rat und tat 
 
Angebote für Migrantinnen und Migranten, Flüchtlinge und Asylsuchende

Die Evangelische Kirche und Diakonie in Essen leistet einen aktiven und unverzichtbaren Beitrag zur Integration von Menschen, die aus anderen Ländern in diese Stadt kommen und hier eine neue Heimat suchen – sei es als deutschstämmige Einwanderer aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, sei es als Flüchtlinge aus Bürgerkriegsgebieten oder als Angehörige verfolgter Minderheiten. 
Kirchengemeinden, in deren Bereich Flüchtlings- oder Übergangs- wohnheime liegen, haben sich Gruppen zusammengefunden, die sich um das Wohlergehen der Migrantinnen und Migranten kümmern. 
In diesen Gruppen arbeiten meist evangelische und katholische Christen zusammen. Sie verwalten Kleiderkammern, vermitteln Wohnungen und Möbel, richten Schulaufgabenbetreuung für Kinder und Sprachkurse für Erwachsene ein, leisten Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit, helfen bei Behördengängen und organisieren kulturelle und gesellige Veranstaltungen. Einige Gemeinden waren und sind darüber hinaus auch bereit, in Härtefällen ein zeitlich befristetes Kirchenasyl für abgelehnte Asylbewerberinnen und -bewerber anzubieten.
In vielen evangelischen Kindergärten bildet die interkulturelle Erziehung einen wichtigen Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit. 

Vernetzung von Angeboten und Initiativen
Die Mitglieder des Flüchtlingsausschusses der drei Essener Kirchenkreise haben die Aufgabe, 

  • die Flüchtlingsarbeit der Kirchengemeinden und kirchlichen Initiativen zu vernetzen und beratend zu begleiten und sie über Möglichkeiten der Rechts- und Verfahrenshilfe zu informieren
  • Initiativen und Projekte zu unterstützen, die sich der interkulturellen und interreligiösen Arbeit widmen (z.B. Aufbau des interkulturellen Netzwerkes „IkuNet“, Festival „Carnival der Kulturen“)
  • Organisationen zu fördern, die die Interessen von Flüchtlingen vertreten oder eine Verfahrensberatung für Asylsuchende anbieten (ProAsyl/Flüchtlingsrat Essen e.V.)
  • im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit in Schulen und Kirchengemeinden über Fluchtursachen oder die Situation von Asylsuchenden zu referieren und sich bei der Vorbereitung von Podiumsdiskussionen, Hearings, Infoständen und Kundgebungen zu engagieren.

Die Evangelische Jugend Essen und der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt initiieren und fördern Projekte, die der Verständigung zwischen den Kulturen und Religionen, der Toleranz und Partnerschaft und dem Abbau von fremdenfeindlichen Einstellungen dienen („EthnoArtRuhr“, „Carnival der Kulturen“, Jugend- und Kulturzentrum „Zeche Carl“, „Jugendhaus ohne Rassismus“).
Die Evangelische Kirche in Essen sitzt mit am „Runden Tisch für Menschenrechte“ und unterstützt die Arbeit des Anti-Rassismus-Telefons. Im Rahmen der „Lokalen Agenda 21“ hat sich die Evangelische Kirche für einen humanen Umgang mit Flüchtlingen und Asylsuchenden eingesetzt.

Die Flüchtlingsarbeit beim Diakoniewerk Essen
Die Flüchtlingsberatung des Diakoniewerks Essen bietet Flüchtlingen in Übergangswohnheimen und im privaten Wohnbereich umfassende Unterstützungs- und Beratungsdienste an. Die Beratung von Migrantinnen und Migranten umfasst neben Integrationsmaßnahmen wie Sprachkursen und Fortbildungen auch eine umfassende individuelle Sozialberatung und die Einleitung und Begleitung erzieherischer Hilfen.

Was Sie tun können:
Alle Gruppen, Initiativen und Projekte freuen sich auf Ihr ehrenamtliches Engagement für Integration, einen fairen Umgang mit Flüchtlingen und Asylsuchenden und den Abbau von Fremdenfeindlichkeit. Sie sind für finanzielle Unterstützung sehr dankbar. Die Arbeitskreise und Projekte in den Kirchengemeinden, die Flüchtlings- und Übergangswohnheime betreuen, und das Diakoniewerk Essen freuen sich über die Spende gut erhaltender Kleidung oder Möbel für Migrantinnen und Migranten.
Sie können die Flüchtlingsarbeit und die Beratung von Migrantinnen und Migranten des Diakoniewerkes Essen mit einer Spende unterstützen.

Spendenkonto: Diakoniewerk Essen 
Sparkasse Essen (BLZ 360 501 05) 
Konto-Nr. 217 919 
Stichwort „Flüchtlingsberatung“

Wo Sie Informationen erhalten:

  • Bei Ihrer Kirchengemeinde
     
  • Bei den Synodalbeauftragten für die Arbeit mit Ausländerinnen und Ausländern. Die Anschriften nennen Ihnen die Büros der Kirchenkreise Essen-Nord, Essen-Mitte und Essen-Süd 
    im Haus der Kirche 
    III. Hagen 39
    45127 Essen
    Telefon 02 01/22 05-0
     
  • Beim Diakoniewerk Essen 
    Flüchtlingsberatung 
    Warthestraße 2
    45136 Essen 
    Telefon 02 01/8 95 44 61
    Telefax 02 01/8 95 44 68
    www.diakoniewerk-essen.de