 79 877
eMail
gl-beratung@martineum-essen.de
Internet
www.gl-seniorenberatung.de
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