Evangelische Kirchengemeinde Hiesfeld - leben & erleben

Das Interview


Kennen Sie eigentlich Ihren Gemeindebriefausträger, Ihre Gemeindebriefausträgerin?

5760 Gemeindebriefe pro Ausgabe müssen verteilt werden.

Zuerst werden sie nach der Lieferung für die einzelnen Verteiler abgepackt. Ein Team von ehrenamtlichen Helfern trifft sich dazu im sog. Schneidekeller. Man sieht ihnen auf dem Foto an, dass sie Spaß dabei haben.

Die Verteiler: Albert Korduan, Karlheinz Gorn, Gerhard Hoffmann und Eugen Prost (v.l.)

Die Stapel werden dann von der Pfarrerin und den Pfarrern zu den Austeilenden gebracht. Das sind 100 Männer und Frauen, Konfirmandinnen und Konfirman-den. Sie bringen Ihnen Ihren Gemeindebrief ins Haus. Manche tun diesen Dienst schon viele Jahre.

An dieser Stelle sei allen Austrägerinnen und Austrägern ganz herzlich gedankt!

Zwei Gemeindebriefausträgerinnen stellen wir Ihnen in dieser Ausgabe vor:


Mathilde Hüsken, 91 Jahre alt, erzählt:

20 Jahre lang habe ich den Gemeindebrief ausgetragen, bis Ende letzten Jahres.
Als ich anfing, war ich 70 Jahre alt und noch gut zu Fuß und mit dem Fahrrad unterwegs. Das Austragen hat mir immer Spaß gemacht. 42 Briefe habe ich ausgetragen, Försterstraße bis Sterkrader Straße und die Hühnerheide. Im Neubaugebiet war es nicht immer einfach, die Briefe in den richtigen Briefkasten zu werfen, dort gab es anfänglich viele Wechsel.

Wie sind Sie an dieses Amt gekommen?

Mathilde Hüsken:
Ich habe beobachtet, wie schwer es meiner Nachbarin fiel, die Briefe zu verteilen. Da habe ich eines Tages zu ihr gesagt: "Wenn du möchtest, übernehme ich das Austragen." Daraus sind dann 21 Jahre geworden, aber mir wurde es zu gefährlich, so manche Treppe musste ich ja hoch, manchmal gibt es kein Geländer, da hab ich mich an den Sträuchern festgehalten.

Wer trägt jetzt für Sie aus?

Mathilde Hüsken:
Mein Sohn und meine Schwiegertochter haben das Amt übernommen.

Gab es ein besonderes Erlebnis in den 21 Jahren?

Mathilde Hüsken:
Etwas Nettes habe ich eigentlich nie erlebt, aber auch nichts Schlechtes. Ich habe meine Pflicht getan und war glücklich, wenn die Leute ihren Gemeindebrief hatten.

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Gretchen Brose, 79 Jahre alt

Frau Brose, Sie hatten meines Wissens immer den größten Stapel Gemeindebriefe zu verteilen.

Gretchen Brose:
Ja, früher waren es 170-180 Stück. Heute sind es 116, die ganze Holtener Straße lang.

Wie sind Sie Gemeindebriefausträgerin geworden?

Gretchen Brose:
Else Sündermann hat mich angeworben. Da habe ich die Spitzwegstraße übernommen, das war 1980 - später kam dann die Holtener Straße hinzu.

Gab es ein besonderes Ereignis während der 30 Jahre?

Gretchen Brose:
Ich habe immer gern die Ausflüge mitgemacht, erinnere mich z.B. an Wuppertal, das Bibelmuseum in Holland und andere Touren.
Neben dem Austragen des Gemeindebriefes habe ich ja noch in der Begegnungsstätte und beim actionsring frau und welt mitgemacht und im Chor singe ich auch noch mit. Den Dienst in der Begegnungsstätte habe ich mit Frau Sagels Ruhestand aufgegeben.
Im nächsten Jahr werde ich 80 Jahre alt. Ich möchte dann auch einen Schnitt beim Gemeindebriefaustragen machen. Es ist doch beschwerlich. Manche Briefkästen sind ganz am Boden, da muss man sich bücken, ein anderer ist so hoch, dass ich gar nicht dran komme, da werfe ich immer mehrere in den darunter liegenden. Die Nachbarn müssen dann innerhalb des Hauses auf-teilen. Aber bisher hat es ja noch keine Beschwerden gegeben, sie müssen wohl mit dieser Lösung zurecht kommen.
An dieser Stelle, liebe Frau Hüsken und liebe Frau Brose, sagen wir Ihnen einen besonderen Dank für 21 bzw. 30 Jahre Treue im Namen der Kirchengemeinde und aller Leserinnen und Leser, die durch Sie auf dem Laufenden über unser Gemeindeleben gehalten worden sind.


Pfarrerin Petra Schorberger-Waldhausen




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Der aktuelle Gemeindebrief:
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