Losung

für den 27.05.2016

HERR, lass den Geringen nicht beschämt davongehen.

Psalm 74,21

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Gottesdienste

Die Gottesdienste der Gehörlosengemeinden finden regelmäßig an einem für den jeweiligen Kirchenkreis zentralen Ort statt. Hier versammeln sich die Gehörlosen des Kirchenkreises und feiern den Gottesdienst in der ihnen eigenen Sprache, der Gebärdensprache. Biblische Texte, Lesungen, Gebärdenlieder und die Predigt werden in der Gebärdensprache abgehalten. Hierbei nimmt die Deutsche Gebärdensprache (DGS) immer mehr den Platz der lautsprach begleitenden Gebärde (LBG) ein.

Die LBG ist eine der deutschen Lautsprache folgende Sprache. Das Gesagte wird mit einer Gebärde für jedes Wort unterlegt, um das Ablesen vom Mund zu erleichtern und Eindeutigkeit zu erreichen. Ablesen vom Mund ist eine schwierige Aufgabe. Nicht jedes Wort, längst nicht jeder Laut ist eindeutig zu erkennen. Unterschiedliche Wörter haben oft das gleiche Mundbild, da gesprochene Laute nicht auf den Lippen, die wir sehen geformt werden, sondern im Mund, wohin wir nicht sehen können. Daher ist eine Verdeutlichung des Gesehenen nötig, die durch die Hände geschieht.

Die DGS hat eine eigene Grammatik und entsteht aus Handform, Mimik, Mundbild, eigentlich dem ganzen Körper. Sie ist eine Sprache, die im Raum durch Bewegung und nicht in der Akustik entsteht. Damit ist sie die natürliche Sprache der Menschen, die sich nicht akustisch verständigen können. Sie ist allerdings in ihren Worten der deutschen Lautsprache verwandt. In den meisten Fällen benutzt sie deutsche Vokabeln.

Das Erlernen der LBG ist auch für hörende Menschen recht unkompliziert und schnell zu bewerkstelligen, da hier ja nur Vokabeln gelernt werden müssen und die Koordinierung der Hände mit dem Sprachorgan. Die DGS zu erlernen bedarf es großer Mühe und umfangreicher Schulung. Hierzu gibt es ein differenziertes Fortbildungsprogramm.

 



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