

Verantwortung von Unternehmern
ThyssenKrupp-Vorstandsvorsitzender Ekkehard Schulz hält Kanzelrede in der Duisburger Salvatorkirche
Dienstag, 5. Oktober 2010
„Wir sind so frei – Verantwortung von Unternehmern“ lautet das Thema der Kanzelrede, die Dr.-Ing. Ekkehard Schulz am 10. Oktober, 17.00 Uhr in der Duisburger Salvatorkirche hält. Der Vorsitzende des Vorstands der ThyssenKrupp AG nimmt als sechster prominenter Redner und theologischer „Laie“ von der Kanzel der Duisburger Citykirche Stellung zum selbstbewussten Motto "wir sind so frei", mit dem die rheinische Kirche für das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ wirbt.
Die Veranstaltungsreihe „Kanzelreden“ erhielt das Siegel eines Kulturhauptstadtprojektes der RUHR.2010 und nimmt den historischen Impuls der Kirche der Teilhabe und geteilten Verantwortung auf. Bisher sprachen der Duisburger Oberbürgermeister, Dr. Jürgen Schmude, Dr. Fritz Pleitgen, die Duisburger Unternehmerin Gabriela Grillo und der Fernsehjournalist Ruprecht Eser von der Duisburger Kanzel über Gott und die Welt; eine weitere Prominente folgt noch: Dr. Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland spricht am 12. Dezember zum Thema „Wir sind so frei, wie frei sind wir wirklich? Jüdisches Leben in Deutschland heute.“
Vor 400 Jahren schrieben die Protestanten am Niederrhein Kirchengeschichte. Die 1. Reformierte Generalsynode in der Duisburger Salvatorkirche im September 1610 hat die Grundlagen für das Selbstverständnis der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland geschaffen – als Gemeinschaft von Gemeinden und als „von unten“ her aufgebaute Kirche mit presbyterial-synodaler Ordnung. In feudalistischer Zeit kamen 28 Pfarrer und acht Laien zusammen und legten fest, dass die evangelischen Gemeinden sämtliche "Kirchensachen" selbstständig zu verhandeln haben und die Leitung der Kirche in den Dienst von gleichberechtigten Theologen und Laien zu stellen ist. Sie legten den Grundstein für die 1835 eingeführte rheinisch-westfälische Kirchenordnung. Die Entscheidungen in Duisburg 1610 stehen nach wie vor auch Pate für ehrenamtliches Engagement in der Gesellschaft.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ feiert die Evangelische Kirche im Rheinland unter dem Motto „wir sind so frei“ mit einer Vielzahl von Veranstaltungen - im September 2010 gleich mit einer ganzen Festwoche, in die eine Sondersynode eingebettet war. Fünf Veranstaltungen des Jubiläums sind anerkannte Projekte der Kulturhauptstadt Europas Ruhr 2010. Für die Organisation zeichnen sich die Evangelische Kirche im Rheinland, der Evangelische Kirchenkreis Duisburg und die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg verantwortlich.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ unterstützen die Unternehmen Haniel, Grillo, KD-Bank, Sparkasse Duisburg, Volksbank Rhein-Ruhr, ElectronicPartner und der Verein für Rheinische Kirchengeschichte. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland lobt die drei ersten Preise des Wettbewerbs für Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ aus. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung fördert u.a. Forschungs- oder Schulprojekte zu Geschichte, Gegenwart oder Zukunft der evangelischen Kirche.
Weitere Informationen zum Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ und zu allen Veranstaltungen unter www.wir-sind-so-frei.de
Kontakt:
Rolf Schotsch
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Ev. Kirchenkreis Duisburg
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