Umweltschutz und Lokale Agenda 21
Aus Ehrfurcht vor Gott und seiner Schöpfung und aus Verantwortung gegenüber den Menschen auch zukünftiger Generationen bemüht sich die Evangelische Kirche in Essen, umweltgerechtes Handeln zu unterstützen und den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen zu fördern. Aus diesem Grund haben die drei Essener Kirchenkreise einen gemeinsamen Ausschuss für Umweltfragen gebildet.
Ihm geht es vor allem darum,
- dass die Kirchengemeinden sich in ihrem Bereich gemäß ihrem Grundsatz von der „Bewahrung der Schöpfung“ vorbildlich verhalten
- dass jedes Gemeindemitglied durch seinen Lebensstil dazu beiträgt, auch künftigen Generationen die Lebensgrundlagen und die Vielfalt und Schönheit der Schöpfung zu erhalten.
Lokale Agenda 21
Im August 1998 wurde in Essen außerdem der Prozess einer „Lokalen Agenda 21“ begonnen – jener Prozess von Konsultationen und Bürgerbeteiligung, der versucht, die Beschlüsse der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992 weltweit und möglichst konkret auf der Ebene der Kommunen umzusetzen. Die Evangelische Kirche in Essen hat diesen Prozess von Anfang an unterstützt. Die „Lokale Agenda 21“ fragt nach Perspektiven und Strategien, die nötig sind, um für das 21. Jahrhundert eine umwelt- und sozialverträgliche, nachhaltige Entwicklung anzustoßen. Die Evangelische Kirche in Essen hat den Evangelischen Stadtkirchentag am 30. Juni 2001 zum Anlass genommen, im Blick auf die „Lokale Agenda 21“ vier Selbstverpflichtungen auszusprechen:
- Humaner Umgang mit Flüchtlingen und Asylbewerbern:
Die evangelischen Gemeinden in Essen, die übergemeindlichen Dienste der Evangelischen Kirche in Essen und das Diakoniewerk Essen verpflichten sich, für einen humanen und fairen Umgang mit Flüchtlingen und Asylbewerbern in der Stadt Essen einzutreten. Einige Gemeinden sind darüber hinaus auch bereit, in Härtefällen ein zeitlich befristetes Kirchenasyl für abgelehnte Asylbewerber anzubieten.
- Verwendung von fair gehandelten Produkten:
Die evangelischen Gemeinden in Essen, die übergemeindlichen Dienste der Evangelischen Kirche in Essen und das Diakoniewerk Essen verpflichten sich, bei ihren Veranstaltungen und Zusammenkünften fair gehandelte Produkte (Kaffee, Tee, Schokolade usw.) zu verwenden und den Verkauf von fair gehandelten Produkten zu unterstützen. Viele Gemeinden und die Synoden der drei Kirchenkreise haben bereits begonnen, diese Verpflichtung umzusetzen.
- Sozial verantwortlicher Weg der Altkleiderentsorgung:
Die evangelischen Gemeinden in Essen, die übergemeindlichen Dienste der Evangelischen Kirche in Essen und das Diakoniewerk Essen verpflichten sich, durch den Betrieb von Kleiderkammern und regelmäßigen Second-Hand-Kleiderbasaren ein (begrenztes) Gegengewicht zu den kommerziellen Altkleiderexporten nach Afrika und Osteuropa zusetzen. Das Diakoniewerk Essen hat zudem 40 Altkleidercontainer aufgestellt, deren Inhalt im Rahmen eines Langzeit-Arbeitslosenprojektes sortiert und nach den Richtlinien des Dachverbandes FairWertung entsorgt wird.
- Ökologischer Umgang mit dem Lebensmittel Wasser:
Die evangelischen Gemeinden in Essen, die übergemeindlichen Dienste der Evangelischen Kirche in Essen und das Diakoniewerk Essen verpflichten sich, in ihren Gebäuden nur umweltverträgliche Putzmittel einzusetzen und die Verschwendung und Verschmutzung des Lebens-mittels Wasser zu vermeiden – d.h. auf den Gebrauch von Toiletten- steinen und chemischen Sanitär- und Abflussreinigern zu verzichten, sowie alle Toilettenspülungen und Wasserhähne an Handwaschbecken mit Wasserspareinrichtungen zu versehen. Das Diakoniewerk Essen sowie einige evangelische Krankenhäuser in Essen praktizieren diese und ähnliche Maßnahmen mit Erfolg (und wirtschaftlichen Einsparungen).
Wo Sie Informationen erhalten:
- Beim
synodalen Ausschuss für Umweltfragen der Evangelischen Kirche in Essen
Haus der Kirche
III. Hagen 39
45127 Essen
Telefon 02 01/22 05-0
Telefax 02 01/22 05-207
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