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Worüber wir gerade nachdenken …

glaubensreich

Im glaubensreich-Prozess fragen wir nach der Zukunft der Kirche in geistlicher Hinsicht (Kommunikation des Glaubens). Ausgehend von der Vergegenwärtigung der eigenen Berufung im Licht der Gegenwart Gottes sollen Herausforderungen wahrgenommen und Ideen generiert werden, die dann in Projekten konkretisiert und schließlich in der gesellschaftlich-kirchlichen Landschaft implementiert werden. Glaubensreich bietet für diesen Prozess eine organisierte Plattform, die den Teilnehmern die Freiheit gibt, ihre Berufung und ihre Ideen zu entfalten.

Credo - ich glaube. Mein Glauben gehört mir. Ich verantworte meinen Glauben.

In den letzten drei Jahrzehnten hat ein großer Prozess der religiösen Emanzipation stattgefunden. Das „Ich“ ist zum Subjekt seines Glaubens geworden. Der Glaube gehört nicht mehr den Kirchen. „Credo – ich glaube“, so heißt es jetzt. Und die Betonung liegt auf dem „ich“. Subjektwendung und Individualisierung, Pluralisierung und Demokratisierung des religiösen Lebens verändern den sozialen Status der Kirchen in Deutschland von grundauf.

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Über uns

Das Evangelium gehört zu den Menschen. Dafür ist die Kirche da. Ihre Mission ist unser Auftrag. Wir tun das, indem wir Gemeinden, kirchliche Orte und Projekte fördern, Glauben heute lebendig zu kommunizieren, so dass er für Menschen zugänglich wird.

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Stufen des Lebens KursleiterInnen-Tagung : "Wenn der Wind darüber weht - Texte aus dem 2. und 5. Buch Mose"
Neunkirchen-Seelscheid: Ev. Kirchengemeinde Seelscheid

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Losung für den 24.07.2017

Ich will euch Hirten geben nach meinem Herzen, die euch weiden sollen in Einsicht und Weisheit. Jeremia 3,15

Bringt Bitten und Fürbitten und Dank für alle Menschen vor Gott! Betet für die Regierenden und für alle, die Gewalt haben, damit wir in Ruhe und Frieden leben können, in Ehrfurcht vor Gott und in Rechtschaffenheit. 1.Timotheus 2,1-2

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Worüber wir gerade nachdenken

glaubensreich

Im glaubensreich-Prozess fragen wir nach der Zukunft der Kirche in geistlicher Hinsicht (Kommunikation des Glaubens). Ausgehend von der Vergegenwärtigung der eigenen Berufung im Licht der Gegenwart Gottes sollen Herausforderungen wahrgenommen und Ideen generiert werden, die dann in Projekten konkretisiert und schließlich in der gesellschaftlich-kirchlichen Landschaft implementiert werden. Glaubensreich bietet für diesen Prozess eine organisierte Plattform, die den Teilnehmern die Freiheit gibt, ihre Berufung und ihre Ideen zu entfalten.

Große Veränderungen beginnen bei uns selbst. Und damit bei der Einsicht: wir sind nicht Gefangene „des Systems“. Das System sind wir! Und ich bin ein Teil davon. Ich bin nicht allmächtig. Aber ich bin auch nicht ohnmächtig. Wenn wir nach einer Zukunft Ausschau halten, müssen wir also zuerst auf uns selbst und unseren Standort schauen. Der zentrale Ort der Veränderung ist das Selbst des handelnden Akteur(1) – ob als Individuum oder als Organisation. „Wir stehen immer öfter vor der leeren Leinwand, die von uns verlangt, dass wir uns selbst anschauen, auf unsere gemeinsamen Verhaltensmuster blicken und neu erfinden, wer wir sind und wohin wir als Institution, als Individuum oder als Gemeinschaft gehen wollen.“(2) Es ist geistlich die Frage nach der essentiellen eigenen Berufung. In der Wahrnehmung der eigenen Berufung liegt die bewegende Kraft, die innerste Motivation aller Veränderungsprozesse. Der Kontakt zur eigenen Berufung verlangt die Verbindung mit der Quelle des eigenen Selbst, der immer wieder neu gesucht werden muss: mit Gott. Aus dieser Begegnung des „gewordenen Ich“ mit dem höheren Selbst der geistlichen Berufung erwächst der Prozess der Erneuerung. Was ist es, was mich bewegt? Was ist es, was uns bewegt? Als Gruppe, als Gemeinde, als Kirche.

Wir haben in unserer Kirche in den vergangenen Jahren zahllose Umstrukturierungsprozesse durchgeführt. Bei allem Reformwillen stand dahinter die Sehnsucht, wie Flicken wir unsere Kirche so zurecht, dass alles so bleiben kann, wie es ist. Der Prozess der Regeneration ist das genaue Gegenteil zu dem üblichen Abspulen vertrauter Denk- und Handlungsmuster. Er führt tiefer und ist grundlegender als Veränderungsprozesse, die bloß reaktiv auf Herausforderungen antworten, oder auch neue Strukturen entwickeln (Re-strukturierung), neue Prozesse gestalten (Re-designing) oder neue Konzepte entwickeln (Re-framing). Statt eines bloßen „weiter so“ oder der sich verschließenden Rückkehr ins Gestern geht es um ein Handeln aus der eigenen Berufung im Licht der Gegenwart Christi. Dafür müssen neue (soziale) Formen der An-wesenheit und der Gewärtigkeit eingeübt und in den Veränderungsprozess eingepflegt werden, die zugleich untereinander verbinden und innere Quellen der Kreativität erschließen.

Dabei beziehen wir uns auf die „Theorie U“ von Otto Scharmer, eine soziale Technik für transformative Veränderung, die es Akteuren, die Veränderung wollen, ermöglichen soll, tiefere Felder der gemeinsamen Wahrnehmung, der gemeinsamen Willensbildung, der gemeinsamen Resonanz und des gemeinsamen Experimentierens zu erschließen. Scharmer sucht nach einem methodischen Ansatz, der es erlaubt, aus dem emergenten Entstehen der Zukunft heraus zu denken und zu handeln – und nicht aus der quasi automatischen Wirksamkeit von in der Vergangenheit erworbenen Urteilen.(3) Denn wirklicher Wandel geschehe von der Quelldimension des sozialen Werdens her.(4)

 

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(1) „Eigentlich mache ich in meinen Kursen immer das Gleiche. Ich schaffe das Umfeld, das es den Leuten ermöglicht, die zwei Kernfragen der Kreativität zu stellen und daran zu arbeiten: Wer bin ich (who is my self)? Was ist meine Aufgabe, was will ich wirklich tun? (What is my work?)“ (Michael Ray) (173) (2) Otto Scharmer, Theorie U, S. 74
(3) Vgl. S. 34
(4) Vgl. S. 41

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18.08.2016

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