mehr
für den 24.05.2012
Ist mein Arm nun so kurz geworden, dass er nicht mehr erlösen kann?
Jesaja 50,2
mehrMotivation zum Handwerk
Ausbildungsvorbereitung
Das muss nicht so sein: wir wollen Euch mit Rat und Tat zur Seite stehen - möchten Euch helfen, Euren eigenen Weg zu finden.
Ihr seid arbeitslos und ohne Ausbildung? Wir unterstützen Euch beim Berufseinstieg.
Es steckt mehr in Euch als Ihr denkt!
Lasst es auf einen Versuch ankommen und sprecht uns an.
Einsteigen statt Aussteigen!
Bei uns habt Ihr die Möglichkeit, in der
- Schlosserei
- Schreinerei
- Schweißerei
- Gärtnerei
einen Berufseinstieg zu finden.
Hier lernt Ihr den Umgang mit Werkzeug und Werkstoff. Ein begleitender Fachunterricht hilft, die Praxis auch in der Theorie zu beherrschen.
Im Berufskolleg Fichtenhain ist der nachträglich Erwerb des Hauptschulabschlusses nach Klasse 9 + 10 möglich.
Ein finanzielles Bonbon gibt es obendrauf: Eure Arbeit wird mit einem monatlichen Anwesenheitsgeld vergütet und darüber hinaus werden die anfallenden Fahrtkosten rückerstattet.
Nach Ablauf des Vorbereitungsjahres könnt Ihr eine Prüfung ablegen. Mit diesem Zeugnis in der Hand habt Ihr eine viel größere Chance, einen Ausbildungsplatz zu bekommen.
Weitere Infos bei:
Burkhard Paulat-Lenzen, Leiter der Werkstatt
Tel. 02151 / 839719
Zum Hintergrund
Die Jugendwerkstatt Fichtenhain wurde 1984 eingerichtet. Sie bietet Jugendlichen aus Krefeld, die auf dem freien Arbeitsmarkt zunächst keine Chance haben, die Möglichkeit eines Berufseinstiegs durch eine Ausbildungsvorbereitung. Hier wird individuell beeinträchtigten jungen Menschen beim Übergang von der Schule zum Beruf über die Vermittlung werkpraktischer Fähigkeiten und sozialpädagogischer Unterstützung eine beruflich-soziale Lebensperspektive eröffnet. Es handelt sich um ein niederschwelliges Angebot. „Teilweise haben wir auch schulmüde Schüler“, erklärt Burkhard Paulat-Lenzen, seit 26 Jahren Leiter der Werkstatt. „Die versuchen wir, über das Handwerk zu motivieren.“
Maximal 24 Plätze hält die Jugendwerkstatt vor – in den Bereichen Schlosserei, Schweißerei, Gärtnerei und Schreinerei. Letztere umfasst auch eine Mobile Werkstatt. Die Meister der jeweiligen Fachrichtungen verfügen neben ihrer fachlichen allesamt auch über eine pädagogische Ausbildung.
Vier Stunden Schule vor Ort durch einen Stützlehrer sowie zweimal pro Woche Berufsschule gehören mit zum Programm. Im Stützunterricht wird auch ein Bewerbungstraining durchgeführt, das unter anderem das Verfassen von Lebenslauf und Bewerbungsschreiben beinhaltet. Die Jugendlichen können neben den handwerklichen Fähigkeiten auch nachträglich den Hauptschulabschluss erwerben. In der Schlosserei, der Schreinerei und der Schweißerei können sie im Rahmen einer Prüfung einen so genannten Helferschein bzw. einen Schweißerpass erwerben. Die Prüfungen umfassen jeweils einen praktischen und einen theoretischen Teil. Darauf werden sie durch die Meister und den Stützlehrer vorbereitet.
Die Fachkräfte helfen den Jugendlichen (zwischen 16 und 25 Jahren), eine Lebensperspektive zu entwickeln, stärken ihr Selbstbewusstsein und die Konfliktfähigkeit hin zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. Hinzu kommt die Vermittlung beruflicher und sozialer Qualifikation durch die praktische Arbeit.
„Manchmal bekomme ich auch noch nach Jahren positive Rückmeldungen von Ehemaligen“, berichtet Paulat-Lenzen. „Das motiviert.“
In nächster Zeit soll die Jugendwerkstatt zusammen mit Jugendhilfe-Einrichtungen des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) von Krefeld-Fichtenhain an den Tempelsweg nach Tönisvorst umziehen. Ende 1998 hatte der LVR Fichtenhain an die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Krefeld verkauft, so dass ein neuer Standort gesucht werden musste.
© 2012, Evangelischer Gemeindeverband Krefeld
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung

