
Ein neuer Dauergast
Haus der Stille
Neues aus dem Haus der Stille
Wer wirft denn hier einen Blick in den Raum für Körperwahrnehmungsübungen? Unser neuer Hausgast. Genauer gesagt, ist er eine sie und hat auf unserem Gelände auch ein Kitz geboren.
Sie weiß offensichtlich, wo man seine Ruhe hat und wann man besser das Weite sucht, weil andere Gäste den Garten genießen.
Und wenn Sie – wie wir – manche blühenden Blumen vermissen: Der Ricke schmecken sie offensichtlich gut.
Vielleicht kennen sie auch Situationen wie diese: Ich erzähle einer guten Freundin, was mich im Moment bedrückt und am Ende sage ich ihr: „Du, bitte denke mit daran, bete für mich“. Mir tut es gut zu wissen, da ist jemand, der für mich bittet, der Gott ans Herz legt, was mich belastet. Ich bin nicht alleine gelassen.
Oder umgekehrt: ich höre, was andere mir erzählen und sage, ich werde dafür auch beten.
Die Evangelien berichten von vielen Situationen, in denen Menschen andere zu Jesus gebracht haben oder Jesus für sie um Hilfe gebeten haben. Von der Sache her ist genau das Fürbitte: andere vor Gott bringen, für jemanden bitten oder auch stellvertretend bitten. Ich denke, es ist eine der großartigen Möglichkeiten, die Gott uns schenkt: Wir dürfen mit unseren Nöten und mit denen anderer Menschen zu ihm kommen und sicher sein, dass wir ein offenes Ohr bei ihm finden.
Im Haus der Stille nehmen wir dieses Angebot Gottes ernst.
In einem der Meditationsräume gibt es eine Pinwand, an die Menschen Zettel mit ihren Gebetsanliegen heften können. Manche schreiben auf, was sie belastet und wo sie für sich Unterstützung durch das Gebet anderer erbitten. Andere notieren den Vornamen eines Menschen, um dessen Not sie wissen.
Während der täglichen Morgengebete greifen wir diese Gebetsanliegen auf und beziehen sie in unsere Gebete mit ein.
Nun sind Sie vielleicht gerade nicht bei uns im Haus, wenn Sie um Fürbitte bitten möchten. Manche unserer Gäste greifen dann zu Papier und Stift oder schreiben eine Mail: Bitte beten Sie für mich.
Dazu möchten wir Sie ermutigen. Wenn Sie ein Gebetsanliegen haben, schreiben Sie uns doch. Natürlich werden wir Ihre Zuschriften vertraulich behandeln.
Wir werden Anliegen, die uns auf diesem Weg erreichen, im Morgengebet am Montagmorgen vor Gott bringen, zu dem sich die Mitarbeitenden und Gäste versammeln.
Übrigens: füreinander beten ist keine Einbahnstraße. Wir wissen uns in unserer Arbeit auch getragen von den Gebeten derer, die uns so unterstützen.
Wenn Sie möchten, dass wir für Sie beten, schreiben Sie bitte an: anmeldung.hds@ekir.de und schreiben in die Betreffzeile: Fürbitte
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