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Dem Leben dienen: Prof. Konrad Raiser.
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Dem Leben dienen: Prof. Konrad Raiser.

Landessynode 2008 

Von Glaube in Zeiten der Globalisierung

Der frühere Generalsekretär des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK), Prof. Dr. Konrad Raiser, hat vor der Landessynode 2008 dazu aufgerufen, die Wirtschaft in den Dienst des menschlichen Lebens, der Gemeinschaft und der Natur zu stellen.

Mit ihrem Titel "Wirtschaften für das Leben" sei die Zielrichtung der Vorlage der Landessynode 2008 zum Thema Globalisierung prägnant formuliert. "Wirtschaft darf kein Selbstzweck sein", so Raiser.

 


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Beifall für Raisers Vortrag.

Für die "Lebensdienlichkeit" schlug Raiser zwei Maximen vor: Menschengerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Menschengerecht sei die Wirtschaft, wenn sie Menschenrechte achtet. nach Raiser nicht nur ein ethisches Kriterium, sondern ein Rechtsanspruch von Betroffenen. Nachhaltigkeit definierte er mit der vorrangigen Option für den Schutz und die Förderung des Lebens.

Die Kirchen seien eingebunden "in die widersprüchlichen Auswirkungen des Globalisierungsprozesses", sowohl daheim als auch weltweit, erklärte Raiser weiter in seinem Vortrag. Sie nähmen "Teil an den Erfahrungen der Gewinner und Nutznießer wie auch der Verlierer und Opfer der Globalisierung".

Raiser entfaltete die beiden Grundpositionen in der Globalisierungsdebatte, also die "realistische", politisch moderate Antwort einerseits und die "radikalere" Antwort, die aus Bekenntnisgründen strukturelle Änderungen für nötig hält.

Der Theologe skizzierte das "Bekenntnis von Accra" als Glaubenszeugnis, das im zweiten Schritt zum "Bund für wirtschaftliche und ökologische Gerechtigkeit" einlade, formuliert im Agape-Aufruf der ÖRK-Vollversammlung in Porto Alegre. Der Agape-Aufruf ziele in Form einer Bußlitanei zusammen mit acht Selbstverpflichtungen zum Handeln aus Glauben auf. Sein Fazit: "Die Kirchen sind aufgefordert, sich diesem zum Handeln verpflichtenden Glaubenszeugnis anzuschließen."

 


neu 08.01.2008


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