Menschen wie du und ich bekommen diesen großen Auftrag: Jesu Jünger. Und sie waren nicht etwa Übermenschen, sondern hatten
in Sachen Glauben immer wieder ziemlich Schiffbruch erlitten.Der letzte wird einen Vers vorher berichtet: Sie hatten erst nicht geglaubt, dass Jesus auferstanden ist und werden
deshalb von ihm ausgeschimpft.
Ausschimpfen und dann beauftragen? Ja, Jesus beauftragt nicht unbedingt die perfekten, vielleicht sogar weltfremden Menschen. Diejenigen,
die aus Fehlern lernen, sind ihm lieber.
Es wäre zwar nicht denkbar gewesen, Jünger loszuschicken, die Jesu Auferstehung leugnen. Wohl aber Leute, die sagen können: „Ich hatte
selbst Schwierigkeiten mit der Botschaft und habe den Auferstandenen dann erlebt.“
Jesus könnte auch keine Boten gebrauchen, die nicht hinter dem stehen, was sie weitersagen. Wohl
aber Menschen, die ihren Glaubensweg mit Höhen und Tiefen erzählen können.
Die Tiefen sind es dann oft, die andere Menschen am meisten interessieren. Wie man mit Gott durch Tiefen
hindurch kommt, bringt Menschen sicherlich weiter als geschliffene Formulierungen.
Mission ist Kleinarbeit. Und die fängt auch im Kleinen an, oft in der Familie. Auch in der Welt ist
es Kleinarbeit, von Jesus zu erzählen. Eine Anordnung durch die Obrigkeit, wie in früheren Jahrhunderten, bringt die Menschen nicht zu Jesus. Herz für Herz muss für Jesus gewonnen werden. Manchen
setzt Jesus dafür in anderen Ländern ein. Andere beackern Deutschland als Missionsgebiet. Dazu braucht Jesus jeden Gläubigen. Mit einfachen Worten kann jeder dazu seinen Mosaikstein beitragen.