In der rheinischen Kirche arbeiten Frauenbeauftragte in ihren Kirchenkreisen mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten.
mehrFeministische Theologie strebt eine Kirche und Gesellschaft an, in der Frauenerfahrungen in ihrer Vielfalt genauso traditionsbildend und kulturschöpfend sind wie es Erfahrungen von Männern in den letzten Jahrhunderten waren.
Frauen und Leitung
Obwohl Frauen 53% der ehrenamtlichen Presbyteriumsmitglieder stellen, haben sie nur in 5% den Vorsitz inne. In den 38 Kirchenkreisen der rheinischen Kirche gibt es 6 Superintendentinnen. Ein neuer, guter Trend zeigt sich auf landeskirchlicher Ebene: Im Landeskirchenamt ist die Besetzung der Leitungsebenen (Dezernate, stellvertretende Abteilungsleitungen) fast paritätisch. Seit Beginn des Jahres 2009 sind zwei der sechs hauptamtlichen Kirchenleitungsmitglieder Frauen, die mit ihren fünf nebenamtlichen Kolleginnen immerhin fast die Hälfte des 16-köpfigen Leitungsgremiums stellen.
Dagegen gibt es unter den Vorsitzenden der Ständigen Synodalausschüsse nur eine Frau – diese allerdings ist Feministische Theologin und Vorsitzende des Theologischen Ausschusses.
Für das Frauenreferat bleibt die Erhöhung des Anteils von Frauen in Leitungsämtern ein wichtiges Ziel: Die Vielfalt kirchlichen Lebens muss sich auch auf den Leitungsebenen wiederfinden. Die Voraussetzungen dafür haben sich in den letzten 20 Jahren entscheidend gebessert. Schwerpunkt der „Förderung“ von Frauen liegt nicht mehr in dem Angebot von frauenspezifischen (Weiter-) Qualifikationsangeboten, sondern in der Vernetzung von Erfahrung. Und nach wie vor ist es eine zentrale Aufgabe der Kirche, auch ihre Strukturen und Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass sie frauen- und familienfreundlicher werden - eine Qualitätsentwicklung kirchlicher Arbeit, von der Frauen und Männer profitieren.
© 2012, Frauenreferat der Evangelische Kirche im Rheinland – Ekir.de
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